Radsport-Wetten 2026: Was deutsche Buchmacher zeigen und was sie einen kostet
Wer in Deutschland auf die Tour de France, Mailand–San Remo oder eine WorldTour-Etappe setzen will, trifft zuerst auf eine regulatorische Sortierung: Buchmacher mit GGL-Erlaubnis auf der Whitelist, alles andere rechtlich Schwarzbetrieb. Diese Seite sortiert beides auseinander und misst am Rand, was beide Seiten vom Einsatz übrig lassen – die Marge steckt in jeder Quote und entscheidet, was vom Risiko beim Wettenden ankommt.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Wie Radsport-Wetten in Deutschland aufgebaut sind
Radsport ist im Wettprogramm der lizenzierten Buchmacher keine Schwerpunktdisziplin. Die Saison läuft von Februar mit den Frühjahrsklassikern – Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907) – über die WorldTour-Rennen bis zur Tour de France im Juli und endet mit den Rundfahrten im Herbst. Wer live wetten will, spielt damit gleichzeitig gegen zwei Sortierungen: die der Veranstalter und die der deutschen Aufsicht.

Ein Radrennen verlangt mehr Übersetzung als ein Fußballspiel. 20 Etappen Tour de France mit jeweils rund 150 Startern, Weltcup-Grand-Prix und Eintagesklassiker ergeben pro Saison hunderte möglicher Zielsituationen. Buchmacher bilden deshalb nur einen schmalen Ausschnitt ab – Etappensieger, Gesamtwertung, Podium, die Trikotwertungen. Innerhalb jeder Etappe sind die Hauptmärkte Ergebniswetten, also Sieg, Podium und Head-to-Head-Duell zweier Fahrer. Detailliertere Märkte wie Bergwertung-Führender nach Etappe X oder Teamwertung finden sich, sind aber nicht überall durchgängig geführt.
Die Diskriminierung zwischen Buchmachern ist klein, aber spürbar. Manche Anbieter listen Etappen erst zwei Tage vorher, andere öffnen mit Startankündigung. Einige zeigen Spezialmärkte zum Auftakt (Bergwertung, Nachwuchswertung), andere beschränken sich auf Sieg und Top-3. Wer vor der Saison vergleicht, sollte nicht nur auf das Wettprogramm achten, sondern auch darauf, wie weit im Voraus die Quoten stehen.
Wetten auf Radsport bei einem Whitelist-Anbieter setzen Spieler einer weiteren Selektion aus. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder untersagt Live-Wetten auf Zwischensituationen normaler Punkterennen. Was bleibt, ist das Endergebnis; was bei Rennen mit seltenen Ereignissen möglich ist (nächstes Solo, nächster Sturz), hängt von der jeweiligen Erlaubnis ab und gehört zur Regel-Diskussion unten.
Wer in Deutschland legal Radsport-Wetten annehmen darf
In Deutschland regelt seit 1. Juli 2021 der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) das Sportwetten-Angebot im Internet. Die zentrale Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, organisiert die Whitelist und führt die Limitsysteme. Eine Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV berechtigt zur Vermittlung von Online-Sportwetten an deutsche Kunden.

Die Whitelist ist das einzige gültige Prüfzeichen. Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf wetten – Stand der Liste 02.10.2026. Sie umfasst 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis und 3 reine Pferdewetten-Anbieter; jede gelistete Domain trägt die Endung „.de“ – und genau da liegt die Falle: Eine „.de“-Domain ist nicht der Beweis. Die Whitelist führt den konkreten Domain-Namen mit der zugehörigen Erlaubnis; wer dort nicht steht, hat keine Erlaubnis, auch wenn die Seite deutsch spricht.
Was jede Whitelist-Erlaubnis deckt – und was nicht. Die Erlaubnis gilt für die gelistete Domain. Eine Muttergesellschaft in Malta, Zypern oder Curaçao kann dort sportlich erlaubt sein, muss aber mit der konkreten Domain in der Liste stehen. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Casino oder Poker deckt nicht die Sportwette: Diese sind eigene Erlaubnistatbestände mit eigenen Regeln, getrennt prüfen.
Eine Erlaubnis wird auf fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV), sie kann verlängert werden. Die Whitelist nennt das Datum der Erteilung und nachfolgende Verlängerungen, aber kein Enddatum. Wer dort eine Domain mit erster Erlaubnis aus 2020 sieht, schaut auf eine laufende Erlaubnis – solange die GGL sie nicht widerruft.
