Wettanbieter mit PayPal: Lizenz, Einzahlung, Auszahlung im Vergleich
Aktualisiert am 17. Oktober 2026 · Lizenzen und Whitelist-Einträge geprüft gegen die Übersicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Auf dieser Seite stehen zehn in Deutschland lizenzierte Wettanbieter, die PayPal als Zahlungsmethode führen – nicht nebeneinander, sondern nach der Frage sortiert, was eine PayPal-Einzahlung den Leser tatsächlich kostet: Gebühren am Geld, Bonusbedingungen an Zeit, Auszahlungsdauer an Tagen. Wer in Deutschland wettet, hat die Auswahl aus 27 GGL-erlaubten Veranstaltern; PayPal ist auf Seiten wie Winamax und AdmiralBet ein Zahlweg wie jeder andere, bei manchen Häusern ist er an eine vorherige Einzahlung über denselben Kanal gebunden, und bei einigen Marken steht die Hausbank des Bezahldienstes schlicht nicht im Einzahlungsmenü. Der Vergleich folgt damit nicht der Werbe-Reihenfolge, sondern der Reihenfolge, in der eine Wette Geld bewegt: erst die Erlaubnis, dann die Einzahlung, dann das Angebot, dann die Auszahlung, dann das Urteil zu jeder Marke.
Warum PayPal bei Sportwetten ein Sonderfall bleibt – und was es nicht ist
PayPal ist im Sportwetten-Markt etwas Besonderes, weil der Dienst zwischen Wettkonto und Bankkonto tritt und so eine zweite Sicherheitslinie einzieht: Käuferschutz, getrenntes Guthaben, kein direkter Kontoabgriff. Für die Frage, ob ein Anbieter seriös ist, taugt das Zahlungsmittel allein nicht – das entscheidet die Erlaubnis der GGL, nicht das Logo im Einzahlungsmenü. Wer „PayPal-akzeptierend“ mit „lizenziert“ gleichsetzt, importiert eine Annahme in den Vergleich, die weder das eine noch das andere belegt.

In Deutschland zählte PayPal Ende 2020 rund 29,1 Millionen aktive Konten; das deutschsprachige Angebot besteht seit Februar 2004, und die europäische Betreibergesellschaft sitzt als PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A. in Luxemburg. Am 2. Juli 2007 erteilte die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF die Banklizenz, die nach EU-Recht in jedem Mitgliedstaat gilt – weshalb PayPal im deutschen Wettmarkt überhaupt reguliert auftreten kann. Was die Plattform für die Wette interessant macht, ist nicht die Lizenz des Bezahldienstes, sondern die Infrastruktur: Sofortige Buchung, Käuferschutz bei nicht gelieferter Ware, kein Prepaid-Aufladen nötig.
Was die Seite hier leistet: Sie trennt – und zwar in jedem Abschnitt – zwischen Eigenschaften des Bezahldienstes und Eigenschaften der Wettanbieter. Zu beiden gehört, ehrlich gesagt, mehr als die Werbung verspricht.
Was PayPal für deutsche Wettkunden tatsächlich kostet
Wer mit PayPal einzahlt, zahlt bei den meisten lizenzierten deutschen Anbietern keine Transaktionsgebühr – Winamax nennt PayPal als Einzahlungsmethode mit 15 € Mindesteinzahlung und ohne Gebühren, AdmiralBet nennt 15 € Minimum ebenfalls ohne Gebühr des Veranstalters. Was bleibt, ist die PayPal-eigene Gebühr, und die schlägt zu, sobald innerhalb des PayPal-Kontos etwas passiert: Persönliche Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sind bei deutschen Privatkonten kostenlos, solange keine Währungsumrechnung anfällt. Internationale persönliche Überweisungen kosten 5,00 % des Betrags, mindestens 0,99 €, höchstens 3,99 € – das tangiert Wettkunden praktisch nicht, weil Wettanbieter in Euro abrechnen. Die Auszahlung von PayPal-Guthaben auf das Bankkonto ist kostenlos, sofern keine Währungsumrechnung notwendig ist; wer sich das Guthaben auf eine Debit- oder Kreditkarte auszahlen lässt, zahlt 1,00 % des Betrags, mindestens 0,25 €, höchstens 10,00 €.
Der Punkt, an dem PayPal im Wettalltag wirklich Geld kostet, ist die Wettsteuer – und die fällt nicht beim Bezahldienst an, sondern beim Wettanbieter. Sie heißt Sportwettensteuer, steht in §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ – der Anteil entspricht 5,3 von 105,3, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Wie der Anbieter die Steuer weiterreicht, ist dessen Entscheidung – ODDSET zieht etwa 5 % vom Bruttogewinn einer gewonnenen Wette ab, Interwetten reduziert den Auszahlungsbetrag um 5,3 %. Beides ist nicht dasselbe wie „5,3 % vom Einsatz“, auch wenn die Zahl in den Werbebannern ähnlich auftaucht.
Wofür PayPal am Ende tatsächlich sorgt, ist eine Buchung, die das Wettkonto in Sekunden erreicht. Das ist im Wettmarkt nicht selbstverständlich – Auszahlungen auf das PayPal-Konto sind bei den GGL-lizenzierten Anbietern teilweise an Vorbedingungen geknüpft.
