French Open 2026 wetten – was Roland Garros für Tipper kostet

Updated Oktober 2026
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Die French Open 2026 sind gelaufen, das Herreneinzel gewann Alexander Zverev, das Dameneinzel Mirra Andrejewa, und die Quoten vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 sind Geschichte. Wer jetzt nachvollziehen will, wie der Markt Tickt, warum Handicap und Tiebreak auf Sand eigene Wettmärkte erzeugen und was das deutsche Recht aus einem Tennistipp macht, ist hier richtig. Stand: 17. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und gegen deren Warnung vor illegalen Angeboten vom 17. September 2026.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Was die French Open als Wettmarkt ausmacht

Die French Open sind nicht Wimbledon. Sand verlängert Rallys, verschiebt die Quote Richtung Serve-and-Volley-Verlierer und macht Comebacks wahrscheinlicher als auf Rasen. Wer auf Paris wettet, wettet auf einen Belag, der eigene Spielzeiten produziert: lange Ballwechsel, drei Sätze statt zwei bei den Herren, beim Stand von 6:6 ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, auf den sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einigten. Diese eine Satzregel entscheidet, ob ein Handicap von −1,5 Sätzen bei den Damen Sinn ergibt oder bei den Herren über drei Gewinnsätze reines Glück ist.

Hinzu kommt die Struktur des Turniers. Qualifikation, Hauptfeld und Finalwochenende staffeln die Wettmärkte in Wellen. Siegerquoten gibt es schon Monate vorher, Rundenquoten ab dem Hauptfeld, Livewetten erst ab dem ersten Aufschlag. Wer auf den Turniersieger wettet, sitzt auf einer Position, die sich über Wochen verändert, weil Verletzungen und Formkurven den Markt bewegen. Wer auf das Finale wettet, sitzt auf einer Quote, die sich binnen zwei Stunden drehen kann, wenn ein Satz kippt.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel Chris Evert mit 7. Beide Namen sind der Maßstab, an dem die Buchmacher ihre langfristigen Siegerquoten messen, und beide zeigen, wie wenige Spielerinnen und Spieler dieses Turnier tatsächlich dominieren. Eine Quote unter 3,00 vor Turnierbeginn ist auf Paris selten; eine über 30,00 häufig.

Die French Open werden seit 1891 ausgetragen, zuerst als „Championnat de France international de Tennis“. Veranstalter ist heute der Weltverband ITF, Austragungsort das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris. Das Gesamtpreisgeld der Ausgabe 2026 betrug 61.723.000 €, die Einzelsieger erhielten jeweils 2.800.000 €. Wer diese Zahlen kennt, sieht, warum die Top-Spielerinnen und Top-Spieler das Turnier nicht absagen, und warum die Buchmacher ihren Favoriten trotzdem nicht blind trauen.

Rechtslage: nur die Whitelist zählt

Tenniswetten in Deutschland sind unkompliziert geregelt. Erlaubt ist, was die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder erlaubt hat. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist, und jede Wette, die nicht über einen dort eingetragenen Anbieter läuft, ist unerlaubtes Glücksspiel. Eine .de-Domain allein beweist nichts. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Bedeutung. Was zählt, ist allein der Eintrag auf der Whitelist mit dem passenden Produkt „Sportwetten“.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Rechtsgrundlage ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Erlaubnisse erteilt die GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und überwacht den Markt nach § 28a. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, die Whitelist verzeichnet nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum. Wer wissen will, ob sein Anbieter für Tennis wetten darf, schlägt dort nach und prüft, ob die Domain, die er gerade öffnet, exakt unter der Sportwetten-Erlaubnis des Halters geführt wird. Eine Casino-Erlaubnis, eine Poker-Erlaubnis oder eine Automatenspiel-Erlaubnis sagt nichts über das Sportwetten-Angebot aus.

Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und in diesem Zusammenhang explizit die Marke Platincasino genannt. Wer dort spielt, spielt ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS-Anschluss, ohne LUGAS-Limit und ohne deutsche Handhabe, wenn der Anbieter nicht auszahlt.

Die zivilrechtliche Seite ist in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Geklagt hatte ein Spieler, der von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückforderte. Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das Urteil steht aus. Kein Leser dieses Textes sollte sich darauf verlassen, dass ihm irgendein Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlt.

