Wettanbieter mit deutscher Lizenz im Test

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland eine Sportwette abschließen will, hat 2026 genau eine verlässliche Orientierung: die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, unterliegt dem Glücksspielstaatsvertrag und dessen Schutzregeln; wer dort fehlt, bewegt sich außerhalb des Erlaubten. Eine Ranking-Seite hat daher eine etwas andere Aufgabe als eine „besten“-Liste für ein Glücksspiel ohne Aufsicht: sie muss erklären, was die Eintragung leistet, was sie nicht leistet, und wie sich der Kreis der Erlaubnisinhaber untereinander verhält. Genau das leistet diese Seite.

Ein Holzschreibtisch im Morgenlicht mit geschlossenem Notizbuch, Kugelschreiber und Kaffeetasse, daneben ein Smartphone mit dunklem Bildschirm.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot.

Stand der Auswertung: 17. Oktober 2026. Geprüft wurde die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Rechtslage: Wer in Deutschland Sportwetten veranstalten darf

Die Rechtsgrundlage für Sportwetten in Deutschland ist seit dem 01.07.2021 der überarbeitete Glücksspielstaatsvertrag. Die zentrale Genehmigung vergibt nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV die GGL mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, organisiert Sportwetten im Internet und vermittelt sie, führt die Aufsicht und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Steuerseite ist eine andere Behörde: die Sportwettensteuer wird vom Finanzamt festgesetzt, nicht von der GGL.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine ruhige Tribüne unter bedecktem Himmel.
Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden.

Der Nachweis einer Erlaubnis läuft ausschließlich über die Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Wer dort für eine Domain als Veranstalter geführt wird, hat eine gültige Erlaubnis; wer dort fehlt, hat keine. Die Liste ist abschließend, nicht abschließend erläuternd: eine fehlende Domain bedeutet fehlende Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Whitelist führt nach dem Stand vom 02.10.2026 30 Einträge; 27 davon decken Sportwetten ab, zwei davon zusätzlich Pferdewetten, drei weitere nur Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – was umgekehrt nicht heißt, dass jede .de-Domain erlaubt ist.

Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist trägt nur das Erstdatum und allfällige Folgedaten, kein Enddatum. Verlängerungen stehen dort als eigene Bescheide. Wer eine Erlaubnis besitzt, ist nicht automatisch für andere Spielarten zugelassen: eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker oder Online-Casinospiele ist eine andere Erlaubnis mit eigenen Regeln. Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt Slots, Poker und Casinospiele ausdrücklich nicht.

Was darf überhaupt gewettet werden? Der GlüStV und die GGL-Praxis geben das eng vor. Festquotenwetten sind auf den Ausgang eines Ereignisses, eines Teils davon oder auf Vorfälle darin zulässig, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Die zugelassenen Wettarten ergeben sich aus dem von der GGL genehmigten Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang oder auf „nächstes Tor“ (Fußball), „nächstes Spiel/Set“ (Tennis, Volleyball, Tischtennis) und vergleichbare Komponenten erlaubt – „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind es nicht. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind ausgeschlossen (GGL-Praxis: unterhalb der 3. Liga gilt als Amateursport), ebenso manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sports: Die GGL stellt fest, dass E-Sports nicht als Sport anerkannt ist und nicht gewettet werden darf – kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis bietet E-Sports-Wetten an. Virtuelle Sportwetten: keine gesicherte Aussage zur Zulässigkeit – der Punkt bleibt offen. Gewinne werden ausschließlich nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es nicht.

Was eine Erlaubnis im Straf- und Zivilrecht ändert. Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten in Deutschland anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Strafbar macht sich der Organisator nach § 284 StGB (bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe), der Werbende nach § 284 StGB (bis zu einem Jahr), die Teilnahme nach § 285 StGB (bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe). Strafverfahren gegen einzelne Wettende sind in der Praxis nicht belegt – weder als Freifahrtschein noch als Drohung. Die GGL kann Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren anordnen (§ 9 Abs. 6, 9a GlüStV). Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat die Frage dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Beschluss vom 25.07.2024, Az. I ZR 90/23, zu Tipico). Der Generalanwalt des EuGH hält eine Rückzahlungspflicht in seinen Schlussanträgen vom 19.03.2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich – keine Garantie, aber ein Indiz. Wer spielt, ohne dass die GGL den Anbieter führt, hat keinen deutschen Rechtsweg.

Wer eine deutsche Lizenz führt, fällt unter den vollen Schutz des GlüStV. Wer keine führt, fällt in den Offshore-Bereich. Auf der Whitelist steht nach dem Stand vom 02.10.2026 kein einziger Anbieter aus Curaçao, Anjouan oder einer sonstigen Nicht-EU-Gerichtsbarkeit; eine solche Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.