Wofür PayPal nicht stehen kann
PayPal selbst prüft nicht, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Der Bezahldienst akzeptiert jeden Vertragspartner, der die PayPal-Hausregeln erfüllt – und die sind international. Eine Erlaubnis nach dem GlüStV ist im Whitelist-Eintrag dokumentiert, nicht im PayPal-Logo. Wer „akzeptiert PayPal“ als Vertrauenssignal liest, legt die Messlatte an die falsche Stelle. Im Abschnitt zur Rechtslage ist die Prüfung gegen die Whitelist der GGL Schritt für Schritt aufgebaut.
Die Rechtslage in Deutschland: Erlaubnis, Whitelist und was die GGL wirklich prüft
Die zentrale Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt seit dem 1. Juli 2021 – dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags – die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV). Sie kontrolliert die Einhaltung, sie verhängt Bußgelder (§ 28a), und sie führt die Whitelist, in der jeder erlaubte Anbieter mit der Domain, der Betreibergesellschaft und dem Datum der Ersterlaubnis verzeichnet ist (§ 9 Abs. 8).

Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Quelle. Sie hatte zum Stand 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere nur für Pferdewetten. Alle aufgeführten Domains sind .de-Domains, aber das gilt andererseits für sehr viele Anbieter, die keine Erlaubnis haben; eine .de-Endung allein beweist gar nichts. Die Erlaubnis gilt genau für die Domain, die im Whitelist-Eintrag der Sportwetten-Erlaubnis zugeordnet ist – eine Casino- oder Pokererlaubnis derselben Betreibergesellschaft ist eine andere Lizenz mit anderen Regeln und sagt über das Sportwetten-Angebot nichts.
Wer eine Erlaubnis prüfen will, geht so vor: Whitelist der GGL öffnen, Domain in der Spalte „Anbieterkennung/Website“ suchen, prüfen, ob die Seite eine Erlaubnis „Sportwetten“ trägt, und das Datum der Ersterlaubnis notieren. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1); die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum – wer ein Enddatum in den Vergleich schreibt, erfindet es. Im hier vorliegenden Vergleich sind die Daten deshalb mit „Stand 2. Oktober 2026“ zitiert und tragen kein Enddatum.
Was in Deutschland überhaupt gewettet werden darf
Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt seit Juli 2021 feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1), und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt – und zwar nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen (§ 21 Abs. 4): „Nächstes Tor“ beim Fußball ja, „Nächster Punkt“ beim Tennis nein, „Nächster Korb“ beim Basketball nein. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind ausgeschlossen – die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Manipulationanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße und Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig. Auf E-Sports darf in Deutschland nicht gewettet werden – die GGL erkennt E-Sports nicht als Sport an, eine lizenzierte E-Sports-Wette gibt es hierzulande nicht. Zu virtuellen Sportarten liegt keine belastbare Aussage vor; das Feld bleibt offen.
Der Gewinn wird grundsätzlich nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt; eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht – Limits setzt allein der Anbieter.
Spielerschutz, der unabhängig vom Zahlweg gilt
Die deutsche Regulierung knüpft Spielerschutz an die Erlaubnis, nicht an die Zahlungsmethode. Spielen dürfen Volljährige (§ 4 Abs. 3), und pro Anbieter ist nur ein Konto mit vollständiger Verifizierung erlaubt (§ 6a). Vor der Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist ein Notbehelf für die ersten drei Tage; das dauerhafte Konto ist das verifizierte.
Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle Anbieter hinweg – durchgesetzt über die Limitdatei der zentralen Plattform LUGAS. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festlegen, bis 10.000 €, in einer engen Quote sogar bis 30.000 €, aber nur gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Das parallele Spielen bei mehreren Anbietern ist verboten (§ 6h), geprüft über die LUGAS-Aktivitätsdatei.
OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem: Anbieter prüfen bei Registrierung und Login, ob ein Eintrag vorliegt. Eine Selbstaussperrung mit genannter Frist dauert mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen; sie haben in Deutschland keine Erlaubnis, und die GGL warnt ausdrücklich vor illegalen Angeboten – am 17. September 2026 nannte sie unter anderem Platincasino als Beispiel. Die strafrechtliche Seite: Wer ohne Erlaubnis Sportwetten organisiert, kann nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe erhalten, wer dafür wirbt nach § 284 StGB bis zu einem Jahr; die Teilnahme (§ 285 StGB) ist mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bedroht. Die rechtlichen Risiken für Spieler sind bei illegalen Angeboten zwar theoretisch gegeben, in der Praxis liegt der Fokus der Behörden jedoch auf den Betreibern und der Unterbindung der unerlaubten Angebote.
Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Verfahren Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlungspflicht entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24, Tipico) diese Linie im Grundsatz bestätigt – mit der Ausnahme, dass eine Behörde zugesichert haben müsste, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil selbst steht aus; ein Refund-Anspruch ist damit nicht garantiert, aber auch nicht ausgeschlossen.
Was OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit mit der PayPal-Einzahlung zu tun haben
Wer mit PayPal einzahlt, zahlt in ein Konto ein, das an die Limitdatei angeschlossen ist – das gilt unabhängig vom Zahlweg. Das 1.000-€-Limit pro Monat ist eine gemeinsame Größe über alle Anbieter; wer bei einem Anbieter bereits 600 € verbraucht hat, kann im selben Monat über PayPal nur noch 400 € einzahlen, egal bei welchem zweiten Anbieter. Der Anbieter kann auf Antrag ein höheres Limit genehmigen, aber nur gegen wirtschaftlichen Nachweis und frühestens sieben Tage nach Antrag. Wer parallel bei mehreren lizenzierten Anbietern spielt, fällt durch die Aktivitätsdatei – das ist kein Bußgeld, sondern eine Sperre.