Was auf der Whitelist erlaubt ist und was nicht

Die Whitelist führt aktuell 30 Einträge, davon 27 Halter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere nur für Pferdewetten. Eine Whitelist-Erlaubnis deckt nicht automatisch alles ab, was ein Anbieter im Programm hat. Wer Sportwetten anbietet, muss unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt sein. Wer nebenher Slots, Poker oder Casino anbietet, braucht eine eigene Erlaubnis, und die Regeln unterscheiden sich.

Wetten dürfen nur auf erlaubte Ereignisse geschlossen werden. Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorkommnisse innerhalb dieses Ereignisses, einzeln oder in Kombination. Livewetten sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf die nächste vergleichbare Einheit erlaubt, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind: das nächste Tor im Fußball ja, der nächste Satz im Tennis ja, der nächste Punkt im Tennis nein, der nächste Korb im Basketball nein. Was unter „vergleichbar“ fällt, entscheidet die GGL über das erlaubte Sportwettprogramm, und sie macht davon Gebrauch.

Nicht erlaubt sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. In der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Ama­teursport, und dort wird kein Markt eröffnet. Manipulationanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind kein Glücksspielgegenstand. Auf E-Sport kann in Deutschland nicht gewettet werden, weil die GGL E-Sport nicht als Sport anerkennt. Zu virtuellen Sportarten schweigt die Aufsicht; eine belastbare Aussage lässt sich nicht treffen, also bleibt sie hier außen vor.

Cash Out kennt das Gesetz nicht. Es ist eine reine Funktion der Anbieter, und ihre Regeln dazu stehen in deren allgemeinen Geschäftsbedingungen. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht.

Spielerschutz: was das Limit, die Sperre und der Panikbutton wirklich bringen

Wer in Deutschland legal wettet, ist Teil eines Schutzsystems, das aus drei Bausteinen besteht: einem monatlichen Einzahlungslimit, einer Sperrdatei und einer Verifizierungspflicht. Das Einzahlungslimit steht standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die zentrale Limitdatei LUGAS. Eine Erhöhung ist nur gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich, eine Eigenerklärung genügt nicht, und eine Anhebung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam, eine Senkung sofort. Wer sein Limit umgeht, indem er bei mehreren Anbietern parallel spielt, verstößt gegen § 6h, und Parallel­spiel wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei erkannt.

Die Sperrdatei heißt OASIS. Sie wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, wählt eine Frist von mindestens drei Monaten, ansonsten gilt die Mindestsperrdauer von einem Jahr. Wer in OASIS eingetragen ist, bekommt in keinem Whitelist-Anbieter ein Konto und keine Wette.

Wer 18 Jahre alt ist, darf spielen. Wer noch nicht verifiziert ist, hat nach § 6a höchstens 72 Stunden Zeit, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Danach wird das Konto stillgelegt, bis die Identität feststeht. Die Verifizierung läuft über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen, und genau das schließt Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus dem legalen Markt aus.

Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt. Wer eine Auszahlung nicht innerhalb dieser Frist erhält, kann sich an die GGL wenden.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 setzt eine sofortige Sperre von 24 Stunden, in der kein Anbieter ein Login duldet. Danach gilt wieder der normale Zugang, es sei denn, der Spieler hat sich in der Zwischenzeit selbst für länger gesperrt.

Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Erlaubnis spielt, ist an keinem dieser Mechanismen angeschlossen. Kein OASIS, kein LUGAS, kein Treuhandschutz, kein fünf-Tage-Auszahlungsversprechen, kein Panikbutton. Das ist der Preis eines höheren Limits.

Wettmärkte auf Paris: Sieger, Satz, Handicap

Wer bei einem deutschen Anbieter auf die French Open wettet, sieht im Wesentlichen vier Markttypen. Sieger- und Turnierwetten sind die offensichtlichen, daneben stehen Rundenwetten, Satzwetten und Handicap-Märkte, und im Spiel selbst die Livewetten im engen Rahmen des Erlaubten.

Die Siegerwette vor dem Turnier ist die einfachste Form. Eine Quote von 2,10 auf einen Spieler heißt: Bei einem Einsatz von 10 € zahlt der Anbieter im Erfolgsfall 21 € zurück, der Reingewinn ist 11 €. Diese Quoten schwanken über Wochen, weil Buchmacher auf Verletzungen, Absagen und Formkurven reagieren. Wer früh kauft, übernimmt das Risiko der langen Ungewissheit, wer spät kauft, bezahlt dafür mit einer niedrigeren Quote, falls die Spielerin oder der Spieler noch im Turnier ist. Der Markt hat eine eingerechnete Marge, und sie schlägt auf jede Quote durch.

