US Open Wetten 2026: Was Anbieter mit deutscher Erlaubnis wirklich liefern
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Die letzte Ausgabe ist Geschichte. Vom 30. August bis zum 13. September 2026 haben die US Open in New York gespielt, Alexander Zverev holte das Herreneinzel, Jelena Rybakina das Dameneinzel, und wer auf eines der beiden Endspiele gesetzt hat, kennt jetzt seine Auszahlung. Wer auf das nächste Turnier wartet, muss sich gedulden: Die US Open 2027 stehen noch ohne bestätigte Daten im Raum, der Spielplan gehört erst dem nächsten Sommer. Diese Seite richtet den Blick deshalb auf das, was bleibt: Welche Anbieter in Deutschland überhaupt US-Open-Wetten annehmen dürfen, welche Märkte sie anbieten, wie Quoten und Wettsteuer zusammenwirken und was ein Bonus unter den Bedingungen der Branche wirklich kostet.
Die Eckpunkte sind eng. In Deutschland nimmt nur eine Sportwette entgegen, wer auf der Whitelist der GGL steht, und die Liste ist zum 2. Oktober 2026 mit 27 Inhabern einer Sportwetten-Erlaubnis schmal. Wer bei einem anderen Anbieter setzt, spielt ohne deutsche Erlaubnis und ohne die Schutzmechanismen, die an dieser Erlaubnis hängen: kein OASIS-Sperrsystem, keine LUGAS-Limitdatei, kein deutsches Beschwerdeweg. Wer innerhalb Deutschlands wettet, sollte auf den Eintrag im Whitelist-Register sehen.
Was die US Open als Wettgegenstand ausmacht
Die US Open sind seit 1881 ein eigenes Turnier, seit 1978 auf Hartplatz und seit 1971 im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows–Corona Park in Queens. Veranstalter ist die United States Tennis Association, der Belag Hartplatz das ganze Turnier über. Das Arthur Ashe Stadium ist mit 23.771 Plätzen der Hauptcourt, 1997 eröffnet, 2016 für 180 Millionen US-Dollar mit einem verschließbaren Dach nachgerüstet – Regenunterbrechungen im Finale gehören seitdem der Vergangenheit an.

Für Wetten zählt vor allem der Spielplan. Qualifikation, erste Runde, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale – sechs Stufen, bei den Damen und Herren jeweils sieben Runden mit 128 bzw. 64 Matches. Jede Runde bringt ihre eigenen Märkte, von der Satzwette im frühen Match über das Handicap ab dem Viertelfinale bis zur Siegerwette auf das gesamte Turnier, die teilweise schon vor der ersten Runde, spätestens aber nach den ersten Spieltagen quotiert wird. Drei Eigenschaften prägen das Wettangebot:
Hartplatz passt zu großen Aufschlägen. Auf schnellem Belag gewinnen Serve-Volleys und druckvolle Aufschläge an Wert, Breakchancen sind seltener als auf Sand. Das verzerrt die Quoten: Wer auf einen Return-Spieler setzt, akzeptiert eine höhere Quote, weil das Modell des Buchmachers diesem Spielstil weniger Punkte zuschreibt. Wer auf einen Serve-Dominator setzt, bekommt dafür oft eine knappe Favoritenquote.
Drei Sätze Damen, fünf Sätze Herren. Seit 2022 wird der Entscheidungssatz bei 6:6 mit einem Tiebreak bis zehn Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Das verlängert die Sätze, aber nur minimal, und es verändert den Wert von Handicap-Wetten: Der dritte Satz der Damen und der fünfte der Herren werden seltener in regulärer Länge entschieden, was Handicap-Linien unbeständiger macht.
Spielplan über zwei Wochen. Wer mehrere Matches pro Tag bespielen will, hat das Programm auf seiner Seite. Wer ein bestimmtes Match setzen will, braucht Geduld: Ein Spiel kann erst am Vortag fest terminiert werden, wenn die Vorrunde entschieden ist.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis zum 13. September 2026 statt, das Gesamtpreisgeld lag bei 108 Millionen US-Dollar – ein Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahr, 5.500.000 $ pro Einzelsieger. Diese Zahlen sind nicht nur Statistik, sie beeinflussen das Wettverhalten: Hohe Preisgelder ziehen das volle Feld an, frühe Runden verlieren für die Buchmacer an Vorhersagbarkeit, weil auch Außenseiterinnen und Außenseiter voll investieren.