OASIS prüft bei der Registrierung und bei jedem Login. Ist der Spieler gesperrt, bleibt die Sperre aktiv – Mindestdauer bei Selbstaussperrung mit genannter Frist drei Monate, sonst ein Jahr. Wer mit PayPal einzahlt, mit der Annahme, das Zahlungsmittel umgehe die Sperre, wird enttäuscht: Die Sperre liegt beim Anbieterkonto, nicht beim Zahlweg.
Der Panikbutton ist 24 Stunden wirksam und sperrt das Konto sofort. Eine schöne Infrastruktur ist das nicht – sie ist eine Notbremse, die an einem Tag entscheidet, was ein längerer Ausschluss lösen soll.
Boni und Gratiswetten: Was von „100 % Bonus“ und „Freebet“ am Ende bleibt
Was im GlüStV ausdrücklich fehlt, ist eine Regelung zu Bonusbeträgen bei Sportwetten – anders als bei Casino und Poker gibt es weder Höchstgrenzen noch eine Pflicht zu einer bestimmten Bonusstruktur. Der Markt reguliert sich über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedes Anbieters, und genau dort sitzen die Bedingungen, die einen Bonus von einer Gratiswette in bare Münze verwandeln oder in wertlose Zeit. Drei Begriffe bestimmen das Bild: Umsatzbedingungen, Mindestquote, Frist.
Eine Umsatzbedingung gibt an, wie oft der Bonusbetrag – oder Bonus zuzüglich Einzahlung – durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich wird. Eine Freebet ist im klassischen Fall eine Wette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird; sie hat deshalb einen inneren Wert, der unter dem Nominalbetrag liegt. Was Werbung „risikofrei“ nennt, ist bei genauerem Lesen oft eine Gratiswette als Erstattung, kein Cash-Refund.
MERKUR BETS hat nach Mitteilung vom 14.10.2024 für Neukunden ein 25-€-Freebet-Angebot geführt – bei einer Ersteinzahlung ab 1 € und mit einer Erstattungsfunktion: Verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das ist ein Beispiel für die Marketing-Form „risikofrei“, die nach einer Bedingung verlangt – die Wahl vor dem Tipp –, die meisten Wettkunden übersehen.
Die Werbe-Standards im deutschen Markt sind durch § 5 GlüStV gesetzt: Erlaubte Anbieter dürfen werben, zwischen 6:00 und 21:00 Uhr allerdings nur für Sportwetten – keine Werbung für Slots, Online-Poker oder Online-Casino. Für Sportwetten selbst gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal; keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären; keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Was nicht im GlüStV steht, ist eine zahlenmäßige Obergrenze für einen Bonus; was sehr wohl im GlüStV steht, ist das Verbot, mit dem Bonus selbst wesentliche Schutzregeln zu unterlaufen.
Bonusbeträge, die im Spiel gehalten werden müssen, sind keine Geschenke – sie sind eine Schleuse. Sie setzen Zeit und Volumen voraus, das mit der Marge des Marktes, auf dem der Bonus freigespielt wird, bezahlt wird. Wer einen 100-€-Bonus mit 5-facher Umsatzbedingung bei 1,90-Mindestquote freispielen will, muss 500 € Einsatz bewegen – bei einer Markt-Marge von rund 5 % kostet das im Erwartungswert etwa 25 €, bevor der Bonus selbst zur Sprache kommt. Die Zahl stimmt nur für die Annahme, dass ausschließlich qualifizierende Wetten platziert werden und keine Auszahlung vor Freispielen erfolgt; das ist eine idealisierte Rechnung, kein Versprechen.
Zahlungsabwicklung im Detail: Einzahlung, Mindestbetrag und Auszahlung
Wer bei einem der lizenzierten Anbieter mit PayPal einzahlt, hat es mit drei Größen zu tun: Mindesteinzahlung, Bearbeitungsdauer und Auszahlungsbedingungen. Die Mindesteinzahlung variiert – Winamax nennt 15 €, AdmiralBet ebenfalls 15 €, bei Wettarena sind 10 € das Minimum, und bei Betway liegt die Paysafecard-Mindesteinzahlung bei 5 €, die Mindestauszahlung dort bei 10 €. Innerhalb der Lizenzierten lässt sich keine einheitliche Schwelle feststellen; was sich feststellen lässt, ist die Linie der GGL-Whitelist: Wettarena und AdmiralBet sind dort als PayPal-akzeptierende Veranstalter eingetragen.
Bei der Auszahlung gilt in Deutschland: Auszahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur auf ein Zahlungskonto möglich, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem nach Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind im lizenzierten Markt nicht zugelassen – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Angeboten heraushält. Bei PayPal bedeutet das: Das Wettkonto und das PayPal-Konto müssen auf denselben Namen lauten. Wettarena formuliert das in seinen Hilfe-Texten explizit: Eine Auszahlung auf PayPal ist nur möglich, wenn das PayPal-Konto auf denselben Namen wie das Wettkonto lautet und zuvor erfolgreich per PayPal eingezahlt wurde. Bei AdmiralBet gilt Entsprechendes: Auszahlungen erfolgen nur über die bei der Einzahlung verwendete(n) Zahlungsmethode(n); das Unternehmen bearbeitet Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert; die Mindestauszahlung beträgt 10 € und Auszahlungen werden wochentags innerhalb von 24 Stunden bearbeitet.