Die Satzwette zerlegt ein Match in seine Bestandteile. Wer auf den Gewinn des ersten Satzes wettet, wettet auf ein Ereignis, das in der Regel 30 bis 60 Minuten dauert. Bei den Herren gewinnt, wer drei Sätze zuerst erreicht hat, bei den Damen zwei. Das Handicap verschiebt diese Schwelle: Ein Handicap von −1,5 Sätzen bei den Damen bedeutet, dass die Spielerin das Match 2:0 gewinnen muss, bei den Herren mit −1,5 Sätzen muss sie 3:0 gewinnen, was selten genug ist, dass die Quote hoch ausfällt. Ein Handicap von +1,5 Sätzen ist die Wette auf einen Satzverlust, ohne den Ausgang des Matches vorhersagen zu müssen.

Das Gesamtmarktangebot unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Wer auf Satzgenauigkeit wettet, exakt 3:1 oder 2:0, findet diese Märkte nicht überall, und wer auf Tiebreak wettet, ob im Match ein Tiebreak gespielt wird, schon gar nicht. Bei den Livewetten beschränkt sich das Erlaubte auf das nächste vergleichbare Ereignis, und das ist auf Sand der nächste Satz, nicht der nächste Punkt. Wer auf den nächsten Ball wettet, ist bei einem lizenzierten Anbieter falsch.

Die Quote trägt die Marge des Marktes. Eine faire Wette hat eine Auszahlungsquote von 100 %, das heißt, alle Einsätze werden ohne Abzug zurückgezahlt. Eine Quote von 1,90 auf jede Seite eines Zweiwege-Marktes ergibt eine Auszahlungsquote von 1 geteilt durch 1/1,90 plus 1/1,90, also 0,95 oder 95 %. Der Buchmacher behält 5 % auf jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird. Das ist kein Zufall, das ist die Spanne, mit der dieser Markt arbeitet.

Quoten lesen: was die Marge über einen Markt verrät

Eine Quote ist kein Tipp. Sie ist das Verhältnis zwischen Einsatz und Auszahlung, und sie enthält zwei Dinge: die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ereignis beimisst, und die Marge, die er sich nimmt. Wer Quote und Wahrscheinlichkeit verwechselt, versteht nicht, warum die Lieblingsquote eines Spielers in Wahrheit niedriger ist als sein tatsächlicher Vorteil.

An einem Zweiwege-Markt mit Quote 1,90 auf jede Seite ergibt die Auszahlungsquote rechnerisch etwa 95 % (ein Bereich von 92 % bis 97 % ist marktüblich), die Marge 5 %. Das bedeutet: 5 € von 100 € Einsatz, die über diesen Markt laufen, behält der Anbieter, 95 € werden ausgeschüttet. Bei einem Dreiwege-Markt mit Quoten 2,20, 3,40 und 3,60 addieren sich die Kehrwerte 0,4545, 0,2941 und 0,2778 zu 1,0265, die Auszahlungsquote liegt bei knapp 97,4 %, die Marge bei etwa 2,6 %. Bei Quoten 1,50, 4,50 und 6,50 addieren sich die Kehrwerte zu 1,1649, die Marge liegt bei 16,5 %, was auf einen Markt hinweist, bei dem der Buchmacher entweder schlecht rechnet oder sich besonders viel nimmt. Wer die Quoten addiert, sieht den Markt.

Wer auf zwei oder mehr Spiele Kombiwetten setzt, multipliziert die Quoten, die Marge des Marktes vervielfacht sich entsprechend. Eine Kombiwette aus zwei Märkten mit je 5 % Marge hat eine kombinierte Marge, die deutlich über 10 % liegt, weil die Marge nicht linear addiert, sondern sich auf die Auszahlungsquote des Gesamtscheins auswirkt. Je länger die Kombination, desto größer der Hausvorteil pro Euro Einsatz. Die Quote sieht verlockend aus, der Erwartungswert sinkt mit jeder weiteren Beine.

Die Auszahlungsquote zeigt, was der Markt langfristig zurückgibt. Sie ist das einzige objektive Maß, das zwischen zwei Anbietern vergleicht, weil die einzelne Quote sich je nach Modell des Bookmakers unterscheidet. Wer zwei Anbieter mit 96 % und 94 % Auszahlungsquote auf demselben Markt vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Größenordnungen von Hausvorteil, und die 2 % Differenz entscheiden über den Erwartungswert jeder Wette.