Rechtliche Lage: Warum die Whitelist der einzige Test ist
Wer in Deutschland eine Sportwette annimmt, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, ausgestellt von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die Erlaubnis gilt jeweils für eine Domain, gilt fünf Jahre ab Erteilung und kann verlängert werden. Die GGL führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer dort nicht steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten – unabhängig davon, welche Lizenzen aus Curaçao, Anjouan oder Malta vorliegen.

Für die US-Open-Wette bedeutet das: Wer auf bet365, Interwetten, MERKUR BETS, 888sport, AdmiralBet, DAZN Bet, LeoVegas, NEO.bet, ODDSET oder Winamax setzt, spielt bei einem Anbieter mit GGL-Sportwetten-Erlaubnis. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne deutsche Erlaubnis. Die Whitelist ist der einzige Test, den die Aufsicht selbst anbietet, und sie führt zum 2. Oktober 2026 zehn Anbieter – jeder Eintrag nennt den Inhaber, das Datum der Erlaubnis und, wo vorhanden, das Datum der Folgeerlaubnis.
Die rechtliche Konsequenz für nicht-lizenzierte Anbieter ist nicht theoretisch. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher regelmäßig vor illegalen Angeboten, am 17. September 2026 etwa vor Plattformen „wie etwa Platincasino“. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten vermittelt hat – im konkreten Fall fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, soll diese Pflicht entfallen. Beide Verfahren laufen noch, sie stehen für eine Linie, in der deutsche Gerichte die fehlende Erlaubnis als zivilrechtlichen Mangel werten – kein Freibrief für einzelne Spielerinnen und Spieler, aber ein Indiz dafür, dass die zivilrechtliche Seite der unerlaubten Wetten kein Randthema ist.
Strafrechtlich bleibt die Lage für Spielende theoretisch: § 285 StGB sieht für die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor. Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler sind allerdings nicht bekannt – weder Entwarnung noch Drohung, sondern das, was das Gesetz schreibt.
Spielerschutz: Was die Erlaubnis an Schutz mitbringt
Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis bringt fünf Schutzmechanismen mit, die bei Anbietern ohne Erlaubnis fehlen. Sie greifen, bevor die erste Wette platziert wird, und sie greifen noch nach dem Verlust.
Volljährigkeit. Teilnahme ab 18 Jahren, geprüft bei Registrierung und Login.
Identitätsprüfung. Eine Kontoerlaubnis je Anbieter mit vollständiger Verifizierung der Person. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Einzahlungslimit. Standardgrenze 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Anbieter dürfen das Limit für einzelne Personen auf bis zu 10.000 € anheben, in Ausnahmen auf bis zu 30.000 € – aber nur bei einem aktiven Kundenanteil von höchstens 1 %, und nur mit nachweisbarer Bonität, nicht mit Selbstauskunft. Eine Senkung gilt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
OASIS-Sperrsystem. Bundesweites Sperrregister, abgefragt bei Registrierung und bei jedem Login. Selbstsperre für mindestens drei Monate, wenn die Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Fremdsperre durch Dritte oder Behörden möglich.
Panikbutton. Ein Klick sperrt das Konto für 24 Stunden, ohne Begründung, ohne Widerruf.
Was nicht greift: Parallelspiel ist verboten. Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt zeitgleiche Logins über Anbieter hinweg. Wer bei Anbieter A spielt, kann sich nicht gleichzeitig bei Anbieter B einloggen. Auszahlungen erfolgen auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut, Bargeld, anonyme Prepaidkarten und Kryptowährungen sind ausgeschlossen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Wer bei einem Anbieter ohne GGL-Erlaubnis spielt, hat keinen dieser Mechanismen zur Seite. Das ist nicht zwingend ein Nachteil, wenn jemand bewusst ohne Schutz spielen will – aber die meisten Spielenden wissen nicht, dass sie ihn nicht haben.