Spielerschutz und Pflichten unter der deutschen Erlaubnis

Der GlüStV 2021 hat den Spielerschutz in einer Weise verdichtet, die für Wettkunden spürbar wird. Vier Bausteine prägen das Profil einer deutschen Erlaubnis: das Alter, das Konto, das Limit und das Sperrsystem.

Die Silhouette einer Person sitzt am Abend am Fenster und blickt auf eine Straße, auf dem Fensterbrett steht ein Glas Wasser.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

Alter und Konto. Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV – 18 Jahre). Pro Anbieter ist genau ein Konto zulässig (§ 6a). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für längstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben – Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen. Damit ist die alte Praxis, sich mit verschiedenen Alias-Accounts parallel anzumelden, beendet.

Das Einzahlungslimit. § 6c Abs. 1 setzt die Obergrenze auf 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die Limitdatei der LUGAS-Infrastruktur. Ein Anbieter darf für einzelne Spielende eine höhere Grenze setzen – bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundschaft –, aber nur gegen dokumentierten wirtschaftlichen Nachweis, Selbstauskunft genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Wer bei einem Anbieter mit Monatsende 800 € eingezahlt hat, kann bei einem zweiten Anbieter nur noch 200 € einzahlen; das Limit ist anbieterübergreifend, nicht anbieterweise zu lesen.

Paralleles Spiel. § 6h verbietet das parallele Spielen bei mehreren Anbietern. Die Aktivitätsdatei der LUGAS prüft, ob ein Konto gerade aktiv ist; ein paralleler Login führt zur Sperre.

OASIS. Das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV) wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstausschluss dauert mindestens drei Monate, wenn die Person eine Frist bestimmt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kann bei keinem Anbieter mit deutscher Erlaubnis mehr spielen. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS angeschlossen noch an LUGAS.

Der Panikbutton. § 6i Abs. 3 sieht eine sofortige 24-Stunden-Sperre auf Tastendruck vor. Sie gilt anbieterübergreifend für die genannte Frist.

Bezahlung. Eingezahlt werden darf nach § 6b Abs. 4 ausschließlich von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet und von einem Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter annimmt, steht allein in dessen Geschäftsbedingungen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Werbung und Bonus. Nur wer eine Erlaubnis hat, darf für Glücksspiel in Deutschland werben (§ 5 Abs. 7). Die 06:00-21:00-Sperre (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten nennt das Gesetz: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Einen Paragraphen zur Höhe oder zur Ausgestaltung von Sportwetten-Boni gibt es nicht – Auszahlungs- und Umsatzregeln kommen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Eltern, Partner, Auszahlung – drei praktische Folgen. Wer im selben Haushalt mit Minderjährigen lebt, kann das Konto nicht ohne Weiteres teilen; alle Daten, E-Mail und Zahlungsmittel müssen auf die eigene Person lauten. Wer ein gemeinsames Konto mit der Partnerin oder dem Partner nutzt, muss spätestens bei Verifizierung auf ein eigenes Konto umstellen. Auszahlungen gehen auf das eingezahlte Konto zurück – eine Auszahlung auf ein anderes Konto ist nach dem GwG nicht möglich.

Die Marktdaten: Wettumsätze, Quoten und Sportverteilung

Die GGL veröffentlicht jährlich einen Tätigkeitsbericht, der den Markt erlaubter Anbieter in Zahlen fasst. Wer sich zwischen den Anbietern orientieren will, sieht mit diesen Zahlen, wie groß der gesamte Markt ist, wie viel davon an die Wettenden zurückfließt und wo das Geld gesetzt wird.

Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten. 13 davon waren hybrid tätig, also sowohl stationär als auch im Internet; 19 nur im Internet. 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot – die übrigen hielten die Erlaubnis, ohne sie zu nutzen. Der Vertrieb lief online über 28 aktive Internetseiten und stationär über rund 2.300 Wettvermittlungsstellen; die etwa 12.000 ODDSET-Annahmestellen fielen für diesen Vertriebsweg unter eine Übergangsregelung bis zum 30.06.2024.

Die Größenordnung. Die Sportwettenanbieter mit GGL-Erlaubnis erzielten 2024 Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die zugrunde liegenden Wetteinsätze beliefen sich auf 8,2 Mrd. Euro (2023: 7,9 Mrd. Euro). Die durchschnittliche Auszahlungsquote – das ist der Anteil der Einsätze, der im Mittel an die Wettenden zurückfließt – lag 2024 bei 76 Prozent (2023: 78 Prozent). Was übrig bleibt, ist die Marge des Marktes, im Schnitt 24 Prozent – kein einzelner Anbieter hat diese Marge, der Wert ist über alle Märkte und Anbieter aggregiert. Wer auf den ersten Blick denkt, „76 %“ sei wenig: verglichen mit anderen regulierten Märkten in Europa ist das kein Spitzenwert, aber auch keine Ausreißer-Mar.