Diese „PayPal-zur-PayPal“-Regel ist nicht Schikane – sie ist Geldwäscheschutz. Ein Konto, das mit PayPal eingezahlt hat, kann nicht auf das PayPal-Konto eines Dritten ausgezahlt werden; ein Konto, das über andere Methoden eingezahlt hat, kann nicht per PayPal ausgezahlt werden. Wer vorhat, zwischen Anbietern zu wechseln oder das Wettkonto zu teilen, sollte diese Linie vor der ersten Einzahlung prüfen.
Was die Auszahlung im Zeitvergleich kostet
Die Auszahlungsdauer auf PayPal ist in Stunden gerechnet, nicht in Tagen – das ist der Hauptvorteil des Bezahldienstes gegenüber Banküberweisung. Was innerhalb von PayPal noch an Zeit verstreicht, ist die PayPal-eigene Buchung auf das Bankkonto: paypal-intern üblicherweise am selben Tag; ab dort normales Bank-Laufzeitverhalten, in Deutschland typischerweise ein weiterer Werktag. Wer das PayPal-Guthaben als PayPal-Saldo behält, hat die Wettauszahlung in Stunden.
Die Frage, die der Leser mitnimmt: Welcher Anbieter garantiert welche Auszahlungsdauer? In den Hilfeseiten ist das gelegentlich verbindlich formuliert (AdmiralBet: 24 Stunden, Betway: weniger als 24 Stunden auf das MyPaysafe-Konto), gelegentlich offen („in der Regel“). Wer auf Geschwindigkeit angewiesen ist – etwa, weil eine Wette vor dem nächsten Spieltag ausgewertet werden soll –, liest das Kleingedruckte. Wer Geld auf demselben Weg wieder auszahlen will, über den er eingezahlt hat, hat bei lizenzierten Anbietern keine Wahl: Der Pfad wird vom Anbieter vorgegeben.
Wettsteuer und Auszahlung – zwei verschiedene Posten
Die Auszahlung landet beim Spieler. Die Wettsteuer wird vom Veranstalter an das Finanzamt abgeführt – ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. ODDSET behält nach den AGB 5 % vom Bruttogewinn ein, Interwetten 5,3 % vom Auszahlungsbetrag. Beides sind legale Modelle, beide reduzieren den ausgezahlten Betrag; was den Leser das eine mehr kostet als das andere, hängt vom Quoteniveau ab. Die Frage ist hier nicht „Wer ist der Beste gegen die Steuer?“, sondern „Wo liegt die Marge, und wer lässt sie beim Spieler?“. Die Antwort steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Marke – in den nächsten Abschnitten bei jeder einzeln.
Die zehn lizenzierten Anbieter mit PayPal im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die zehn hier betrachteten Wettanbieter nach den vier Merkmalen, die unabhängig vom Bonus im Alltag entscheiden: Marke, Whitelist-Eintrag mit Inhaber und Erlaubnis-Datum, Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis. Die Reihenfolge ist die des §6, also nach Marke sortiert. Wer die Tabelle liest, sieht, dass fünf dieser Anbieter die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 tragen – dem Tag, an dem der Übergangsregelung des GlüStV 2021 die ersten Lizenzen ausgestellt wurden – und andere erst später, etwa MERKUR BETS im November 2023 und LeoVegas im Oktober 2024.
| Marke | Whitelist-Eintrag und Inhaber | Erste Sportwetten-Erlaubnis |
|---|---|---|
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Welche dieser Anbieter PayPal als Zahlungsmittel tatsächlich führen – der Punkt ist eine andere Frage als die Lizenz. Hier sind die Anbieter vollständig gelistet, weil jeder von ihnen einen Eintrag in der Whitelist hat; im anschließenden Markenprofil ist die PayPal-Frage für jeden einzeln beantwortet.
Bet3000
Bet3000 wird auf der GGL-Whitelist von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, geführt; die erste Erlaubnis datiert auf den 22. April 2026. Der Anbieter gehört damit zu den jüngeren Erlaubnisinhabern – das Erstdatum liegt deutlich nach dem Übergangsfenster 2020 und vor dem Snapshot 2. Oktober 2026, auf den sich dieser Vergleich stützt.
Was die Marke im Betrieb kennzeichnet: Der Veranstalter gehört zur gleichen Gruppe wie Wettarena – beide werden auf der Whitelist von der I.B.C. Sportsbetting Limited gehalten – und teilt damit dieselbe Konzernmutter. Für den Wettkunden macht sich das in getrennten Kontoführungen und getrennten Spielerkonten bemerkbar; wer bei beiden Häusern parallel spielen will, fällt durch die LUGAS-Aktivitätsdatei. Der europäische Marktauftritt von Bet3000 steht auf einem dichten stationären Netz in Deutschland – das Erbe einer Kette, die vor der Online-Lizenzierung schon Wettshops betrieb. Das übersetzt sich in einen Wettalltag, der sich stark an Offline-Angeboten orientiert: hohe Quoten auf deutsche Ligen, ein schmales Live-Angebot im oberen Bereich der Top-Events.
Was die Marke kostet: Im Vergleich zu den Pionieren der Online-Lizenzierung ist Bet3000 ein Spätstarter – die Erlaubnis ist neu, das Sportwettenprogramm muss gegen andere Marken antreten, die seit fünf Jahren ihr Wettprogramm verfeinern. Was Bet3000 für sich hat, ist der Markenname im deutschen Einzelhandel – Kunden, die das Logo aus dem Wettshop kennen, finden hier denselben Anbieter. Wofür es passt: Wer auf Bundesliga und 2. Bundesliga setzt und Quotentreue über APP-Luxus stellt, ist hier richtig; wer ein ausgebautes Live-Center mit asiatischen Handicaps erwartet, sucht weiter.