Wettsteuer: 5,3 %, die der Anbieter zahlt – und vielleicht weiterreicht
Die Sportwettensteuer ist eine Frage des Finanzamts, nicht der GGL. Sie ergibt sich aus §§ 16 bis 25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, also der Anbieter, nicht die Wettkundin.
Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Kundschaft weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst. Drei Modelle sind verbreitet: Die Steuer schmälert die Auszahlung, die Steuer schlägt auf den Einsatz auf, oder die Steuer wird vom Anbieter getragen und die Quote bleibt brutto. Wer in den Anbieterbedingungen liest, findet eine der drei Formulierungen. Wer auf eine bestimmte Nettoprozentzahl angewiesen ist, sollte die Bedingungen lesen, nicht die Werbung.
Für die Wette heißt das: Eine 100-€-Wette zu Quote 2,10 würde ohne Steuer 210 € zurückzahlen. Zieht der Anbieter 5,03 % von der Auszahlung ab, sind es rund 199,44 €. Bei einem Anbieter, der die Steuer trägt, bleibt es bei 210 €. Bei einem Anbieter, der sie auf den Einsatz schlägt, zahlt die Kundschaft 105,03 € Einsatz und gewinnt im Erfolgsfall 210 €. Welche Variante gilt, sagt der Anbieter. Welche Variante dem eigenen Spielverhalten entgegenkommt, ist eine Frage des Wettvolumens und der Wettquote – bei kleinen Wetten auf hohe Quoten schlägt der Abzug stärker durch als bei großen Wetten auf knappe Favoriten.
Wichtig: Die Steuer wird auch von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis abgeführt, wenn sie in Deutschland tätig werden. Eine abgeführte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Wer auf eine Lizenz aus einem Drittstaat setzt, sollte den Whitelist-Eintrag prüfen und nicht den Steuerbescheid.
Wettarten bei den US Open: Was ein Anbieter wirklich quotiert
Das Wettangebot bei einem Grand-Slam-Turnier ist breiter, als es auf den ersten Blick aussieht. Vier Klassen von Märkten decken fast jede Wette ab, die ein Anbieter im Programm führt.
Turniersieger. Die Quote wird gestellt, sobald das Teilnehmerfeld feststeht, und ändert sich täglich, oft stündlich, wenn Matches verloren gehen. Wer vor dem ersten Ballwechsel auf den späteren Sieger setzt, bekommt die höchste Quote des Turniers, aber auch die längste Ungewissheit: Verletzungen, Krankheiten, Auftaktniederlagen. Die Quote ist eine Funktion von Weltranglistenposition, Hartplatzbilanz und Head-to-Head-Daten. Wer das Turnier spielen will, ohne die einzelnen Matches zu setzen, ist hier richtig.
Spielsieger. Pro Match eine Quote auf den Sieg von Spielerin A oder Spielerin B. Häufige Variante mit Handicap: Spielerin A bekommt -1,5 Sätze, das heißt, sie muss mit 2:0 gewinnen. Eine Wette auf Spielerin A mit Handicap -1,5 zu Quote 2,40 ist nicht dasselbe wie eine Wette auf Spielerin A ohne Handicap zu Quote 1,60 – sie bezahlt mehr, wenn A gewinnt, und ist wertlos, wenn A einen Satz verliert.
Satzwetten. Quote auf den Sieger eines bestimmten Satzes, meist der erste. Wer auf den ersten Satz einer Aufschlagmaschine setzt, bekommt in der Regel eine niedrige Quote, weil das Modell des Buchmachers diesen Satz dem Serve-Spieler zuschreibt. Wer auf den Tiebreak setzt – ja oder nein – bekommt eine Quote, die sich aus der Wahrscheinlichkeit eines Tiebreaks bei 6:6 ableitet.
Live-Wetten. Während eines laufenden Matches nur auf das Gesamtergebnis oder auf „nächster Satz“, nicht auf „nächster Punkt“. Das ist die deutsche Sonderregel: § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten nur auf Komponenten, die selten genug sind, dass Manipulation sich nicht durch Manipulation eines einzelnen Spielzugs lohnt. „Nächster Satz“ ist erlaubt, weil ein Satzwechsel selten ist und nicht durch einen einzelnen Punkt manipuliert werden kann. „Nächster Punkt“ ist verboten, weil ein Punkt durch einen Aufschlag beeinflusst werden kann. Wer bei einem deutschen Anbieter auf den nächsten Punkt wetten will, wird die Wette nicht finden.