Was in Deutschland live erlaubt ist – und was nicht
Im deutschen Recht sind Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV stark eingeschränkt. Erlaubt sind sie während eines laufenden Ereignisses grundsätzlich nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten, die bei der jeweiligen Sportart selten eintreten – etwa das nächste Tor im Fußball oder der nächste Satz im Tennis. Das letzte Tor eines Spiels einzahlen: ja. Welches Team das nächste Tor schießt: nicht erlaubt, weil „nächstes Tor“-Märkte im Fußball zu schnell und zu häufig vorkommen.
Radsport fällt zwischen die Raster. Das „nächste Tor“-Prinzip gibt es hier nicht. Was bleibt zulässig: Wetten auf das Endergebnis – Etappensieger, Tagessieger nach Zeitwertung, Gesamtsieg am Ende einer Rundfahrt. Was unzulässig ist: Wetten auf nächste Attacke, nächste Spitzenposition, ob ein Fahrer einen Bergpunkt holt. Diese sind Wettergebnisse, die nicht § 21 Abs. 4 GlüStV entsprechen – sie sind keine „seltenen Ereignisse“ im Sinne der Norm, sondern Bestandteil des Rennverlaufs.
Verbotene Märkte: Wetten auf Wettkämpfe minderjähriger oder vorwiegend von Amateuren – im Radsport wären das nationale U23-Serien und Rennen ohne UCI-Kategorisierung. Manipulation-gefährdete Wetten und Wetten auf Regelverstöße sind ebenfalls gesperrt. E-Sport ist in Deutschland nicht als Sport anerkannt; Wetten auf virtuelle Radrennen fallen nicht unter den Erlaubnistatbestand, hierzu liegt keine gefestigte GGL-Praxis vor.
Cash-Out ohne Sondererlaubnis. Cash-Out ist eine Spieler-zu-Betreiber-Transaktion über eine offene Wette; es ist keine separate Wette im Sinne des GlüStV, sondern eine Vertragsänderung. § 21 Abs. 4 regelt nur die Wette selbst. Cash-Out ist deshalb erlaubnisfähig im Rahmen der erteilten Erlaubnis – es als Funktion zu führen ist Sache des Buchmachers, eine GGL-Vorgabe zur Auszahlungsquote oder zum Zeitfenster existiert nach derzeitigem Stand nicht.
Das EuGH-Verfahren um rückwirkende Spielverluste
Ein zivilrechtlicher Strang entscheidet, ob Verlierer ihre Einsätze aus Zeiten ohne Lizenz zurückfordern können. Der Bundesgerichtshof hat am 25.07.2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23); ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt Nicholas Emiliou hat am 19.03.2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Das ist bisher eine Schlussantrags-Meinung, kein Urteil. Ob daraus ein kollektiver Erstattungsanspruch wird, hängt am EuGH-Verfahren und an späteren nationalen Urteilen. Wer in den Jahren vor Juli 2021 verloren hat, soll sich an einen Steuerberater oder eine Verbraucherzentrale wenden – nicht an ein generelles Rückzahlungsversprechen.
Was der deutsche Spielerschutz bei einer langen Saison anrichtet
Die deutsche Regulierung drückt auf vier Stellschrauben: Volljährigkeit ab 18, vollständige Verifizierung, ein zentrales monatliches Einzahlungslimit und eine bundesweite Sperrdatei. Wer Radsport-Wetten bei einem Whitelist-Anbieter abschließt, sitzt in jedem dieser vier Systeme.
Altersgrenze und Identitätsprüfung. Wer bei einem Whitelist-Anbieter ein Konto eröffnet, wird per VideoIdent oder mit Ausweis verifiziert (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf der Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb bei einem 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung zulassen – danach ist das Konto entweder voll bestätigt oder zu schließen.
OASIS und die Sperrdatei. OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die bundesweite Sperrdatei. Whitelist-Anbieter prüfen bei Registrierung und bei jedem Login, ob ein Spieler gesperrt ist – entweder durch die GGL selbst oder durch den Spieler selbst. Eine Selbstausschluss-Sperre dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens 1 Jahr.
Einzahlungslimit 1.000 € pro Monat. Das Limit nach § 6c Abs. 1 GlüStV setzt monatlich 1.000 €, verteilt auf alle Anbieter. Geprüft wird über die LUGAS Limitdatei – ein Spieler kann also nicht zwei Konten mit je 1.000 € bespielen. Das Limit ist die Voreinstellung, nicht der Höchstbetrag: Ein Anbieter darf nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeitsprüfung für einen individuellen Spieler ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €, wenn das nachprüfbar belegt ist – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Limit-Senkung greift sofort, eine Limit-Anhebung erst nach 7 Tagen.