DAZN Bet
DAZN Bet steht auf der Whitelist mit der DZBT Operations Limited als Inhaberin; die Erlaubnis wurde am 22. August 2023 erstmals erteilt. Der Markenname ist jung – DAZN, der Sport-Streaming-Dienst, hat das Wettgeschäft als Ergänzung zum eigenen Abomodell aufgebaut.
Die Eigenheit der Marke liegt in der Verzahnung mit dem Streaming-Angebot: Wer DAZN-Abo und DAZN-Wettkonto hat, sieht Spiele und kann aus einer App heraus wetten. Was DAZN Bet damit vom Markt abhebt, ist die zweite App – nicht das zweite Konto, denn das ist immer eigenständig. Bei den Zahlungsmethoden gilt, was das Hilfecenter festhält: Der Anbieter erhebt keine Bearbeitungsgebühren für Einzahlungen; verwendete Zahlungsmethoden müssen auf den eigenen Namen des Kunden registriert sein, bei fremden Zahlungsmethoden kann das Konto gesperrt werden.
Was die Marke kostet: Der Vorteil der App-Verzahnung ist an ein DAZN-Abo gebunden – wer das nicht hat, spielt bei DAZN Bet gegen ein Wettprogramm, das nicht breiter ist als das der Mitbewerber. Wofür es passt: Wer ohnehin DAZN schaut und gelegentlich auf das Geschehen tippt, bekommt hier den bequemsten Übergang; für Nutzer ohne Streaming-Abo ist das Angebot schlicht nicht optimiert.
Betway
Betway ist mit dem 9. März 2021 als erste Erlaubnis einer der Pioniere der Online-Lizenzierung in Deutschland. Die Whitelist führt die Betway Limited als Inhaberin; das Erstdatum 9. März 2021 und das Folgedatum 23. Dezember 2022 markieren den Übergang in den Vollbetrieb. Der internationale Marktauftritt von Betway ist eine eigene Liga – der Anbieter ist in mehreren Märkten etabliert, mit Sponsoring in Premier League und NHL.
Für die PayPal-Frage hält der Betway-Blog zur Paysafecard fest, dass die Mindesteinzahlung 5 € beträgt, die Mindestauszahlung 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto in der Regel weniger als 24 Stunden dauert. Was das über PayPal sagt, ist eine Lücke – der Blogeintrag bezieht sich auf die Paysafecard, nicht auf PayPal. Die Minima bei Paysafecard geben aber eine Hausordnung wieder, die nicht von Zahlweg zu Zahlweg völlig verschieden ist; was dem Leser bleibt, ist die Notwendigkeit, das im Einzelfall gegen die eigenen Hilfeseiten zu prüfen.
Was die Marke kostet: Betway ist im Wettprogramm breit aufgestellt, das Quotenniveau ist solide, die Live-Sektion ist überdurchschnittlich. Wer einen vollständigen Anbieter mit langer Historie sucht, ist hier richtig. Wofür es passt: Preisbewusste Wettkunden, die auf Quotendifferenzen achten, finden bei Betway ein wettbewerbsfähiges Angebot; wer ein besonders knappes Margin-Niveau auf den Hauptmärkten sucht, vergleicht gegen Interwetten und die buchstäblich engsten Margen des Marktes.
MERKUR BETS
MERKUR BETS steht mit der Merkur Bets Malta Limited auf der Whitelist; die erste Erlaubnis datiert auf den 6. November 2023. Der Markenname ist der der traditionsreichen Spielstätten-Gruppe, die mit Merkur-Spielotheken und Cashpoint-Wettshops das deutsche Offline-Glücksspiel über Jahrzehnte geprägt hat.
Das Willkommensangebot ist nach Mitteilung vom 14.10.2024 ein 25-€-Freebet ab einer Ersteinzahlung von 1 €; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, erstattet MERKUR BETS den Einsatz bis 75 € als Freebet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Das JokerBet-Modell ist die deutsche Antwort auf die Werbung „risikofrei“: Es fängt die erste Wette ab, aber es erstattet als Freebet, nicht als Geld. Der innere Wert einer Freebet liegt unter dem Nominalbetrag, weil der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird.
Was die Marke kostet: Die Erlaubnis ist neu, das Online-Wettprogramm muss gegen vier Jahre ältere Lizenzen antreten. Der Markenname ist etabliert, aber das Online-Angebot ist es weniger. Wofür es passt: Wer ohnehin in einer Merkur-Spielstätte wettet und den Online-Übergang schätzt, hat hier ein vertrautes Gegenüber. Für den breiten Wettbewerb und Spieler, die gezielt kleine Ligen suchen, bietet die Plattform eine gute Basis, bleibt aber hinter den Marktführern zurück.
bwin
bwin ist mit Erstdatum 9. Oktober 2020 einer der ersten Lizenzinhaber der Online-Ära; die Whitelist führt die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Der internationale Markenname bwin steht für eines der größten Online-Wettportale Europas; die deutsche Lizenz ist die konzernweit größte Einzelregulierung im Sportwettenbereich.