Was nicht im Programm steht: Wetten auf den nächsten Punkt, Wetten auf den nächsten Ballwechsel, Wetten auf den nächsten Aufschlag. Diese Märkte sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt. Anbieter, die solche Märkte zeigen, zeigen etwas, was sie in Deutschland nicht abrechnen dürfen.
Wie Quoten rechnen: Eine Beispielrechnung
Eine Quote ist nicht „die Wahrscheinlichkeit, mit der Spielerin A gewinnt“, auch wenn Buchmacher gern so reden. Eine Quote ist der Preis, zu dem der Anbieter die Auszahlung anbietet, und sie enthält einen Aufschlag für den Anbieter selbst.
Angenommen, ein Buchmacher bietet ein Match mit zwei Spielern an, die nach seiner Einschätzung gleich stark sind – fifty-fifty. Eine „faire“ Quote wäre 2,00 für jeden der beiden Spieler. Die Quote, die der Anbieter tatsächlich anbietet, liegt darunter: 1,90 für jeden. Das hat einen Grund.
Die Auszahlungsquote eines Marktes berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten:
1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526 = 0,9500
95 % aller Einsätze zahlt der Markt im Erfolgsfall zurück. Die restlichen 5 % behält der Anbieter als Marge. Eine 5-Prozent-Marge ist für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei gleich starken Spielern ein typischer Wert. Bei Märkten mit drei Ausgängen – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg im Fußball – liegt die Marge zwischen 4 % und 8 %, je nach Sport und Wettbewerb.
Die Marge ist der Preis, den die Kundschaft für jede Wette zahlt, und sie ist unabhängig von der Wettsteuer. Wer eine Wette zu Quote 2,10 abschließt und 100 € einsetzt, gewinnt im Erfolgsfall 210 €. Davon werden 5 % Marge und möglicherweise 5,03 % Steuer abgezogen, die Reihenfolge und der Empfänger hängen vom Anbieter ab. Wer zehn Wetten zu verschiedenen Quoten platziert und gewinnt und verliert in zufälliger Reihenfolge, hat im Schnitt 5 % seines Umsatzes an den Anbieter abgegeben – das ist die Marge, das ist der Preis des Buchmachers.
Die Faustregel: Eine Quote von 2,00 entspricht 50 % Wahrscheinlichkeit, eine Quote von 1,50 entspricht 66,7 %, eine Quote von 4,00 entspricht 25 %. Wer diese Umrechnung im Kopf behält, sieht, was der Buchmacher tatsächlich einschätzt – und kann eigene Einschätzungen dagegen halten.
Was die Marge für Bonusaktionen bedeutet: Wenn ein Anbieter einen 100-%-Bonus auf 100 € Einzahlung anbietet, gibt es 100 € Bonusgeld. Der Bonus muss umgesetzt werden, typischerweise mit einem Faktor zwischen 5 und 10, zu einer Mindestquote zwischen 1,50 und 2,00. Wer 100 € Bonus zehnmal zu Quote 1,80 umsetzt, gibt 1.000 € Umsatz aus. Bei einer angenommenen Marge von 5 % verliert die Kundschaft im Schnitt 50 € durch die Quoten – das ist mehr als der Bonus selbst wert ist, wenn der Bonus in cash ausbezahlt wird. Bei einem Freebet, dessen Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ist die Rechnung noch ungünstiger: Eine 20-€-Freebet zu Quote 2,00 bringt im Erfolgsfall 40 € zurück, davon geht die Hälfte für den nicht zurückgezahlten Einsatz ab, am Ende sind es 20 € Gewinn. Wert der Freebet: rund 9,50 € bei einer angenommenen Auszahlungsquote von 95 %. Der Werbewert von 20 € ist also nicht der reale Wert.
Verantwortungsvolles Wetten: Was Spielerinnen und Spieler selbst steuern
Die Mechanismen, die eine GGL-Erlaubnis mitbringt, funktionieren nur, wenn die Person sie auch nutzt. Vier Stellschrauben, die im eigenen Wirkungsbereich liegen.