Der Panikbutton. 24 Stunden Sofortsperre nach § 6i Abs. 3 GlüStV: Ein Klick im Spielerkonto und der Spieler kann 24 Stunden lang keine Wetten platzieren. Der Panikbutton ist bei Whitelist-Anbietern ohne Ausnahme verfügbar; wer ihn auslöst, kann die Sperre nicht vor Ablauf aufheben.
Warum das bei langen Rundfahrten zählt. Über drei Wochen Tour de France oder drei Wochen Giro d’Italia summieren sich kleine Einsätze. Wer während der Rundfahrt jeden Tag auf die Etappe setzt, füllt sein Monatslimit zügig – und wer während Etappen 17, 18 und 19 noch an der Gesamtwertung hängt, kann nicht „schnell“ nachladen, sondern muss das Monatsende abwarten. Die Aktivitätsdatei (§ 6h) prüft außerdem, ob parallel bei einem anderen Anbieter gespielt wird – parallel spielen ist verboten.
Whitelist oder Offshore. Offshore-Anbieter haben weder OASIS noch LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren und keine deutsche Aufsicht. Das ist kein Vorteil „mehr Freiheit“, sondern der Verlust jedes Schutznetzes, das jenseits der Grenze nicht greift. Eine Curaçao- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Wirkung – sie macht ein Angebot nicht legal und begründet keinen deutschen Rechtsweg.
Welche Rennen wann im Kalender stehen
Wer auf Radsport setzt, braucht vor allem einen Kalender, sonst verliert er die Timing-Fenster: Etappensieger-Quoten kommen meist wenige Stunden vor dem Start, Gesamtsieger-Quoten Tage oder Wochen, Markt für Bergwertung oder Punktewertung ist nicht bei jedem Rennen gesondert geführt.
Frühjahrsklassiker (Februar bis April). Eintagesrennen prägen den Auftakt: Lüttich–Bastogne–Lüttich als ältestes Monument (seit 1892), Paris–Roubaix mit seinen Pavé-Sektoren (seit 1896) und Mailand–San Remo als längstes Eintagesrennen (seit 1907). Diese Rennen sind wichtig: Sie entscheiden den Saisonstart der Eintages-Spezialisten, und Buchmacher bieten meist die größte Märkte-Tiefe des Frühjahrs.
WorldTour-Etappenrennen (März bis Oktober). Die UCI WorldTour ist seit 2011 die höchste Rennserie des Radsport-Weltverbands UCI und löst die eingestellte UCI ProTour ab. Sie umfasst 36 Rennen pro Saison – Eintagesrennen und Etappenrennen wie Paris–Nizza, der Critérium du Dauphiné und die Vuelta a España. Buchmacher listen für WorldTour-Rennen in der Regel ein vollständiges Programm: Etappensieger, Gesamtsieg, Tagessieg, Podiumsplatz.
Tour de France (Juli). Das wichtigste Rennen der Saison. Die erste Austragung war am 01.07.1903 mit Start in Montgeron bei Paris; seit 1992 ist die Amaury Sport Organisation (ASO) Veranstalter. Etwa 21 bis 22 Profimannschaften nehmen teil, davon 18 UCI WorldTeams; seit 2018 besteht ein Team aus 8 Fahrern, davor aus 9. Meist stehen 20 Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm.
Märkte bei der Tour de France. Etappensieger, Podium, Gesamtsieger, Top-3, Top-10. Punktewertung (Grünes Trikot), Bergwertung (Gepunktetes Trikot, eingeführt zur Einführung 1919), Nachwuchswertung (Weißes Trikot), Teamwertung. Manche Anbieter listen Spezialmärkte wie „Führender nach erster Pyrenäen-Etappe“ oder „Sprintwertung der ersten Woche“. Erik Zabel hat das Grüne Trikot sechsmal gewonnen, das ist die Bestmarke.
Rekordsieger. Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar haben die Gesamtwertung je fünfmal gewonnen. Pogačar siegte 2020, 2021 sowie in 2026 bis 2026 – wer auf Rekordsieg Wetten abschließt, setzt gegen die Geschichte dieses Wettbewerbs.