Livewetten auf Sand: was erlaubt ist und warum

Livewetten sind die spannendste Form der Tenniswette und die streng regulierte. Auf Sand dauern Punkte länger, Ballwechsel sind physisch fordernder, und der Spielrhythmus lädt zu spontanen Wetten ein. Das deutsche Recht lässt nur einen engen Ausschnitt davon zu.

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis während des laufenden Spiels und auf den nächsten Satz. Der nächste Punkt, der nächste Ballwechsel oder das nächste Aufschlagspiel sind als Wettgegenstand im Live-Format nicht zugelassen, weil sie in zu kurzen Intervallen fallen und manipulationsanfällig sind. Ein Anbieter, der diese Märkte anbietet, verlässt den Boden der deutschen Erlaubnis, und sein Whitelist-Status hilft ihm nicht.

Was technisch funktioniert, ist die Livewette auf den nächsten Satz. Wer sieht, dass ein Spieler den ersten Satz klar abgegeben hat und der zweite Satz zu kippen droht, kann auf den Gewinn des zweiten Satzes wetten. Wer auf das Match wettet, kann das mit der Funktion „vor Matchbeginn“ oder „live“ tun, und die Quote wird sich nach dem ersten Satz deutlich verschoben haben.

Wer einen Cash Out anbietet, bietet eine Funktion des Anbieters, kein gesetzliches Recht. Cash Out heißt, dass der Anbieter dem Spieler den aktuellen Wert der Wette zu einer von ihm selbst gesetzten Quote anbietet, und es ist eine Frage der AGB, unter welchen Bedingungen und mit welchen Limits diese Funktion zur Verfügung steht. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert die Konditionen des Anbieters, nicht den Markt.

Sportwettensteuer: wer zahlt, wie viel, und was davon beim Spieler ankommt

Die Sportwettensteuer ist eine Sache der Anbieter, nicht der Spieler. Sie steht in §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, das sind 5,3 % auf 100/105,3 des Einsatzes, also rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende.

Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere verrechnen sie im Gewinn, wieder andere werben damit, dass sie die Steuer nicht erheben. Winamax wirbt im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist ein Werbeversprechen, kein Verzicht auf die gesetzliche Steuer; es bedeutet, dass der Anbieter sie aus seiner Marge trägt, nicht, dass die Steuer entfällt.

Wer als Spieler wissen will, was seine Wette kostet, schaut in die AGB des Anbieters. Die Steuer ist immer 5,3 % des Bemessungsgrundlage, aber sie kann als Abzug vom Gewinn, als Abzug vom Einsatz oder als Netto-Ausweis erscheinen. Wer 10 € auf Quote 2,10 setzt und die Steuer wird vom Gewinn abgezogen, bekommt 21 € minus 0,53 € ausgezahlt, also 20,47 €. Wer die Steuer vom Einsatz abgezogen bekommt, wettet effektiv nur 9,47 €, gewinnt aber den vollen Gewinn auf 10 € Einsatz. Beide Modelle sind im Markt zu finden, und nur die AGB verraten, welches Modell gilt.

Wer eine Wette bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis abschließt, zahlt die Steuer trotzdem. Die Steuer ist nicht an die Erlaubnis gekoppelt, sondern an das Angebot von Sportwetten im Geltungsbereich des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Die Zahlung der Steuer durch einen Anbieter belegt keine Lizenz.

Werbung, Bonusbedingungen und das, was auf der Seite steht

In Deutschland dürfen nur Inhaber einer Erlaubnis für Sportwetten werben. Wer bei einem Anbieter ohne Erlaubnis spielt, sieht dort nicht nur ein rechtliches Risiko, sondern auch Werbung, die gegen § 5 Abs. 7 GlüStV verstößt. Für Sportwetten selbst gilt keine Sendezeitbeschränkung wie für Slots und Online-Casino, sehr wohl aber: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses in demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen, Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Bonushöhen, Umsatzfaktoren und Mindestquoten stehen nicht im Gesetz. Das ist eine bewusste Entscheidung des Verordnungsgebers; der GlüStV 2021 schreibt keine Obergrenze für Boni und keinen Mindestumsatz vor. Was ein Anbieter anbietet, ist seine Sache, und seine Bedingungen stehen in den AGB. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen lesen, nicht das Werbeversprechen.