Für das Sportwetten-Programm hat bwin den breitesten Marktauftritt der Pioniere – die Marke hat in den Jahren vor der Lizenzierung Online-Angebote in anderen Märkten betrieben, die nun unter deutscher Erlaubnis laufen. Was das für die Whitelist bedeutet: Die Erlaubnis wird in zwei Daten geführt, das Erstdatum 9. Oktober 2020 und ein Folgedatum 23. Dezember 2022; beides sind Verwaltungsdaten, nicht Leistungsversprechen.
Was die Marke kostet: Die Größe des Anbieters hat einen Preis in der Übersichtlichkeit – das Sportwetten-Programm ist breit, die Navigation braucht Einarbeitung. Für den deutschen Markt ist die Marke voll reguliert, das Werbeverhalten entspricht § 5 GlüStV. Wofür es passt: Wer einen Anbieter mit vollständigem Programm, langjähriger Online-Erfahrung und stabiler Lizenz sucht, ist bei bwin richtig; wer die kleinste mögliche Marge auf einem Markt sucht, vergleicht im Einzelfall.
Interwetten
Interwetten steht mit dem Erstdatum 2. November 2020 und einem Folgedatum 27. Dezember 2022 in der Whitelist; Inhaberin ist die Interwetten Gaming Limited. Interwetten ist ein österreichisch geprägter Anbieter mit langer Geschichte – das österreichische Stammhaus besteht seit 1990, der internationale Marktauftritt ist seit den späten 1990ern etabliert.
Bei der Wettsteuer geht Interwetten einen eigenen Weg: Die Interwetten-Sportsbook-Regeln Version 1.1 (Stand 29.05.2024) regeln in Nr. 4.2, dass im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3%igen Quotenabschlag reduziert wird. Das ist die rechtliche Formulierung – sie beschreibt die Wettsteuer anders als die Informationsseite „Besteuerung von Sportwetten“ (Einbehalt vom Gewinn). Wer den Absatz in den AGB liest, sieht eine Quotenreduktion; wer die Besteuerungsseite liest, sieht einen Einbehalt. Beides läuft auf dasselbe hinaus: Der Spieler erhält weniger, als die Quote verspricht. Die Frage, die sich der Wettkunde stellt, ist nicht „Wer hat die geringere Steuer?“, sondern „Welcher Anbieter gibt die Steuer offen aus, und welcher zieht sie im Gewinnfall ab?“.
Was die Marke kostet: Interwetten hat im deutschen Markt einen kleinen, treuen Kundenkreis – das Wettprogramm ist eng auf Fußball und Tennis fokussiert, das Quotenniveau ist gut, die Wettsteuer-Behandlung ist transparent. Wofür es passt: Wer auf hohe Quoten auf die europäischen Top-Ligen Wert legt und die offene Steuerbehandlung schätzt, ist hier richtig; wer die größte Auswahl an Sportarten sucht, vergleicht gegen bwin oder Betway.
Wettarena
Wettarena, betrieben unter Wettarena, steht auf der Whitelist mit der I.B.C. Sportsbetting Limited als Inhaberin – demselben Inhaber wie Bet3000 – und dem Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgedatum 15. Dezember 2022. Wettarena ist die junge Wettmarke der IBC-Gruppe und versteht sich als digitales Pendant zum stationären Geschäft der Mutter.
Was die Marke von anderen abhebt, ist die PayPal-Integration: PayPal ist im Einzahlungsmenü, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 € für alle Zahlungsmethoden gleichermaßen – PayPal, Kreditkarte (VISA und Mastercard), Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay. Bei der Auszahlung auf PayPal gilt die Hausregel: Auszahlung ist nur möglich, wenn das PayPal-Konto auf denselben Namen wie das Wettarena-Konto lautet und zuvor erfolgreich per PayPal eingezahlt wurde. Das ist die Standardregel des Lizenzmarkts, hier sauber dokumentiert.
Was die Marke kostet: Wettarena hat im Wettprogramm nicht das Volumen der Pioniere; was es hat, ist die enge Konzernverzahnung mit Bet3000. Wer eines der beiden Konten führt, ist bereits im Konzern erfasst – eine parallele Wettaktivität wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei erkannt. Wofür es passt: Wer einen Anbieter mit niedriger Mindesteinzahlung und transparenter PayPal-Regel sucht, ist hier richtig; wer das breiteste Wettprogramm sucht, vergleicht.
Tiptorro
Tiptorro ist die Wettmarke von Tipico, die auf der Whitelist von der Torro Tec Limited (Malta) gehalten wird. Im App Store wird die Tiptorro-App von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021 mit Folgedatum 27. Dezember 2022.
Tiptorro ist die technische Antwort der Tipico-Gruppe auf die deutsche Lizenzierung: Der Mutterkonzern hat unter Tiptorro ein zweites Angebot aufgebaut, das neben dem Hauptangebot unter tipico läuft. Beide Marken teilen Konzernzugehörigkeit, sind aber lizenzrechtlich getrennt zu betrachten – wer beide Konten parallel führt, hat zwei Erlaubnisinhaber in seinem Portfolio, was bei einer LUGAS-Sperre kompliziert zu entwirren ist. Die Tiptorro-App positioniert sich als „junges“, App-zentriertes Angebot mit eigenem Wettprogramm.
Was die Marke kostet: Der Vorteil der App ist die Übersichtlichkeit, der Nachteil ist die etwas schmalere Marktbreite im Vergleich zum Hauptangebot. Wofür es passt: Wer ohnehin in der Tipico-Gruppe spielt und ein zweites, App-zentriertes Konto schätzt, ist hier richtig; diese Option richtet sich primär an Bestandskunden mit spezifischem Interesse an mobilen Features.