Fußball und der Rest. 78 Prozent der Wetteinsätze 2024 entfielen auf Fußball. Basketball folgte mit acht Prozent, Tennis mit fünf Prozent, Kombinationen aus verschiedenen Sportarten mit fünf Prozent und Eishockey mit einem Prozent. Das Verhältnis zwischen Pre-Match- und Live-Wetten lag 2024 bei 47 zu 53 Prozent – die Live-Wette hat den Pre-Match-Bereich überholt.

Kanalisierung. Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 Prozent: 23 Prozent des Marktvolumens 2024 entfielen demnach auf unerlaubte Angebote. Eine ältere Analyse der GGL auf Basis von Steuerdaten des Bundesfinanzministeriums hatte für den Sportwettenmarkt 2022 eine Kanalisierungsquote deutlich über 95 Prozent ergeben – das illegale Segment hatte dort weniger als fünf Prozent. Beide Zahlen stehen nebeneinander, weil sie unterschiedliche Dinge messen: die ältere Analyse schaut auf den Sportwettenmarkt allein und auf die Steuerdaten, die jüngere auf den gesamten Online-Glücksspielmarkt.

Steuern und Marktgröße. Der regulierte deutsche Glücksspielmarkt hatte 2024, gemessen an den Bruttospielerträgen, ein Volumen von etwa 14,4 Mrd. Euro; die Steuereinnahmen aus Glücksspielen betrugen im selben Zeitraum rund sieben Mrd. Euro. Die Sportwettensteuer ist ein Teil davon; sie wird nach den §§ 17, 18 RennwLottG mit 5,3 Prozent auf eine Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ erhoben, was umgerechnet rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags entspricht. Schuldner der Steuer ist nach § 19 der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Wettenden weitergibt, steht allein in dessen AGB. Wer mit „5,3 % vom Einsatz“ rechnet, liegt falsch; wer mit „5,03 %“ rechnet, genauso, wenn die Steuer nicht überwälzt wird.

Was eine deutsche Lizenz den Wettenden konkret kostet

Eine Lizenz ist kein Siegel der Qualität – sie ist eine Sammlung von Regeln, die ein Anbieter befolgen muss und die ein Wettender gegen sich gelten lassen muss. Vier Punkte sind es wert, festgehalten zu werden, weil sie unmittelbar auf das eigene Verhalten durchschlagen.

Das 1.000-€-Limit pro Monat. Wer mehr als 1.000 € im Monat umsetzt – nicht gewinnt, sondern umsetzt – muss entweder ein Einkommen nachweisen oder das Limit akzeptieren. Der Nachweis wird nicht leicht genommen: Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, gegebenenfalls Vermögensnachweise. Wer sparsam wettet, merkt vom Limit nichts; wer höhere Summen bewegt, muss frühzeitig denken.

Die Lücke zwischen Live-Wette und Spielverlauf. Live-Wetten auf „nächstes Tor“ und „nächstes Set“ sind erlaubt, „nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball nicht. Wer am Live-Wetten-Markt eines Anbieters eine Wette anklickt, die das Gesetz nicht deckt, wird vom System abgelehnt – das ist die praktische Folge. Die Lebenswirklichkeit sieht so aus, dass das Angebot an Live-Wetten unter einer deutschen Lizenz enger ist als bei vielen ausländischen Anbietern.

Die eigene Identität. Ein Konto, ein Kontoinhaber, eine Verifizierung. Wer mehrere Personen im Haushalt hat, kann nicht alle auf ein Konto vereinen – der Anbieter muss den Altersnachweis und den Eigentumsnachweis am Zahlungsmittel führen. Das ist der Mechanismus, der Geldwäsche und Spielen durch Minderjährige unterbindet.

Die Zahlungsmittel. Wer Krypto nutzt oder anonyme Prepaidkarten, kann auf der Whitelist nicht einzahlen – zumindest nicht über den lizenzierten Weg. Offshore-Anbieter werben mit Krypto, weil er es darf; lizenzierte deutsche Anbieter dürfen es gerade nicht. Das schränkt die Wahl der Zahlungsmittel ein; es schützt zugleich vor Mitteln, gegen die der Rechtsweg in Deutschland nicht durchsetzbar ist.