Disziplinen außerhalb der Straße. Neben Straßenrennen umfasst der Radsport Bahn, Mountainbike, Cyclocross, BMX-Rennsport sowie Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Für Buchmacher zählt wirtschaftlich fast nur die Straße: Bahn-Wetten sind saisonal, Cyclocross läuft im Winter, die anderen Disziplinen sind Nischen. Wer auf Mountainbike-Weltcups setzt, findet bei den meisten Anbietern kein vollständiges Programm.
Wie eine Wette rechnet – und was die Marge dem Spieler nimmt
Jede Quote enthält eine Buchmacher-Marge, die unabhängig vom Ausgang vom Umsatz abgezogen wird. Die Auszahlungsquote – Schlüssel der Wettbranche – ist das, was ein Markt im Mittel an die Spieler zurückgibt; die Marge ist der Rest, das, was beim Anbieter bleibt. Rechnerisch: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ); Marge = 100 % − Auszahlungsquote.
Beispiel mit zwei möglichen Ausgängen. Ein Etappenduell, beide Fahrer mit Quote 1,90. Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95; Marge = 5,0 %. Bei 100 € Einsatz über sehr viele Wetten fließen 95 € zurück; 5 € bleiben im Mittel beim Anbieter. Bei Quoten 1,80/1,80 wäre die Marge schon 10 %, bei 2,00/2,00 nur noch 0 % – das wäre faires Geld. Radsport-Quoten liegen bei Sieg-Märkten üblicherweise zwischen 2,00 und 8,00, die Marge ist entsprechend höher als im Drei-Wege-Markt eines Fußballspiels.
Konsequenz für Spieler mit kleiner Bankroll. Ein Spieler, der mit 5 € Einsatz auf 8,00 Gesamtquoten setzt, gewinnt bei einem Erfolg 35 € Auszahlung (40 € − 5 € Einsatz); verliert er, sind die 5 € weg. Bei 100 Wetten à 5 € sind 500 € Einsatz. Wer 10 % dieser Wetten gewinnt, hat 10 × 35 € = 350 € an Auszahlungen kassiert, 400 € verloren – das ist ein negativer Saldo von 50 €. Das ist die Rechnung der Marge, nicht die eines Tages. Marge ist Konstruktion, nicht Glück.
Was die Sportwettensteuer der Quote nimmt. Der deutsche Fiskus erhebt 5,3 % auf den ausgezahlten Einsatz nach § 17, 18 RennwLottG, gezahlt vom Veranstalter – nicht vom Spieler (§ 19 RennwLottG). Buchmacher geben die Steuer ganz, teilweise oder gar nicht weiter. Sie zeigt sich in leicht verringerten Quoten, einer Bearbeitungsgebühr auf den Gewinn oder im Brutto-Netto-Vergleich. Welcher Anbieter die Steuer wie weitergibt, sagt nur sein eigener Quotenvergleich – nicht die Steuer selbst.
Rechenbeispiel: Tour-de-France-Gesamtsieger. 5 € Einsatz auf Quote 8,00, Tipp trifft. Auszahlung = 5 × 8,00 = 40 €; Netto-Gewinn = 40 € − 5 € = 35 €. Bei diesem Buchmacher – je nach Steuer-Modell – wird die Steuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) berechnet: Bei 5 € Einsatz und Quote 8,00 kann dies bedeuten: 5,3 % vom Einsatz abgezogen, Auszahlung also 5 × 7,70 ≈ 38,50 €; oder 5,3 % vom Bruttogewinn abgezogen: Auszahlung 40 €, Gewinn 35 €, Steuer 35 × 5,3 % ≈ 1,86 €, Auszahlung also 38,14 €; oder keine Weitergabe – dann 40 € brutto. Die deutsche Rechtslage ist klar: Die Steuer ist Sache des Veranstalters; den konkreten Brutto-Preis am Schirm legt jeder Anbieter anders.
Akkumulatoren bei der Tour. Wer vier Etappensieger kombiniert, multipliziert die Quoten: 3,50 × 2,20 × 4,00 × 1,80 ≈ 55,4. Auszahlung = 5 € × 55,4 = 277 €; Marge ist zusammengesetzt – die einzelne Etappenmarge multipliziert sich nicht direkt, aber der Anbieter behält einen größeren Anteil, weil er vier Wetten mit „Sicherheitspuffer“ verkettet. Wer auf einen Kombi-Schein 5 € setzt, gewinnt im Trefferfall 277 € Auszahlung; die Wahrscheinlichkeit, dass er alle vier trifft, ist deutlich kleiner als 1/55, weil hinter jeder Quote eine Marge steckt und die mathematische 1/55 nur bei fairem Markt gilt.