LeoVegas
LeoVegas tritt als Sportwetten-Anbieter auf – die Marke ist ursprünglich aus dem Online-Casino-Bereich gekommen. Auf der Whitelist steht die LVSports Limited als Inhaberin; die Erlaubnis für Sportwetten datiert auf den 21. Oktober 2024, jene für virtuelle Automatenspiele schon auf den 27. Februar 2023. Das Nebeneinander der beiden Daten zeigt, was im GlüStV 2021 strikt getrennt ist: Eine Casino-Erlaubnis ist keine Sportwetten-Erlaubnis. LeoVegas hat beides – getrennt, unter eigener Lizenz.
Was die Marke in den Wettmarkt einbringt, ist die Erfahrung aus dem Casino-Bereich – die Live-Plattform ist sauber, das mobile Angebot ist ausgereift. Im Sportwetten-Segment ist LeoVegas ein Späteinsteiger: Die Erlaubnis datiert auf Oktober 2024, das Wettprogramm muss gegen fünf Jahre ältere Lizenzen antreten.
Was die Marke kostet: Die Casino-Herkunft ist im Sportwetten-Angebot spürbar, das Wettprogramm ist schmaler als das der reinen Wettanbieter. Wofür es passt: Wer ein ausgereiftes mobiles Angebot schätzt und auf ein solides Live-Center Wert legt, ist hier richtig; wer ein breites Wettprogramm mit ausgeprägter Tiefe in unteren Ligen sucht, vergleicht.
AdmiralBet
AdmiralBet steht mit der Greentube Betting Malta Limited auf der Whitelist; Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgedatum 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die drei Daten spiegeln die Konzerngeschichte: Greentube gehört zur Novomatic-Gruppe, AdmiralBet ist die internationale Wettmarke dieses Konzerns. Im österreichischen Heimatmarkt ist Admiral ein traditionsreicher Anbieter; in Deutschland ist es eine der ersten Online-Erlaubnisse.
AdmiralBet ist PayPal-akzeptierender Veranstalter – die Zahlungsmethode ist Teil des regulären Angebots. Die Mindesteinzahlung per PayPal beträgt 15 €; Transaktionsgebühren des Anbieters fallen nicht an; die Mindestauszahlungssumme liegt bei 10 €, und Auszahlungen werden wochentags innerhalb von 24 Stunden bearbeitet. Bei der Auszahlungslogik gilt das Hausregel-Modell: Auszahlungen erfolgen nur über die bei der Einzahlung verwendete Zahlungsmethode – wer mit PayPal eingezahlt hat, bekommt auf PayPal ausgezahlt. Der Anbieter bearbeitet Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen, vorausgesetzt die Identität des Spielers ist verifiziert. Die Mindesteinzahlung über andere Methoden liegt nach den AGB je nach Methode bei 5 € oder 10 €; Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden.
Was die Marke kostet: Die Konzernzugehörigkeit zu Novomatic gibt Sicherheit in der Zahlungsabwicklung und Lizenz-Compliance; der Preis ist ein Wettprogramm, das im deutschen Online-Markt nicht die breiteste Auswahl hat. Wofür es passt: Wer einen Anbieter mit klar dokumentierten PayPal-Konditionen, schneller Auszahlung am Werktag und konzerngefestigter Lizenz sucht, ist hier richtig; wer das umfangreichste Wettprogramm sucht, vergleicht mit bwin oder Betway.
Was die zehn Marken im Schnitt unterscheidet
Was im Querschnitt auffällt: Vier der zehn Anbieter haben ihre erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020 erhalten – Betway hat einen knappen Vorsprung mit 9. März 2021, AdmiralBet mit gleichem Datum wie bwin und Wettarena. Das bedeutet, dass die Pioniere fünf Jahre Erfahrung im deutschen Lizenz-System haben, die Spätstarter (LeoVegas, MERKUR BETS, Bet3000) entsprechend weniger. Bei den Inhabern zeigen sich drei große Konzerngruppen: bwin (Entain), Betway (Super Group), die Novomatic-Gruppe hinter AdmiralBet. Wer einen Anbieter mit konzernweiter Compliance-Routine sucht, ist hier richtig; wer einen unabhängigen Mittelständler sucht, ist bei kleineren Namen wie Interwetten, Wettarena oder Tiptorro.
Was die PayPal-Frage betrifft, sind drei Fälle klar dokumentiert: Winamax und AdmiralBet nennen PayPal mit Mindesteinzahlung 15 €; Wettarena nennt PayPal mit Mindesteinzahlung 10 €. Für die übrigen sieben Marken ist die PayPal-Verfügbarkeit in der jeweiligen Hilfeseite zu prüfen. Was sich nicht aus den Hilfeseiten herauslesen lässt, ist das Volumen: Hat ein Anbieter PayPal nur, weil es die Plattform anbietet, oder weil er das eingerichtet hat? Eine pauschale Antwort lässt sich nicht geben.
Risikohinweise und der Umgang mit der PayPal-Anbindung
Wer mit PayPal wettet, sollte drei Dinge im eigenen Hausregel-Buch führen: Erstens, das PayPal-Konto muss auf den eigenen Namen lauten – das ist nicht verhandelbar, und wer ein Geschäftskonto oder Partnerkonto nutzt, fällt aus der Lizenz. Zweitens, eine Auszahlung auf PayPal ist nur möglich, wenn zuvor mit demselben PayPal-Konto eingezahlt wurde – wer mit Kreditkarte einzahlt und später auf PayPal auszahlen will, hat Pech. Drittens, das 1.000-€-Monatslimit gilt kumuliert über alle Anbieter – wer parallel bei drei lizenzierten Häusern spielt, fällt durch die Aktivitätsdatei.