Der Werbeversprechen-Ton ist bekannt. „100 % Bonus“, „gratis Wette“, „risikofreier Tipp“ — jeder dieser Sätze verlangt ein Detailstudium. Eine Gratiswette ist in der Regel eine Freiwette, deren Einsatz im Erfolgsfall nicht zurückgezahlt wird. Ein „risikofreier“ Tipp ist oft ein Tipp, der im Verlustfall als Freiwette zurückkommt, nicht als Bargeld. Ein Bonus, der 100 % auf die Einzahlung verspricht, hat in der Regel einen Umsatzfaktor, eine Mindestquote und eine Frist. Wer das übersieht, verliert den Bonus.

Die wichtigste Kennzahl eines Bonus ist der erwartete Verlust, nicht die Bonushöhe. Wer 100 € Bonus erhält und 1.000 € bei einer Mindestquote von 1,80 umsetzen muss, setzt 1.000 € auf einem Markt mit einer Marge von vielleicht 5 % um, und sein erwarteter Verlust liegt bei 50 €. Wer den Bonus annimmt, tauscht 100 € Bonus gegen 50 € erwarteten Verlust, und das ist nur dann ein Geschäft, wenn die Marge des Marktes niedriger und die Frist lang genug ist.

Anbieter im Vergleich: was die zehn Whitelist-Sportwettanbieter unterscheidet

Die folgende Tabelle führt die zehn Sportwetten-Anbieter auf, die auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, in der Reihenfolge, in der die Whitelist sie verzeichnet. Sie ist keine Empfehlung, sondern ein Statusbericht. Alle Angaben zu Erlaubnissen beziehen sich auf den Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten, Inhaber Interwetten Gaming Limited (Sliema, Malta) 02.11.2020
ODDSET GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH (Regierungspräsidium Darmstadt, Bescheid 15.12.2022) 18.11.2020
Sportingbet GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro, Inhaber Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
AdmiralBet GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet, Inhaber Greentube Betting Malta Limited (Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024) 09.10.2020
Winamax GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Winamax, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
bet-at-home GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet, Inhaber DZBT Operations Limited (Zebbug, Malta) 22.08.2023
888sport GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für 888sport, Inhaber 888 Germany Limited, Teil der 888 Holdings PLC (Gibraltar, London Stock Exchange seit September 2005) 30.06.2021
NEO.bet GGL-Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Die Tabelle zeigt, wer eine Erlaubnis hat, und seit wann. Sie zeigt nicht, wie hoch die Quoten sind, wie tief das Wettprogramm geht oder wie zügig Auszahlungen laufen. Das ist Absicht: Quoten schwanken täglich, das Wettprogramm ist je nach Saison unterschiedlich, und Auszahlungszeiten sind Vertragssache zwischen Anbieter und Zahlungsdienstleister. Wer hier vergleichen will, öffnet zwei Anbieter nebeneinander und schaut auf das konkrete Match.

Was die Tabelle auch zeigt: Die Inhaber sitzen in Malta oder sind deutsche GmbHs mit maltesischem Mutterhaus. Eine deutsche GmbH-Erlaubnis heißt nicht, dass der Anbieter in Deutschland Steuern zahlt, und eine maltesische Gesellschaft ist im Whitelist-Eintrag der Inhaber, die Erlaubnis ist die deutsche. Wer auf den Sitz schaut, sieht den Sitz des Halters, nicht den Sitz des Rechts.

Interwetten

Interwetten ist einer der ältesten Namen im europäischen Sportwetten-Geschäft und führt die Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, die Folgeerlaubnis datiert auf den 27. Dezember 2022. Die Plattform deckt ein breites Wettprogramm ab, inklusive Tennis, und gehört zu den Anbietern, die in der deutschen Whitelist-Landschaft als feste Größe gelten. Für French-Open-Tipper bedeutet das: Sieger-, Satz- und Handicap-Märkte in der Regel verfügbar, Livewetten im Rahmen des Erlaubten, also auf das nächste vergleichbare Ereignis. Wer einen klassischen, deutsch-lizenzierten Anbieter mit langer Historie sucht, ist hier richtig.