Berechnung: Was die 1.000-€-Grenze unter der Marge kostet

Wer das 1.000-€-Limit ausschöpft, setzt das Geld nicht einmal ein, sondern über die Zeit – wie viel genau, hängt von den Märkten ab, auf denen gespielt wird. Für eine grobe Einordnung genügt eine einfache Rechnung: Wenn die durchschnittliche Marktmarge aller lizenzierten Anbieter 2024 bei rund 24 Prozent lag und das gesamte Monatslimit einmal gesetzt wird, dann kostet das den Wettenden im Mittel 240 € erwarteten Verlust – unabhängig davon, wie viele Wetten er platziert. Erwartet, nicht garantiert: Über 1.000 € Einsatz bleibt im Durchschnitt 760 € zurück, der Rest ist die Marge des Anbieters.

Bei kleineren Einsätzen sinkt der absolute erwartete Verlust proportional. Wer 200 € im Monat setzt, verliert im Mittel rund 48 € – 200 mal 24 Prozent. Wer 50 € setzt, 12 €. Die Höhe der einzelnen Wette spielt keine Rolle, solange die Summe gleich bleibt und der Markttyp vergleichbar ist; eine einzelne 200-€-Wette auf einen Fußball-Ausgang kostet im Mittel nicht weniger als zwei 100-€-Wetten auf dasselbe Spiel.

Die entscheidende Annahme. Wer mit dem gesamten Monatslimit spielt, setzt das Geld im Mittel vollständig um, ohne es zurückzubekommen – ein hypothetischer Endpunkt. Wer mitten im Monat aufhört oder einen Teil als Gewinn auszahlt, hat einen niedrigeren effektiven Verlust. Wer das Limit dauerhaft ungenutzt lässt, hat null Kosten aus diesem Posten.

Was die Rechnung nicht abdeckt. Die durchschnittliche Marktmarge ist ein Durchschnittswert über Fußball, Basketball, Tennis und die übrigen Sportarten; sie streut zwischen den Anbietern und zwischen den Märkten. Eine Wette auf einen klaren Außenseiter hat in der Regel eine höhere Marge als eine Wette auf einen klaren Favoriten. Eine asiatische Handicap-Wette liegt meist näher am Quotenniveau als eine 1X2-Dreiweg-Wette. Wer die Rechnung verfeinern will, braucht die Marge des konkreten Marktes, auf dem er spielt – die 24 Prozent sind der Marktmittelwert, nicht der persönliche Wert.

Was die Rechnung leistet. Sie gibt ein Gefühl dafür, was das 1.000-€-Limit unter der Bedingung bedeutet, dass das Geld wirklich einmal umgesetzt wird. Wer die 1.000 € als Verfügungsmasse versteht, plant mit 240 € erwartetem Verlust – und mit der Frage, ob das eigene Wettverhalten diese Marge rechtfertigt. Wer das Limit deutlich unterschreitet, hat einen entsprechend niedrigeren Erwartungswert. Die Rechnung sagt nichts über die Gewinnwahrscheinlichkeit einzelner Wetten – sie sagt nur, was im Schnitt von dem Geld beim Anbieter bleibt, das der Wettende einsetzt.

Vergleich der Wettanbieter mit deutscher Lizenz

Die folgende Übersicht führt die zehn in dieser Auswertung berücksichtigten Anbieter mit erteilter Sportwetten-Erlaubnis nach GGL-Whitelist-Stand vom 02.10.2026. Jede Zeile nennt den Markennamen, die Whitelist-Position und das Datum der Ersterlaubnis; die Spalte zur Folgeerlaubnis enthält entweder ein Datum oder einen Bindestrich, wenn die Whitelist keine Folge führt. Aufgeführt sind nur Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, deren deutschsprachige Domain aktiv verzeichnet ist.

Marke Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 Erlaubnis für Bet3000, Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited (Sliema, Malta) 22.04.2026
Winamax Erlaubnis für Winamax, Inhaberin WINAMAX SA 29.06.2021
Tipico Erlaubnis für Tipico, Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020
Sportingbet Erlaubnis für Sportingbet, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Sportwetten.de Erlaubnis für Sportwetten.de, Inhaberin NetX Betting Limited (Birkirkara, Malta) 19.11.2020
LeoVegas Erlaubnis für LeoVegas, Inhaberin LVSports Limited 21.10.2024
AdmiralBet Erlaubnis für AdmiralBet, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet-at-home Erlaubnis für bet-at-home, Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Betano Erlaubnis für Betano, Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited (San Giljan, Malta) 19.02.2021
NEO.bet Erlaubnis für NEO.bet, Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Diese zehn Anbieter decken die größte Bandbreite an Profilen ab, die eine deutsche Lizenz trägt: Anbieter mit stationärer Historie und solche ohne, Marken aus dem Casino-Umfeld und Marken, die als reine Wettanbieter starteten. Die Erlaubnisdaten reichen vom Oktober 2020 – dem Monat, in dem die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse vergeben werden konnten – bis zum April 2026; eine lange Erlaubnishistorie sagt nichts über die Qualität des laufenden Angebots, aber sie sagt, wie lange ein Anbieter unter Aufsicht steht. Drei Anbieter – NEO.bet, AdmiralBet und Sportingbet – tragen das früheste Datum 09.10.2020; Bet3000 trägt das jüngste Datum 22.04.2026.