Live-Wetten unter den Sonderregeln. Wer während eines laufenden Etappenrennens „nur“ auf den späteren Etappensieger tippt, sitzt in der § 21 Abs. 4 GlüStV-Restriktion: nur das Endergebnis. Märkte wie „nächste Spitzengruppe löst sich“ sind unzulässig. Die Marge derselben Live-Wette ist typischerweise höher als vor dem Rennen; je näher das Rennen am Ende, desto unsicher die Quoten, desto größer die Sicherheitsmarge des Anbieters. Wer auf Live setzt, kauft weniger Quote pro Risiko als vor dem Start.
Wettsteuer-Berechnung des Anbieters, die der Spieler trägt. Wenn ein Anbieter die Steuer vom Einsatz abzieht, sinkt die effektive Quote eines Marktes von 8,00 auf 7,70 – eine Marge, die prozentual kleiner ist als die 5,3 % wirken, weil sie einen Teil des Gesamtmarkts verschiebt. Buchmacher, die Steuer nicht weitergeben, behalten einen Wettbewerbsvorteil bei reinen Quotenvergleichen, holen ihn aber an anderer Stelle zurück – etwa über höhere Margen in Live-Märkten.
Welche lizenzierten Anbieter in Deutschland Radsport-Märkte zeigen
Die folgende Tabelle führt Anbieter, die mit Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026) stehen, in alphabetischer Reihenfolge und über die Reihenfolge, die der Sportwetten-Markt im GEO kennt: etablierte deutsche Marken vor internationalen Häusern, jüngere Erlaubnisse vor alten. Die Bewertung am Ende jedes Blocks entscheidet, für welchen Spielertyp der Anbieter am Ende passt.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnis-Inhaber | Erstdatum der Erlaubnis |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist GGL | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Whitelist GGL | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| Bet3000 | Whitelist GGL | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Betway | Whitelist GGL | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Whitelist GGL | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Whitelist GGL | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| MERKUR BETS | Whitelist GGL | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Whitelist GGL | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist GGL | ODDSET Sportwetten GmbH | 15.12.2022 |
| Sportwetten.de | Whitelist GGL | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
Sportwetten.de – deutschsprachige Vollabdeckung mit Whitelist-Erlaubnis
Sportwetten.de steht seit dem 19.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist. Betreiberin ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta; eine Folgeerlaubnis wurde am 16.12.2022 erteilt. Die Marke gehört zu den frühen Whitelist-Inhabern der ersten Stunde und hat sich seither als deutschsprachiges Vollsortiment positioniert.
Welche Radsport-Märkte angeboten werden, hängt nicht von der Erlaubnis ab, sondern vom Wettprogramm des Anbieters. Die im Sportwetten-Kalender wichtigsten WorldTour-Etappenrennen und Eintagesklassiker sind typischerweise abgedeckt; Spezialmärkte wie Bergwertung-Führender oder Teamwertung finden sich in Etappenrennen mit WorldTour-Status, nicht in jedem Eintagesrennen.
Sportwetten.de ist die deutsche Variante einer größeren europäischen Plattform – Markenname ist Programm: Die Seite ist auf Deutsch, Support auf Deutsch, Hilfe-Seiten auf Deutsch. Wer deutschsprachigen Service sucht, der nicht nur Übersetzung ist, sondern in Deutschland entwickelt wurde, liegt hier richtig. Wer einen Anbieter mit dem breitesten internationalen Wettprogramm sucht, findet das eher bei einem der großen britischen Häuser.
AdmiralBet – etablierter Player mit Whitelist-Erlaubnis
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, die über eine Erlaubnis der GGL verfügt (Erstdatum 09.10.2020, Verlängerungen 13.12.2022 und 29.07.2024). Die Marke gehört zum Novomatic-Konzern, ist im deutschsprachigen Raum vor allem aus der Spielstätten-Welt bekannt und hat die Online-Sportwetten als zweites Standbein.
AdmiralBet bietet ein vollständiges Buchmacher-Programm mit deutscher Oberfläche. Das Wettprogramm für Straßenradsport wird dort saisonal geführt – WorldTour-Etappenrennen, Eintagesklassiker, die drei großen Rundfahrten Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España. Spezialmärkte zur Tour sind enthalten; bei kleineren Eintagesrennen ist die Auswahl schmaler.