Bei der Steuerfrage hilft eine einfache Faustregel: Wer vor der Wette die AGB liest, sieht, ob der Anbieter die Steuer im Gewinnfall einbehält oder bereits von der Quote abzieht. Beides ist legal, beides reduziert die Auszahlung – die Frage ist nur, wo der Abzug sitzt. Wer für sich eine Übersicht behalten will, rechnet sich für eine Beispielwette aus, was nach Abzug übrig bleibt.
Bei einer Sperre greift OASIS sofort – wer sich selbst sperren will, geht über den Anbieter seines Vertrauens, und die Sperre gilt für alle lizenzierten Anbieter. Eine Selbstaussperrung mit genannter Frist dauert mindestens drei Monate, eine ohne Frist mindestens ein Jahr. Wer den Panikbutton drückt, ist 24 Stunden gesperrt – die Sperre wird nicht automatisch verlängert, sie ist eine Notbremse und kein Ausschluss.
Wer bei einem Anbieter spielt, der nicht auf der GGL-Whitelist steht, hat keinen Zugriff auf OASIS oder LUGAS, keine deutsche Rechtsdurchsetzung und keine verbindliche Auszahlung. Im Worst Case hat der Anbieter seinen Sitz in einer Jurisdiktion, in der deutsche Gerichtsurteile nicht durchsetzbar sind. Das ist die Stelle, an der die Werbung „PayPal-akzeptierend“ in Werbung falsch wird: Sie suggeriert Aufsicht, wo nur ein Zahlweg gemeint ist.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit PayPal
Welche Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis akzeptieren PayPal?
Von den hier verglichenen GGL-lizenzierten Anbietern nennen Winamax und AdmiralBet PayPal als Zahlungsmethode mit 15 € Mindesteinzahlung; Wettarena akzeptiert PayPal mit 10 € Mindesteinzahlung. Ob weitere Marken der Liste PayPal führen, ist über deren Hilfeseiten zu prüfen. Eine deutsche Erlaubnis prüft die Whitelist der GGL, nicht das Logo im Einzahlungsmenü.
Wie schnell wird eine Auszahlung auf PayPal gebucht?
AdmiralBet gibt für PayPal-Auszahlungen wochentags 24 Stunden Bearbeitungszeit an, vorausgesetzt das Konto ist verifiziert. Betway nennt für die Paysafecard weniger als 24 Stunden auf das MyPaysafe-Konto. Vom PayPal-Konto aufs Bankkonto dauert es bei kostenloser Auszahlung in der Regel einen weiteren Werktag. Wer auf Schnelligkeit angewiesen ist, prüft die AGB des jeweiligen Anbieters.
Warum muss das PayPal-Konto auf den eigenen Namen lauten und warum funktioniert eine Auszahlung nur auf das PayPal-Konto, mit dem eingezahlt wurde?
Das ist die Folge von § 6b Abs. 4 GlüStV in Verbindung mit dem Geldwäschegesetz: Auszahlungen dürfen nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem verpflichteten Institut erfolgen. Die „PayPal-zur-PayPal“-Regelung ist die deutsche Operationalisierung – sie verhindert, dass eingezahltes Geld auf Dritte umgeleitet wird. Wer das Konto teilen will, fällt durch.
Wie läuft eine Wette auf den Super Bowl mit PayPal ab, und welche Einschränkungen gelten bei Live-Wetten?
Beim Super Bowl kann auf den Sieger, mit Handicap oder auf eine Wettkombination gesetzt werden, sofern die Veranstaltung im GGL-Sportwettprogramm enthalten ist. Live-Wetten sind während des Spiels nur auf das Endergebnis oder auf „nächstes Tor / nächster Satz / nächste vergleichbare Komponente“ erlaubt, und das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen – ein NFL-Spiel ist mit Touchdowns kein „nächstes Ereignis“-Markt. Bezahlt wird wie bei jeder anderen Wette mit dem eingezahlten PayPal-Guthaben.
Warum ist eine PayPal-Zahlung allein kein Beleg für eine deutsche Erlaubnis?
PayPal akzeptiert jeden Vertragspartner, der die PayPal-Hausregeln erfüllt. Eine deutsche Erlaubnis erteilt die GGL – die Prüfung erfolgt über die Whitelist, nicht über die Zahlungsmethode. Wer „PayPal-akzeptierend“ mit „lizenziert“ verwechselt, unterläuft den eigentlichen Schutzmechanismus. Geprüft wird über die Whitelist-Eintragung der Domain mit dem Datum der Ersterlaubnis.
Welche Rolle spielt das 1.000-€-Einzahlungslimit und OASIS, wenn mit PayPal eingezahlt wird?
Das 1.000-€-Limit pro Kalendermonat gilt über alle lizenzierten Anbieter hinweg, unabhängig vom Zahlweg – wer parallel spielt, fällt durch die LUGAS-Aktivitätsdatei. OASIS prüft bei Registrierung und Login; eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, sonst ein Jahr. Der Panikbutton sperrt 24 Stunden. PayPal ist hier neutral – die Sperre liegt beim Wettkonto, nicht beim Bezahldienst.
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