Tages- und Wochenbudget. Wer ein festes monatliches Wettbudget hat, sollte es in eine App oder ein Tabellenblatt eintragen, nicht im Kopf behalten. Wer ein Limit bei Anbieter A setzt, hat damit nicht das Limit bei Anbieter B gesetzt – das LUGAS-Limit gilt quer über alle Anbieter, das eigene Tagebuch gilt nur für das eigene Monitoring.
Match-Tage versus Turnier-Tage. Ein US-Open-Spieltag kann sechs bis acht Matches bereithalten, ein Endspielt nur eines. Wer pro Spieltag eine feste Anzahl von Wetten setzt – eine, zwei, drei – und die Disziplin hat, nach der letzten nicht weiterzuklicken, hat die größte Kontrolle über das eigene Wettverhalten.
Live-Wetten als Kostenfaktor. Live-Wetten sind die Disziplin, die am schnellsten aus dem Ruder läuft. Eine Quote ändert sich pro Punkt, ein Klick und die nächste Wette ist platziert. Wer Live-Wetten setzt, sollte sich ein hartes Stopp-Limit setzen, das nicht von der Quote abhängt, sondern vom Geldbetrag.
Pause. Der Parikbutton ist 24 Stunden, OASIS ist mindestens drei Monate. Wer eine schlechte Phase hat, sollte den Parikbutton nutzen, nicht die Selbstsperre umgehen. Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr als Spiel, sondern als Problem erlebt wird, hat mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Suchtberatung der Länder Anlaufstellen, die nichts mit dem Anbieter zu tun haben.
Wettanbieter im Vergleich: Wer für wen taugt
Die folgenden zehn Anbieter stehen auf der GGL-Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026, jeder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für die jeweilige .de-Domain. Die Reihenfolge folgt der Whitelist nicht, sie ist alphabetisch. Jeder Eintrag nennt den Inhaber, den das Whitelist-Register führt, das Datum der ersten Erlaubnis und, wo vorhanden, das Datum der Folgeerlaubnis.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) | 22.08.2023 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s (Malta) | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 |
Die Tabelle zeigt die formale Seite. Was sie nicht zeigt: Wie der Anbieter Tennis-Märkte quotiert, wie er mit der Wettsteuer umgeht, wie sein Bonus-Programm aussieht, welche Live-Streams er anbietet und welche Zahlungsmethoden er akzeptiert. Diese Punkte sind in den Anbieterbedingungen geregelt, die sich monatlich ändern können. Wer einen Anbieter auswählt, sollte die Bedingungen lesen, nicht die Werbung.
Interwetten
Interwetten ist auf der Whitelist seit dem 2. November 2020, die Folgeerlaubnis datiert auf den 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta. Das Unternehmen ist im deutschsprachigen Raum etabliert, der Marktauftritt zielt auf Breite statt Spezialisierung: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker finden sich im Programm, dazu Spezialmärkte bei großen Turnieren. Tennis ist als Sport ganzjährig im Programm, während der Grand Slams verdichtet sich das Angebot auf Match-, Satz- und Siegerwetten.
Wer einen Anbieter mit langer Whitelist-Historie und deutschsprachigem Kundenservice sucht, ist hier richtig. Wer den Quotenvergleich für einzelne Matches sucht, sollte die Quoten zur Turnierzeit selbst prüfen – Interwetten gehört in der Branche zu den Anbietern, die ihre Quoten in den ersten Runden tendenziell enger stellen als gegen Ende des Turniers.
MERKUR BETS
Merkur Bets ist seit dem 6. November 2023 auf der Whitelist, Inhaber ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Der Anbieter ist die Sportwetten-Marke der Merkur-Gruppe, die in Deutschland vor allem aus Spielhallen bekannt ist. Das Programm ist neu auf dem Markt, was sich in zwei Punkten zeigt: Das Wettprogramm ist in den ersten Wochen nach Erlaubnis schrittweise gewachsen, und der Bonus ist aggressiver als bei etablierten Anbietern, weil Neukunden gewonnen werden müssen.