Was die Tabelle nicht zeigt. Sie zeigt keine Quoten, keine Boni, keine Live-Wetten-Tiefe, keine Auszahlungszeiten – alles Eigenschaften, die ein einzelner Anbieter zwischen heute und morgen ändern kann und die in der Whitelist ohnehin nicht stehen. Wer diese Eigenschaften vergleichen will, öffnet die Domain, geht in den Wettprogrammbereich und vergleicht selbst; die Whitelist beantwortet nur die eine Frage, für die sie gemacht ist.

Bet3000

Bet3000 steht seit dem 22.04.2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, Inhaberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Damit zählt Bet3000 zu den jüngeren Erlaubnisinhabern auf der Liste – das Erstdatum liegt rund fünfeinhalb Jahre nach der ersten Vergaberunde 2020. Die Erlaubnis ist im Whitelist-Snapshot vom 02.10.2026 ohne Enddatum verzeichnet.

Was die junge Erlaubnis bedeutet. Ein Erstdatum weit nach 2020 heißt nicht, dass der Anbieter neu im Markt ist – hinter Bet3000 steht die deutsche Wettvermittlerkette mit stationären Shops, die schon vor dem GlüStV 2021 tätig war. Die Erlaubnis wurde neu ausgestellt, weil die Übergangsregelung für die ODDSET-Annahmestellen Ende Juni 2024 auslief und die Aufsicht über die Online-Wetten zentral über die GGL läuft. Wer eine deutsche Lizenz will, muss seit 2024 den Weg über die GGL gehen – und der Weg dauert seine Zeit.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Bet3000 ist ein Anbieter für Wettende, denen eine deutsche Lizenz mehr bedeutet als internationale Marge – wer die 1.000-€-Monatsgrenze akzeptiert, OASIS-Anbindung als Vorteil sieht und dafür auf den vollen Pre-Match-Markt eines deutschen Wettanbieters zugreifen will, findet mit Bet3000 einen etablierten Namen. Wer hohe Quoten über alles andere stellt, wird bei Offshore-Anbietern fündig, die nicht auf der Whitelist stehen – um den Preis, den OASIS-Schutz zu verlieren.

Winamax

Winamax führt seit dem 29.06.2021 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, die mit Bescheid vom 08.12.2022 verlängert wurde. Erteilt wurde sie vom Regierungspräsidium Darmstadt; die Aufsicht führt die GGL. Winamax ist damit einer der wenigen Anbieter, dessen Ersterlaubnis noch aus der Übergangsphase vor der zentralen GGL-Vergabe stammt. Dahinter steht die WINAMAX SA, eine französische Aktiengesellschaft mit langjähriger Sportwetten- und Pokertradition – die deutsche Lizenz deckt nur die Sportwetten ab, nicht das Pokerangebot.

Was die frühe Erlaubnis bedeutet. Winamax gehört zu der Reihe von Marken, die schon 2021 mit dem deutschen Markt begonnen haben, als die Spielregeln frisch waren. Poker-Erfahrung heißt nicht Sportwetten-Erfahrung – Wettquoten, Live-Wetten und Wettprogramm sind eigene Disziplinen – aber das Know-how im Umgang mit Lizenzregeln ist da.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Winamax ist passend, wer einen Anbieter mit klarer Lizenzlage sucht und das Wettprogramm ohne Spielautomaten-Anhang haben will – wer Casino oder Slots parallel sucht, ist bei lizenzierten Mitbewerbern besser aufgehoben, die beides unter einer Erlaubnis führen. Wer auf E-Sports wettet, ist nirgends auf der Whitelist richtig – E-Sports-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt.

Tipico

Tipico steht seit dem 09.10.2020 auf der GGL-Whitelist, Folgedatum 09.12.2022. Tipico ist der Inbegriff eines deutschen Wettanbieters – stationäre Shops im ganzen Land, Werbung in der Bundesliga, eigene Sportwetten-App. Die Erlaubnis deckt ausschließlich die Domain Tipico.de für Sportwetten; wer bei Tipico Casino oder Slots spielt, bewegt sich auf einer anderen Lizenz mit anderen Regeln.

Was die Tipico-Lizenz nicht abdeckt. Die Whitelist-Auflistung umfasst die Sportwetten-Erlaubnis. Eine etwaige Casino- oder Slot-Erlaubnis von Tipico ist getrennt zu betrachten; sie steht nicht automatisch auf derselben Seite der Lizenz. Wer beide Welten bei einem Anbieter sucht, schaut auf einer separaten Whitelist-Seite nach.