AdmiralBets Profil – Spielhallen-Hintergrund mit Sportwetten-Erlaubnis – hilft Spielern, die einen Anbieter mit stationärem Bezug suchen und Online-Wetten als Erweiterung sehen. Spieler, die auf ein breites Live-Programm Wert legen, sind hier nicht am stärksten bedient.
ODDSET – klassische deutsche Sportwette mit GGL-Erlaubnis
ODDSET steht mit Whitelist-Erlaubnis für die Domain Oddset.de; Betreiberin ist die ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). Die Marke gehört zur Lotto-Holding und ist im deutschen Markt über Jahrzehnte etabliert – wer in den 1990ern gewettet hat, kennt ODDSET von der Annahmestelle.
ODDSETs digitales Wettprogramm führt Radsport in Saisonphasen mit WorldTour-Status. Tour de France, Giro, Vuelta und die wichtigsten Eintagesrennen sind abgedeckt, mit Hauptmärkten zu Etappensieger, Gesamtsieger und Podium. Bei kleineren WorldTour-Rennen ist das Angebot schmaler als bei reinen Online-Buchmachern; Spezialmärkte zur Punktewertung oder Bergwertung sind saisonal verfügbar.
ODDSET ist ein gutes Feld für Spieler, die einen traditionsreichen deutschen Anbieter mit staatlicher Beteiligung suchen und keine Online-only-Marke brauchen. Wer ein breiteres Live-Programm oder Spezialmärkte für jeden WorldTour-Lauf sucht, findet bei den großen Online-Häusern mehr.
bwin – etabliertes Online-Haus mit Whitelist-Erlaubnis
bwin (Betreiber: bwin (Deutschland) Limited, Gzira) verfügt seit dem 09.10.2020 über eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, die am 23.12.2022 verlängert wurde. Die Marke gehört zu Entain, einem der größten börsennotierten Glücksspielkonzerne, und bedient den deutschen Markt seit über zwei Jahrzehnten.
bwin ist im Radsport für ein vollständiges WorldTour-Programm bekannt: Etappensieger, Gesamtwertung, Podium und Trikotwertungen zur Tour de France; Giro d’Italia und Vuelta entsprechend. Saisonale Eintagesrennen sind enthalten, aber nicht so breit gefächert wie bei einem reinen Online-Pure-Player. Spezialmärkte zur Bergwertung und Punktewertung sind zur Tour verfügbar.
bwin ist die Wahl für Spieler, die einen international etablierten Anbieter mit vollständigem WorldTour-Programm suchen und sich nicht zwischen vielen kleinen Marken entscheiden wollen. Wer einen reinen Radsport-Spezialanbieter oder die niedrigsten Margen sucht, wird anderswo fündig.
Betway – vollständiges WorldTour-Programm mit Cash-Out-Funktion
Die Betreiberin Betway Limited besitzt seit dem 09.03.2021 eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL, ergänzt durch die Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Die Marke gehört zur Super Group, international als Sportwetten-Anbieter bekannt und mit deutschem Whitelist-Standbein seit 2021.
Betway bietet das vollständige WorldTour-Programm für Straßenradsport. Cash-Out ist als Funktion unter „Meine Wetten“ verfügbar – das grüne Symbol markiert verwertbare Wetten; ausgezahlt werden kann der ganze Betrag oder ein Teil. Ein Wettkonfigurator ist vor allem für Fußball ausgelegt; für Radsport ist das Standardprogramm relevant.
Betway passt zu Spielern, die einen Anbieter mit etablierter Cash-Out-Mechanik suchen und das vollständige WorldTour-Programm erwarten. Wer Spezialmärkte zur Bergwertung oder Punktewertung in jeder Rundfahrt braucht, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob die jeweilige Rundfahrt im aktuellen Programm enthalten ist.
MERKUR BETS – späte Whitelist-Erlaubnis, klassisches deutsches Spielstätten-Erbe
MERKUR BETS steht seit dem 06.11.2023 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist. Betreiberin ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta; der Mutterkonzern ist die Gauselmann-Gruppe, im deutschen Markt vor allem durch Spielstätten und Merkur-Spielautomaten bekannt. Die späte Whitelist-Erlaubnis ist Ausdruck der GGL-Praxis, neue Anbieter erst nach gründlicher Prüfung auf die Liste zu setzen.