Wer einen Anbieter mit stationärem Hintergrund und solider deutscher Marke sucht, ist hier richtig. Wer die volle Marktbreite der etablierten Anbieter erwartet, sollte das Programm zur Kontoeröffnung prüfen – Merkur Bets war nicht bei allen US-Open-Märkten von Anfang an dabei.
888sport
888sport ist auf der Whitelist seit dem 30. Juni 2021, die Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Inhaber ist die 888 Germany Limited, die zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehört. Die 888-Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Das Programm ist breit, Tennis ist als Sport ganzjährig dabei, während der Grand Slams werden die Märkte verdichtet, dazu kommen Spezialwetten und ein eigener Konfigurator, mit dem Kombinationen aus mehreren Märkten desselben Spiels gebaut werden können.
Wer einen Anbieter mit internationalem Hintergrund und ausdifferenziertem Tennis-Programm sucht, ist hier richtig. Wer den deutschen Markt kennt, weiß, dass 888sport in der Vergangenheit mit Bonusaktionen und Quotenboosts auffiel – beides ist mit den Werbebeschränkungen des GlüStV konformer geworden als in anderen Märkten.
bet365
bet365 ist auf der Whitelist seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis datiert auf den 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Das Unternehmen ist der größte private Sportwettenanbieter der Welt, das Programm ist das breiteste im Markt, Live-Wetten und Live-Streams sind integraler Bestandteil. Wer Tennis live verfolgen will, findet bei bet365 in der Regel den Stream, auch für Matches der frühen Runden, die im Free-TV nicht gezeigt werden.
Wer einen Anbieter mit dem breitesten Programm und den meisten Live-Streams sucht, ist hier richtig. Die Kehrseite ist die schiere Größe: Wer mit kleinen Einsätzen spielt, kann sich in der Benutzerführung verlieren, und die Bonusaktionen sind für Neukunden typischerweise kleiner als bei Wettbewerbern, weil der Anbieter nicht über den Preis, sondern über das Programm verkauft.
AdmiralBet
AdmiralBet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 13. Dezember 2022, eine weitere Folgeerlaubnis auf den 29. Juli 2024. Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited, die zur Novomatic-Gruppe gehört. Das Programm teilt viele Stärken mit anderen stationären Hintergrund-Marken: solide Quoten auf die Hauptmärkte, ein treuer Stamm an Bestandskunden, dazu Spielautomaten und virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Domain. Die Sportwetten-Erlaubnis gilt für Admiralbet.de, die Automatenspiele-Erlaubnis für slots.admiralbet.de, beide Domains sind unterschiedliche Erlaubnisse.
Wer einen Anbieter mit österreichisch-deutschem Hintergrund sucht, ist hier richtig. Wer einen Anbieter für alle Nischenmärkte sucht, sollte das Angebot genau prüfen – AdmiralBet fokussiert sich stärker auf die Hauptmärkte.
DAZN Bet
DAZN Bet ist seit dem 22. August 2023 auf der Whitelist, Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Der Anbieter ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Dienstes DAZN, der Name verspricht eine Verzahnung von Live-Stream und Wette. Tennis-Quoten sind im Programm, die Verzahnung mit dem DAZN-Stream ist auf der Plattform sichtbar.
Wer einen Anbieter sucht, der Streaming und Wette zusammen denkt, ist hier richtig. Wer den Streaming-Hintergrund nicht braucht, kann die Quote selbst prüfen – DAZN Bet ist nicht in jedem Markt der teuerste oder der billigste Anbieter.
LeoVegas
LeoVegas ist seit dem 21. Oktober 2024 auf der Whitelist, Inhaber ist die LVSports Limited. Der Anbieter ist die Sportwetten-Marke des skandinavischen Casino-Anbieters LeoVegas, der in Deutschland vor allem aus dem Casino-Geschäft bekannt ist. Das Sportwetten-Programm ist seit der Erlaubnis aufgebaut worden und konzentriert sich auf die Hauptmärkte, Tennis gehört zum Standardportfolio.
Wer einen Anbieter mit klarem mobilen Fokus und skandinavischer Marke sucht, ist hier richtig. Wer den Fokus auf die Hauptturniere legt, findet hier ein passendes Angebot; für sehr spezielle Nischenwetten ist das Programm weniger dicht.