Worauf bei Tipico zu achten ist. Das Tipico-Verfahren vor dem BGH und EuGH betrifft einen Spieler, der für Wetten aus den Jahren 2013 bis 2018 mehr als 3.700 € zurückfordert. Die Frage des BGH an den EuGH lautet, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht. Der Generalanwalt hat sich dafür ausgesprochen, dass eine Rückzahlung grundsätzlich möglich ist. Wer auf einen Anbieter mit vollständiger deutscher Erlaubnis setzt, ist mit Tipico auf der sicheren Seite – aber die Frage, was mit alten Verlusten aus Zeiten ohne Lizenz passiert, bleibt offen und ist nicht allgemeingültig zu beantworten.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Tipico passt, wer einen Marktführer mit deutscher Lizenz sucht, der in vielen Sportarten ein vollständiges Programm bietet. Wer höhere Limits als 1.000 € im Monat braucht, muss den wirtschaftlichen Nachweis führen – das geht bei Tipico wie bei jedem anderen lizenzierten Anbieter, kein Anbieter hebt das Limit von sich aus.

Sportingbet

Sportingbet steht seit dem 21.12.2022 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist. Der Anbieter nennt im Impressum eine Erlaubnis vom 21.12.2022 für Sportwetten und eine parallele Erlaubnis vom 15.11.2022 für virtuelle Automatenspiele – die Sportwetten-Erlaubnis steht damit am selben Tag, an dem das Regierungspräsidium Darmstadt und die GGL mehrere Folgeerlaubnisse ausstellten.

Was die parallele Erlaubnis bedeutet. Sportingbet führt auf Sportingbet.de Sportwetten; ob derselbe Anbieter auch Slots auf einer eigenen Domain führt, ist eine andere Frage, die in der Whitelist gesondert geprüft wird. Wer bei Sportingbet Casino spielen will, schaut auf die Casino-Erlaubnis und deren Regeln – die Sportwetten-Lizenz deckt das nicht ab.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Sportingbet ist ein klassischer europäischer Wettanbieter, der mit deutscher Lizenz seit der Übergangsphase aktiv ist. Wer einen Anbieter mit internationaler Geschichte und deutscher Erlaubnis sucht, ist hier richtig. Wer auf eine möglichst breite Quotenabdeckung Wert legt, vergleicht mehrere Anbieter – eine einzelne Lizenz sagt nichts über die Quotenqualität.

Sportwetten.de

Sportwetten.de, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Branche, führt seit dem 19.11.2020 eine Sportwetten-Erlaubnis, mit Folgedatum 16.12.2022. Inhaberin ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Der Name legt nahe, was der Anbieter ist – ein deutschsprachiger Anbieter, der sich auf den deutschen Markt konzentriert und unter einem .de-Domainnamen auftritt.

Was der Name über die Lizenz sagt. Eine Domain, die mit „Sportwetten.de“ beginnt, ist nicht deshalb lizenziert. Lizenz entscheidet die Whitelist. Der Anbieter ist dort verzeichnet; eine Whitelist-Suche bestätigt das.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Sportwetten.de passt, wer einen deutschsprachig aufgestellten Anbieter mit deutscher Lizenz sucht, ohne Beimischung internationaler Marken. Wer breite Märkte jenseits der Bundesliga sucht, sollte das Wettprogramm prüfen – die Lizenz deckt das nicht automatisch ab.

LeoVegas

LeoVegas führt seit dem 21.10.2024 eine Sportwetten-Erlaubnis, mit der LVSports Limited als Inhaberin; parallel besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Damit ist LeoVegas der jüngste Anbieter in der Auswahl, gemessen am Erstdatum der Sportwetten-Erlaubnis.

Was das jüngste Datum bedeutet. LeoVegas ist als Casino-Marke gestartet und hat die Sportwetten später hinzugefügt. Die Erlaubnis ist mit weniger als zwei Jahren auf dem Buckel die jüngste im Sample – eine kurze Erlaubnishistorie sagt nicht, dass die Wetten schlecht sind, sie bedeutet nur, dass die Datenbasis für die Aufsicht kürzer ist.

Für wen die Auswahl gedacht ist. LeoVegas passt, wer einen Anbieter mit klarer Lizenz sucht, der Casino und Sportwetten unter einer Holding führt. Wer reine Sportwetten ohne Beimischung sucht, wird bei Anbietern wie Bet3000, NEO.bet oder Sportwetten.de eher fündig. Die Lizenz für Sportwetten steht, die Casino-Erlaubnis ist eine eigene Erlaubnis – beide zu prüfen, lohnt sich.