ODDSET

ODDSET ist die Marke des deutschen Glücksspielmarkts, die am stärksten mit dem staatlichen Vertrieb verbunden ist. Der Inhaber, die Oddset Sportwetten GmbH, hat ihre Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erhalten, die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 18. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Marke steht für ein Wettprogramm, das stärker am Mainstream-Markt ausgerichtet ist, Fußball und die großen Tennis-Turniere. Für French-Open-Tipper heißt das: solide Abdeckung der Hauptspiele, weniger Tiebreak- und exakte-Satzwetten als bei spezialisierten Anbietern. Wer einen Anbieter mit deutscher Verwaltungs-Tradition und überschaubarem Wettprogramm sucht, ist hier richtig.

Sportingbet

Sportingbet bietet im Wettprogramm einen „Konfigurator+“ für Kombiwetten und Live-Wetten, dazu die übliche Breite an Sportarten: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Für French-Open-Tipper ist die Kombiwetten-Funktion interessant, weil sie das Übliche übersteigt, sie ist aber kein Ersatz für ein tiefes Satzwetten-Programm. Wer einen Anbieter mit Schwerpunkt auf Live-Wetten und Konfigurator sucht und mit den Standard-Tennis-Märkten zufrieden ist, ist hier richtig.

Tiptorro

Tiptorro gehört zum Tipico-Ökosystem, ist aber eine eigene Marke mit eigener Whitelist-Erlaubnis. Die App wird im Apple App Store von der Torro Tec Limited in Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Für French-Open-Tipper bedeutet das: ein auf den Mainstream ausgerichtetes Wettprogramm mit Fokus auf die Top-Spiele, eine mobile App, die im deutschen Markt stark vertreten ist, und kein besonders tiefes Tennis-Spezialprogramm. Wer einen Anbieter mit starker App und Mainstream-Tennis sucht, ist hier richtig.

AdmiralBet

AdmiralBet ist die Sportwetten-Marke der Greentube-Gruppe, die wiederum zur Novomatic-Gruppe gehört. Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024, also einer der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnisverlängerung im Feld. Auf slots.admiralbet.de gibt es eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. September 2022, was zeigt, dass hier mehrere Produkte unter einer Holding laufen, aber getrennte Erlaubnisse bestehen. Für French-Open-Tipper heißt das: solides Wettprogramm mit Mainstream-Märkten, ein Anbieter mit starker Automaten-Geschichte. Wer einen Anbieter mit lizenzierter Spielautomaten-Schiene zusätzlich zum Sport sucht, ist hier richtig.

Winamax

Winamax ist die Ausnahmeerscheinung im Feld. Die Marke stammt aus Frankreich, der Inhaber WINAMAX ist eine Société anonyme, die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 29. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“, bezogen auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer Tennis-Quoten vergleicht, sollte Winamax in den Vergleich aufnehmen. Hinzu kommt Winamax TV, ein Live-Stream-Angebot im Kundenkonto, das Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS zeigt, dazu alle vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL. Für French-Open-Tipper ist das Live-Angebot im eigenen Konto relevant, weil es die Livewette auf den nächsten Satz ohne Bildschirmwechsel ermöglicht. Wer einen Anbieter mit Tennis-Live-Streams und einer werblichen Quotenaussage sucht, ist hier richtig.

bet-at-home

Bet-at-home gehört zu den erfahrensten Anbietern im Feld, Whitelist-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Auf bet-at-home gibt es eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Für French-Open-Tipper heißt das: klassisches Wettprogramm mit Fokus auf die Top-Spiele, solide Tennis-Abdeckung, kein spezialisiertes Tennis-Tiebreak-Programm. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und solidem Mainstream sucht, ist hier richtig.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Anbieters DAZN, der Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 22. August 2023, also einer der jüngsten Erlaubnisse im Feld. Für French-Open-Tipper bedeutet das: ein junger Anbieter mit Streaming-Hintergrund, dessen Wettprogramm noch im Aufbau ist. Wer einen Anbieter mit Streaming-Anbindung sucht und akzeptiert, dass die Tennis-Tiefe schmaler sein kann als bei spezialisierten Anbietern, ist hier richtig.

888sport

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Whitelist-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022, Inhaber in Deutschland ist die 888 Germany Limited. Für French-Open-Tipper heißt das: ein international aufgestellter Anbieter mit Mainstream-Wettprogramm, solider Tennis-Abdeckung und keiner besonderen Tiefe im Spezialmarkt. Wer einen internationalen Anbieter mit klassischem Sportwetten-Programm sucht, ist hier richtig.