NEO.bet
NEO.bet ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 22. Dezember 2022. Inhaber ist die Greenvest Betting Limited. Der Anbieter positioniert sich als deutsche Marke mit Fokus auf Fußball, das Programm ist breit, Tennis ist als Sport ganzjährig dabei, während der Grand Slams wird das Angebot verdichtet.
Wer einen Anbieter mit deutscher Marke und Fußball-Schwerpunkt sucht, ist hier richtig. Wer auf den bewährten Fußball-Fokus setzt, wird hier fündig; im Tennis-Bereich bietet der Anbieter ein solides Fundament, lässt aber in der Breite manchen Spezialmarkt vermissen.
ODDSET
ODDSET ist seit dem 18. November 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 15. Dezember 2022. Inhaber ist die Oddset Sportwetten GmbH, das Regierungspräsidium Darmstadt hatte die Erlaubnis mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale). ODDSET ist die Sportwetten-Marke des deutschen Lotto-Totalisators, das Programm ist auf das deutsche Publikum zugeschnitten, die Quoten sind typischerweise eng, weil der Anbieter eine breite Kundenbasis über die Annahmestellen bedient.
Wer einen Anbieter mit deutscher Marke und stationärer Präsenz sucht, ist hier richtig. Wer den Quotenvergleich für einzelne Matches sucht, sollte die Quoten zur Turnierzeit selbst prüfen – ODDSET gehört zu den Anbietern, die ihre Quoten nicht in jedem Markt aggressiv stellen.
Winamax
Winamax ist seit dem 29. Juni 2021 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 8. Dezember 2022. Inhaber ist die WINAMAX (Société anonyme), die ihren Sitz in Frankreich hat. Der Anbieter bewirbt sich mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“, verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis zum 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer Tennis-Quoten vergleicht, sollte diese Werbung prüfen, nicht übernehmen – eine Studie über einen Fünf-Monats-Zeitraum in drei Sportarten ist kein Beleg für jeden einzelnen Markt. Winamax bietet im eigenen Kundenkonto Live-Streams an, darunter die vier Grand-Slam-Turniere und alle ATP- und WTA-Turniere.
Wer einen Anbieter mit französischem Hintergrund und eigenem Tennis-Programm sucht, ist hier richtig. Wer die Wettsteuer-Mehrbelastung anderer Anbieter vermeiden will, sollte die Bedingungen prüfen – „0 % Wettsteuer“ ist eine Marketingaussage, die in den Bedingungen ihre Form findet.
Was vor dem ersten Tipp zählt
Die Qual der Wahl ist am Ende eine Frage des eigenen Profils. Vier Punkte, die bei der Auswahl schwerer wiegen als die Whitelist, die ohnehin bei allen zehn Anbietern vorliegt.
Quotenvergleich zur eigenen Wette. Eine Quote ist nicht gleich Quote. Bei einem Match Zverev gegen Shelton während der US Open 2026 standen die Quoten bei Anbieter A bei 1,85 und 2,10, bei Anbieter B bei 1,80 und 2,15. Wer auf Zverev setzt, spart bei Anbieter A drei Prozentpunkte Quote, wer auf Shelton setzt, spart bei Anbieter B fünf Prozentpunkte. Die Differenz macht bei einem 100-€-Einsatz zwischen 5 € und 15 € aus.
Wettsteuer-Modell. Wer viele kleine Wetten setzt, sollte einen Anbieter wählen, der die Steuer selbst trägt – der Nettogewinn ist höher. Wer wenige große Wetten setzt, kann auch einen Anbieter nehmen, der die Steuer auf den Einsatz schlägt, weil der Effekt pro Wette klein ist. Wer die Wettsteuer unbedingt vermeiden will, sollte prüfen, ob der Anbieter sie tatsächlich trägt, oder ob die Werbung nur für die erste Wette gilt.
Live-Stream im eigenen Konto. Wer Live-Wetten mit eigenem Bild koppeln will, braucht einen Anbieter mit Stream-Angebot für die jeweilige Sportart. Bei Tennis ist das Angebot enger als bei Fußball – nicht jeder Anbieter streamt ATP- oder WTA-Matches, schon gar nicht Matches der ersten Runde.