AdmiralBet

AdmiralBet steht seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, Folgedaten 13.12.2022 und 29.07.2024. Inhaberin ist die Greentube Betting Malta Limited. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022 – eine der frühen Sportwetten- plus Casino-Erlaubnisse derselben Holding.

Was die Folgedaten sagen. Drei Datumsangaben auf der Whitelist – 2020, 2022, 2024 – zeigen, dass die Erlaubnis zweimal verlängert wurde. Die erste Erlaubnis lief 2025 aus, die zweite 2025, die dritte ist aktuell. Eine längere Erlaubnishistorie ist kein Qualitätsurteil, aber sie bedeutet mehrere Aufsichtszyklen.

Für wen die Auswahl gedacht ist. AdmiralBet ist ein österreichisch-maltesisch geprägter Anbieter mit deutscher Lizenz; wer österreichische oder internationale Quoten kennt, wird einiges wiedererkennen. Wer breite Live-Wetten sucht, prüft das Angebot direkt im Wettprogramm – die Lizenz deckt das Spektrum der zugelassenen Märkte ab, aber nicht die Tiefe der einzelnen Live-Wetten.

bet-at-home

bet-at-home führt seit dem 02.11.2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, Folgedatum 22.12.2022; parallel besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Inhaberin ist die Bet-at-home.com Internet Limited.

Was die österreichische Geschichte bedeutet. bet-at-home kommt aus dem österreichisch-maltesischen Raum; die deutsche Lizenz ist eine eigenständige Erlaubnis, kein Anhängsel. Wer aus Österreich, Malta oder Gibraltar stammt und in Deutschland tätig wird, braucht eine Erlaubnis der GGL – nichts wird automatisch anerkannt.

Für wen die Auswahl gedacht ist. bet-at-home passt, wer einen Anbieter mit langer europäischer Geschichte sucht, der seit der ersten Vergaberunde 2020 mit einer deutschen Lizenz am Markt ist. Wer Fragen zum Wettprogramm hat, öffnet die Domain – die Lizenz informiert nicht über konkrete Wettmärkte.

Betano

Betano führt seit dem 19.02.2021 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, Folgedatum 16.12.2022. Die Betkick Sportsbetting Limited, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, hatte die Erlaubnis schon im Februar 2021 erhalten – sie ist damit eine der frühen Erlaubnisse der zweiten Vergaberunde. Die Whitelist führt die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta als Inhaberin.

Was die frühe Erlaubnis bedeutet. Betano gehört zu den Anbietern, die frühzeitig auf den deutschen Markt gesetzt haben und mit einer Tochtergesellschaft des Mutterkonzerns Stoiximan operieren. Die deutsche Lizenz ist die einzige Erlaubnis, die für Wetten auf Betano.de zählt – die griechische oder rumänische Lizenz des Mutterkonzerns hat in Deutschland keine Geltung.

Für wen die Auswahl gedacht ist. Betano ist passend für Wettende, die einen internationalen Anbieter mit deutscher Lizenz suchen – Fußball, Tennis und mehrere Live-Märkte. Wer Fragen zum Wettprogramm hat, prüft es auf der Domain; die Lizenz sichert nur die rechtliche Grundlage.

NEO.bet

NEO.bet steht seit dem 09.10.2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, Folgedatum 22.12.2022. Inhaberin ist die Greenvest Betting Limited. NEO.bet zählt damit zu den frühesten Erlaubnisinhabern – die Erlaubnis wurde am Tag der ersten Vergaberunde erteilt.

Was die frühe Erlaubnis bedeutet. NEO.bet ist einer der Anbieter, die schon am ersten möglichen Termin eine deutsche Lizenz bekommen haben – die Regulierungsbehörde hat die Holding als zulässig erachtet, als die Erlaubnisse ausgereicht wurden.

Für wen die Auswahl gedacht ist. NEO.bet passt, wer einen deutschsprachig geprägten Anbieter mit einer der ersten deutschen Lizenzen sucht. Wer Fragen zum Wettprogramm hat, prüft es auf der Domain – die Lizenz deckt nicht die Auswahl der angebotenen Wetten ab.

Worauf bei der Auswahl eines deutschen Wettanbieters zu achten ist

Eine Lizenz ist die Eintrittskarte, nicht die Garantie für ein gutes Wettprogramm. Sieben Punkte entscheiden, was ein Anbieter für den eigenen Geldbeutel taugt.

Whitelist-Stand und Aktualität. Die Whitelist wird kontinuierlich aktualisiert; wer prüft, sollte den Stand im Auge behalten. Ein Anbieter, der heute auf der Liste steht, kann morgen durch eine Untersagungsverfügung verschwinden – die GGL hat ihre Untersagungsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 erhöht, 1.843 illegale Websites waren 2025 nicht mehr aus Deutschland erreichbar. Die Lizenz ist ein laufender Status, kein einmaliger Stempel.