NEO.bet

NEO.bet ist die jüngere Marke im Feld, Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022, Inhaber ist die Greenvest Betting Limited. Für French-Open-Tipper heißt das: ein Mainstream-Anbieter mit deutschem Fokus und Standard-Wettprogramm. Wer einen schmaleren, deutsch-lizenzierten Anbieter mit den üblichen Tennis-Märkten sucht, ist hier richtig.

French Open 2026 in Zahlen

Die Ausgabe 2026 ist gelaufen. Wer auf sie zurückschaut, sieht die Bedingungen, unter denen die Quoten entstanden sind. Austragungszeitraum 24. Mai bis 7. Juni 2026, Hauptfeld auf Sand, Endspiele auf dem Court Philippe-Chatrier. Gesamtpreisgeld 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber 2025. Einzelsieger im Herren- und Dameneinzel erhielten jeweils 2.800.000 €.

Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals stehen für unterschiedliche Pfade: Zverev als Spieler, der den Sprung auf seinen ersten Paris-Titel schaffte, Andrejewa als Spielerin, die ihre zweite Grand-Slam-Karriere mit einem Final­sieg gegen eine Qualifikantin krönte. Wer vor dem Turnier auf Zverev oder Andrejewa wettete, hatte die Saison-Kurve richtig eingeschätzt.

Wer die Buchmacher im Vorfeld beobachtet hat, sah die Siegerquoten auf Zverev im Bereich von 6,00 bis 8,00, auf Cobolli weit dahinter. Andrejewa war vor dem Turnier unter den Top-Ten-Quoten, Chwalińska, eine Qualifikantin, hatte Außenseiter-Quoten, die sich über die Finalwoche stabilisierten. Das sind die nachträglichen Werte, nicht die damaligen Marktbewegungen.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Das Herreneinzel entschied Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli für sich, das Dameneinzel Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Endspiele fanden auf dem Court Philippe-Chatrier im Stade Roland Garros statt, das Herren-Endspiel am Sonntag, 7. Juni 2026, das Damen-Endspiel am Samstag zuvor. Für die Wette bedeutet das: Wer auf einen dieser beiden Namen vor dem Turnier gesetzt hat, hatte Paris richtig eingeschätzt, und wer eine Qualifikantin im Finale gewettet hat, hatte ein statistisches Außenseiter-Ereignis.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?

Die Siegwette wettet auf den Ausgang des gesamten Matches oder des gesamten Turniers, die Satzwette auf den Ausgang eines einzelnen Satzes, die Handicapwette auf einen fiktiven Vorsprung oder Rückstand. Auf Sand ist die Satzwette wegen der längeren Rallys und der Comeback-Wahrscheinlichkeit volatiler als auf Rasen, und die Handicapwette hängt am Modus: Bei den Damen sind zwei Gewinnsätze üblich, ein Handicap von −1,5 Sätzen heißt eine 2:0-Pflicht, bei den Herren mit drei Gewinnsätzen heißt dasselbe Handicap eine 3:0-Pflicht, was selten genug ist, dass die Quote hoch ausfällt.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis während des laufenden Spiels und auf den nächsten Satz. Der nächste Punkt, der nächste Ballwechsel oder das nächste Aufschlagspiel sind nicht erlaubt. Wer auf Sand auf den nächsten Satz wettet, hat in der Regel 30 bis 60 Minuten Zeit, bis das Ergebnis feststeht, und die Quote bewegt sich mit dem Spielverlauf. Ein Anbieter, der Punkt-für-Punkt-Livewetten anbietet, bewegt sich außerhalb der deutschen Erlaubnis.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Eine Wette zu Quote 2,10 auf 10 € Einsatz zahlt 21 € brutto zurück, der Reingewinn ist 11 €. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler, und ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab, andere vom Einsatz, wieder andere tragen sie aus der Marge. Wer eine Wette platziert, sollte in den AGB des Anbieters nachlesen, welches Modell gilt, weil die effektive Quote sich dadurch verschiebt.

Woran erkennt man auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist ist die einzige Quelle. Sie ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffentlich einsehbar und führt jeden Erlaubnisinhaber mit Domain, Produkt und Datum der Erteilung. Eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten steht explizit als „Sportwetten“ in der Produktzeile. Eine .de-Domain, eine Malta-Lizenz oder ein Werbeversprechen sind kein Ersatz für den Whitelist-Eintrag. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt.

Inhalt erstellt vom Team «grandslamwetteninfo.com»