Bonus versus Echtgeld. Ein Bonus ist ein Marketinginstrument, kein Geschenk. Wer den Bonus annimmt, akzeptiert die Umsatzbedingungen – Mindestquote, Frist, manchmal eine Höchstgrenze für die Auszahlung. Wer den Bonus nicht annimmt, verzichtet auf einen scheinbaren Vorteil und nimmt dafür mehr Flexibilität bei der Quotenwahl. Die Entscheidung ist persönlich, sollte aber bewusst getroffen werden.
Was die Wette kostet: Eine ehrliche Rechnung
Wer 100 € auf Zverev als Turniersieger der US Open 2026 zur Quote 8,00 setzt und gewinnt, erhält 800 € zurück. Zieht der Anbieter 5,03 % Steuer ab, sind es rund 759,76 €. Wer 50 € auf ein Match zu Quote 1,80 setzt und gewinnt, erhält 90 € zurück, abzüglich Steuer 85,47 €. Wer 20 € als Freebet auf Quote 3,00 setzt und gewinnt, erhält 60 € zurück – die 20 € Freebet werden nicht zurückgezahlt, der Gewinn aus 60 € ist 40 €. Bei einer Auszahlungsquote des Marktes von 95 % ist der reale Wert der Freebet rund 19 €.
Wer über das gesamte Turnier 500 € in 50 Wetten zu einer durchschnittlichen Quote von 2,50 und einer durchschnittlichen Marge von 5 % setzt, hat im statistischen Mittel einen Verlust von 25 € – 5 % von 500 € Umsatz. Wer Glück hat und mehr Wetten gewinnt als verliert, hat weniger Verlust. Wer Pech hat, hat mehr. Die Marge ist die sichere Konstante.
Häufige Fragen
Wo kann aus Deutschland auf die US Open gewettet werden, und welche Anbieter sind erlaubt?
Erlaubt sind Wetten bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Zum Stand 2. Oktober 2026 sind das 888sport, AdmiralBet, bet365, DAZN Bet, Interwetten, LeoVegas, MERKUR BETS, NEO.bet, ODDSET und Winamax. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne deutsche Erlaubnis und ohne OASIS, LUGAS und deutsches Beschwerdeverfahren.
Welche Wettarten gibt es bei den US Open, etwa Turniersieger, Spielsieger oder Satzwetten?
Vier Klassen decken das Programm ab: Turniersieger vor oder während des Turniers, Spielsieger pro Match, Satzwetten auf einzelne Sätze und Handicap-Wetten auf den Spielverlauf. Hinzu kommen Spezialmärkte bei großen Turnieren, etwa Anzahl der Asse oder Dauer der Matches. Live-Wetten sind auf das Gesamtergebnis und den nächsten Satz beschränkt, der nächste Punkt ist nicht erlaubt.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote bei einer Wette auf den Turniersieger?
Auszahlung gleich Einsatz mal Quote. Wer 50 € zu Quote 6,00 setzt, erhält bei einem Turniersieg 300 € zurück. Zieht der Anbieter die Wettsteuer von der Auszahlung ab, reduziert sich der Betrag um rund 5,03 %. Bei einer Freebet ohne Einsatzrückzahlung ist die Rechnung Gewinn gleich Freebet mal Quote minus 1.
Warum sind Wetten auf den nächsten Punkt während eines laufenden Matches nicht erlaubt?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten nur auf Komponenten, die selten genug sind, dass Manipulation sich nicht durch Manipulation eines einzelnen Spielzugs lohnt. Der nächste Punkt in Tennis und der nächste Korb im Basketball sind zu klein, der nächste Satz und das nächste Tor sind selten genug. Anbieter, die solche Märkte zeigen, zeigen etwas, was sie in Deutschland nicht abrechnen dürfen.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote oder Auszahlung aus?
Die Steuer wird vom Anbieter abgeführt, nicht von der Wettkundin. Wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen. Drei Modelle sind verbreitet: Die Steuer schmälert die Auszahlung, sie schlägt auf den Einsatz auf, oder sie wird vom Anbieter getragen. Welche Variante gilt, liest sich in den Anbieterbedingungen, nicht in der Werbung.
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