Das Online-Wettprogramm umfasst Straßenradsport mit den großen Rundfahrten und wichtigen WorldTour-Eintagesrennen. Die Plattform ist deutschsprachig, das Layout ist auf mobile Nutzung optimiert. Spezialmärkte zur Tour de France sind enthalten, programmliche Tiefe ist etwas schmaler als bei länger am Markt befindlichen Anbietern.
MERKUR BETS eignet sich für Spieler, die einen Anbieter aus dem Spielstätten-Sektor suchen, der mit der gleichen Seriosität Online-Sportwetten anbietet. Wer ein vollständiges WorldTour-Programm mit Spezialmärkten für jeden Renntag sucht, ist bei den großen Online-Häusern besser aufgehoben.
NEO.bet – jüngeres deutsches Online-Haus mit Whitelist-Erlaubnis
NEO.bet (Betreiber: Greenvest Betting Limited) operiert mit einer GGL-Sportwetten-Erlaubnis, die seit dem 09.10.2020 besteht und am 22.12.2022 erweitert wurde. Die Marke gehört zum deutschen Sportwetten-Pionier Patrick Möbius und ist auf den deutschen Markt spezialisiert – vollständig deutschsprachiger Service, kein anderes Länderangebot im Vordergrund.
NEO.bet positioniert sich als „Next Generation“-Anbieter mit Fokus auf digitale Wetten. Das Radsport-Programm umfasst die wichtigsten WorldTour-Rennen, Etappensieger und Gesamtsieger zur Tour de France, sowie die Eintagesrennen der WorldTour. Spezialmärkte zur Punktewertung oder Bergwertung sind zur Tour verfügbar.
NEO.bet ist die richtige Wahl für Spieler, die einen deutschen Online-only-Anbieter suchen, der nicht mit Spielstätten-Erbe oder internationalem Konzern konnotiert ist. Wer einen Anbieter mit dem breitesten Live-Programm oder Spezialmärkten für jeden WorldTour-Lauf sucht, sollte vor Anmeldung das aktuelle Programm prüfen.
bet365 – größtes Online-Wettprogramm mit deutscher Whitelist-Erlaubnis
bet365 steht seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist; eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Betreiberin ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Marke ist der größte reine Online-Sportwetten-Anbieter weltweit und im deutschen Whitelist-System mit einer der ersten Erlaubnisse vertreten.
bet365 ist im Radsport für die programmliche Tiefe gesetzt: WorldTour-Etappenrennen vollständig, Eintagesrennen saisonal, Spezialmärkte zur Tour de France inklusive Bergwertung, Punktewertung, Nachwuchswertung, Teamwertung und Head-to-Heads einzelner Fahrer. Live-Märkte unterliegen der § 21 Abs. 4 GlüStV-Restriktion auf das Endergebnis – bet365 beschränkt sich dort entsprechend.
bet365 ist die Wahl für Spieler, die das breiteste Radsport-Wettprogramm im deutschen Whitelist-System suchen und einen international etablierten Anbieter erwarten. Wer einen rein deutschen Anbieter mit geringerem Markenfokus sucht, liegt bei einer der anderen Marken besser.
Interwetten – österreichisch-deutsches Wett-Erbe mit Whitelist-Erlaubnis
Interwetten steht seit dem 02.11.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist; eine Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 erteilt. Betreiberin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke ist seit den 1990ern im deutschsprachigen Raum aktiv, hat ihren Sitz in Österreich gehabt und ist mit einer vollständigen deutschen Erlaubnis seit 2020 auf der Whitelist.
Interwetten bietet ein vollständiges Sportwetten-Programm mit Schwerpunkt Fußball und Tennis; Radsport ist saisonal abgedeckt – Tour de France, Giro, Vuelta und WorldTour-Eintagesrennen sind enthalten, aber nicht jeder WorldTour-Lauf. Spezialmärkte zur Tour sind eingeschränkt verfügbar.
Interwetten passt zu Spielern, die einen deutschsprachig-österreichisch geprägten Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen und kein vollständiges Programm für jede WorldTour-Rundfahrt brauchen. Wer das breiteste Radsport-Programm sucht, ist anderswo besser aufgehoben.
Bet3000 – neueste Whitelist-Erlaubnis, deutsche Wettkultur-Marke
Bet3000 steht seit dem 22.04.2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist – die jüngste Erlaubnis in dieser Liste. Betreiberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke gehört zum deutschen Wettveranstalter Simon Krämer und ist im deutschen Markt über Wettbüros und Online seit den 2000ern etabliert. Mit der Erlaubnis von April 2026 ist Bet3000 als regulierter Whitelist-Anbieter bestätigt.