Erlaubnisdatum. Ein Anbieter mit Erstdatum 09.10.2020 hat die erste Vergaberunde mitgemacht – wer dort spielt, hat einen Anbieter mit mehreren Aufsichtszyklen. Ein Anbieter mit Erstdatum 22.04.2026 hat gerade erst angefangen; das Erstdatum sagt nichts Schlechtes, aber weniger Aufsichtsgeschichte.

Inhaber und Holding. Die Holding hinter dem Anbieter steht in der Whitelist, einschließlich Sitz des Unternehmens. Malta ist die häufigste Holding-Domicile für deutsche Wettanbieter; eine maltesische Holding ist nicht verdächtig, sie ist gängige Struktur. Wer die Holding kennt, kann die Konzernstruktur überblicken.

Sport- und Casino-Erlaubnis. Wer Sportwetten und Casino oder Slots bei demselben Anbieter spielen will, prüft beide Erlaubnisse auf der Whitelist – eine Sportwetten-Erlaubnis deckt die Casino-Spiele nicht ab. AdmiralBet, Sportingbet, bet-at-home, LeoVegas und andere führen parallele Erlaubnisse; die Regeln unterscheiden sich.

Wettprogramm und Quoten. Was nicht auf der Whitelist steht und was jeder selbst prüfen muss: das Wettprogramm. Wer Fußball, Tennis, Basketball oder Eishockey spielen will, schaut auf das Sportwettprogramm des Anbieters. Live-Wetten sind nur dort verfügbar, wo der Anbieter sie anbietet – und beschränken sich auf das, was § 21 Abs. 4 erlaubt. Quoten sind Sache des Wettanbieters; die Whitelist informiert darüber nicht.

Zahlungsmittel. Wer mit Karte, Überweisung oder einem E-Wallet einzahlt, hat auf jedem lizenzierten Anbieter eine Option. Krypto und anonyme Prepaidkarten sind auf der Whitelist nicht zu haben – wer darauf Wert legt, bewegt sich außerhalb des Erlaubten.

Auszahlungsregeln und Limits. Die Auszahlung von Gewinnen erfolgt auf das eingezahlte Konto, bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren. Eine Auszahlung auf ein anderes Konto ist nach dem Geldwäschegesetz nicht möglich – wer das Konto wechseln will, hebt zuerst das alte auf und eröffnet ein neues.

Häufige Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Lizenz

Wie lässt sich prüfen, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder listet jeden Erlaubnisinhaber für Sportwetten mit Domain, Inhaber und Erlaubnisdatum. Eine Liste außerhalb dieser Quelle hat keine rechtliche Aussagekraft; maßgeblich ist nur der Eintrag bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wer dort nicht steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten.

Was bedeutet eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis für das Einzahlungslimit von 1.000 € und das Sperrsystem OASIS?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt anbieterübergreifend, kontrolliert über die Limitdatei der LUGAS-Infrastruktur. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem mit Selbstsperre ab drei Monaten, an dem alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis angeschlossen sind. Eine Selbstausschlussperiode gilt sofort, ein paralleles Konto wird abgelehnt, ein Panikbutton sperrt 24 Stunden. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angebunden.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Anjouan in Deutschland nicht?

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 überträgt die Erlaubnis für Sportwetten in Deutschland ausschließlich auf die GGL. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan, Malta für deutsche Spieler oder Gibraltar ist in Deutschland rechtlich unwirksam; die GGL warnt vor illegalen Angeboten. Wer dort spielt, hat keinen deutschen Rechtsweg und keinen OASIS- oder LUGAS-Schutz.

Wie hoch ist die Sportwettensteuer, und wer trägt sie am Ende?

Die Sportwettensteuer nach §§ 17, 18 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent auf eine Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, umgerechnet rund 5,03 Prozent des Einsatzes. Schuldner ist der Veranstalter; ob und wie der Anbieter die Steuer an Wettende weitergibt, steht allein in dessen AGB. Eine Steuerquittung beweist keine Lizenz; die Whitelist ist das einzige Mittel.

Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?

Eine Sportwetten-Erlaubnis deckt ausschließlich Sportwetten ab; virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Wer beides will, prüft beide Erlaubnisse auf der Whitelist; wer nur eine Lizenz hat, darf das andere Spiel nicht anbieten. Ein Anbieter mit Sportwetten- und Casino-Erlaubnis führt zwei getrennte Lizenznummern unter getrennten Domains.

Inhalt erstellt vom Team «grandslamwetteninfo.com»