Bet3000 positioniert sich als deutsche Wettkultur-Marke: Fußball ist das Hauptsortiment, gefolgt von Tennis und beliebten Randsportarten. Das Radsport-Programm deckt die WorldTour-Rennen saisonal ab – Tour de France, Giro, Vuelta und WorldTour-Eintagesrennen. Spezialmärkte zur Tour sind enthalten, programmliche Tiefe ist schmaler als bei den größten Online-Häusern.
Bet3000 ist die richtige Wahl für Spieler, die einen deutschen Veranstalter mit Wettbüro-Tradition suchen und mit einem einfacheren Sortiment zufrieden sind. Wer das breiteste Radsport-Programm mit Spezialmärkten für jedes WorldTour-Rennen braucht, sollte einen der größeren Online-Anbieter prüfen.
Häufige Fragen zum Radsport-Wetten in Deutschland
Wie wettet man auf Radsport, und bei welchen Anbietern ist das in Deutschland erlaubt?
Wetten auf Radsport funktionieren über Einzel- oder Kombiwetten auf Rennergebnisse, Etappensieger oder Gesamtwertung. Erlaubt ist das in Deutschland nur bei Anbietern mit Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, etwa Sportwetten.de, bwin oder bet365. Andere Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind rechtlich Schwarzbetrieb – OASIS, LUGAS und der deutsche Rechtsweg greifen dort nicht.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Etappensieger, Gesamtsieger oder Trikotwertungen?
Märkte sind Etappensieger, Podium der Etappe, Gesamtsieger der Rundfahrt, Top-3, Top-10 und Head-to-Head-Duell zweier Fahrer. Bei größeren Anbietern kommen Spezialmärkte wie Punktewertung (Grünes Trikot), Bergwertung (Gepunktetes Trikot), Nachwuchswertung (Weißes Trikot) und Teamwertung dazu. Welche dieser Märkte pro Saison verfügbar sind, hängt vom Anbieter ab; nicht jeder führt jede Trikotwertung als separaten Markt.
Welche Live-Wetten sind bei einem laufenden Radrennen in Deutschland zulässig, und wie funktioniert Cash-out?
Live ist in Deutschland nur das Endergebnis erlaubt – Etappensieger, Tagessieger, Gesamtsieg. Wetten auf nächste Attacke oder Bergwertung-Führender zur laufenden Etappe sind unzulässig. Cash-Out ist eine Funktion des Buchmachers: Der Anbieter kauft die offene Wette zu einem selbst gesetzten Preis teilweise oder vollständig zurück. Es gibt keine GGL-Vorgabe zur Cash-Out-Mechanik; sie ist Vertragsänderung zwischen Spieler und Anbieter.
Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette mit der Quote 8,00 und 5 € Einsatz?
5 € Einsatz × 8,00 Quote = 40 € Auszahlung; Netto-Gewinn 35 €. Die deutsche Sportwettensteuer von 5,3 % trägt der Veranstalter – ob der Anbieter sie weiterleitet, zeigt sein Quoten- oder Abrechnungsmodell, sie kann als Quote-Abschlag oder Gebühr auf den Gewinn auftauchen, muss aber im Auszahlungsbetrag erkennbar sein.
Was zeigt die GGL-Whitelist, und warum sind OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Radsport-Wetten relevant?
Die GGL-Whitelist führt alle Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis – Stand 02.10.2026 sind es 27 Sportwetten-Inhaber und 3 reine Pferdewetten-Halter. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei jedem Login abgefragt wird; das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg via LUGAS. Für eine dreiwöchige Tour de France summieren sich kleine Einsätze schnell – wer das Limit voll ausschöpft, kann nicht nachladen, sondern muss das Monatsende abwarten.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten bei Radsport aus?
Die Steuer beträgt 5,3 % auf den Auszahlungsbetrag minus die Steuer, also rund 5,03 % des Einsatzes, und wird vom Veranstalter getragen. Ob und wie sie auf die Quote durchschlägt, entscheidet der Anbieter: Manche reduzieren die Quote (etwa von 8,00 auf 7,70), manche ziehen sie erst bei der Auszahlung ab, manche tragen sie vollständig selbst. Auf der Seite des Spielers verändern sich stets der Netto-Gewinn und der Vergleich zweier Anbieter – nie die Steuer selbst.
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