DFB-Pokal Wetten 2026: Anbieter, Regeln, Quoten und Kosten

Updated Oktober 2026
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Der DFB-Pokal ist die zweite Säule des deutschen Profifußballs. Seit 1935 wird der Wettbewerb ausgespielt, 64 Mannschaften treten an, und das Finale steigt seit 1985 im Berliner Olympiastadion — vor leeren Rängen am Morgen lässt sich am Mittelkreis eines Stadionrasens erahnen, wie viele Spuren dieser Wettbewerb im deutschen Fußball hinterlassen hat. Wer auf den DFB-Pokal wetten will, bewegt sich in einem Markt, der in Deutschland enger reguliert ist als in fast jedem anderen europäischen Land: Livewetten sind während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis und wenige definierte Szenarien beschränkt, die Wettsteuer fällt an, und nur Anbieter mit GGL-Erlaubnis nehmen hierzulande legal Tipps entgegen.

Ein Fußball liegt auf dem Mittelkreis eines Stadionrasens am frühen Morgen, im Hintergrund leere Ränge ohne erkennbare Beschriftung.
Seit 1985 wird das Finale des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Aktualisiert am 17. Oktober 2026 auf Grundlage der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Stand 2. Oktober 2026.

Grundlagen des Wettbewerbs: K.-o., 64 Teams, ein Finale in Berlin

Die Form des Wettbewerbs prägt jede Wette. Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System ausgetragen, die Erstaustragung fand 1935 unter dem Namen Tschammerpokal statt — wer das Format versteht, versteht, warum Quoten sich von Bundesligapartien unterscheiden und warum ein Tipp im Pokal grundsätzlich unsicherer ist als ein Tipp in einer Liga.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Stichpunkten und ein Bleistift liegen neben einer Kaffeetasse auf einem hellen Holztisch.
Der DFB-Pokal wird im K.-o.-System mit 64 Mannschaften ausgetragen; die Erstaustragung war 1935 unter dem Namen Tschammerpokal.

Zum Teilnehmerkreis gehören die 18 Bundesligisten und 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga sowie 24 Mannschaften aus den unteren Ligen — in der Regel Verbandspokalsieger. In der ersten Runde treffen unterklassige Teams auf Profiklubs, im Achtelfinale sind die größten Namen meist noch dabei, und ab dem Halbfinale werden die Karten neu gemischt. Eine Auslosung entscheidet jede Runde, Heimrecht wechselt, und ein einziges Spiel entscheidet über Weiterkommen oder Ausscheiden. Das Finale 2025 gewann der VfB Stuttgart mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld, das Finale 2026 der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart — und mit den Wahlen der ausgelosten Halbfinalisten verschieben sich die Quoten Runde für Runde.

Was das für Wettende bedeutet: Im K.-o.-System gibt es keine zweite Chance. Eine Außenseiterwette auf einen Drittligisten kann in Runde eins gegen einen Bundesligisten funktionieren oder scheitern — die Wahrscheinlichkeit liegt meist im einstelligen Prozentbereich, die Quote entsprechend hoch. Bei einem Unentschieden nach 90 Minuten geht das Spiel in die Verlängerung, danach ins Elfmeterschießen; die meisten Buchmacher werten die Siegerwette nach dem regulären Ende inklusive Verlängerung, sodass ein Unentschieden nach 90 Minuten noch nicht das Ausfallen bedeutet. Wer auf das Weiterkommen setzt, wettet auf das tatsächliche Überstehen — der Standard im Lizenzkanal.

Statistik hilft, ersetzt aber kein Urteil. Der FC Bayern München ist mit 21 Titeln Rekordsieger, und in den vergangenen Jahrzehnten stand regelmäßig mindestens ein Bundesligaverein im Finale. Eine Wette auf einen Favoriten ist darum in den späteren Runden weniger riskant als in Runde eins, und das spiegelt sich in den Quoten — niedriger bei den Favoriten, höher bei den Außenseitern, immer aber mit dem Aufschlag des Anbieters.

Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Pokalwetten stehen in Deutschland unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Hauptsitz in Halle an der Saale. Sie erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Die Steuer wiederum ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display auf einem Holztisch neben einem Schlüsselbund und einer Brille im Licht eines Fensters.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der einzige Test, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbietet, ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Liste mit Stand 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge — 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1), die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Was gezählt wird, ist ausschließlich die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird — eine Casino- oder Pokererlaubnis derselben Holding hat für das Sportwetten-Angebot keine Relevanz. Für das Treffen einer Wette zählt nur der gelistete Auftritt.

Was gewettet werden darf: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle im Ereignis, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1) — und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis sowie auf wenige definierte Komponenten begrenzt — das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Das nächste Spiel im Tennis oder der nächste Korb im Basketball zählt nicht dazu. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur — sowie manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sport ist nach GGL-Aussage kein anerkannter Sport; lizenzierte E-Sport-Wetten existieren in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht geregelt. Cash Out unterliegt keiner gesetzlichen Regelung — ob ein Anbieter die vorzeitige Auszahlung anbietet, ist seine eigene Entscheidung. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Wer ohne deutsche Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt — etwa vor dem Namen Platincasino. Strafrechtlich steht auf das Ausden organisierter Wetten bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe (§ 284 StGB), auf Werbung bis zu 1 Jahr; die Teilnahme kann mit bis zu 6 Monaten oder Geldstrafe geahndet werden (§ 285 StGB). Behördliche Maßnahmen gegen einzelne Wettende sind bisher nicht bekannt geworden; die rechtliche Lage bleibt im Rahmen der EuGH-Prüfungen dynamisch. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; die Frage liegt seit dem 25. Juli 2024 dem EuGH vor (Az. I ZR 90/23, Tipico), und der Generalanwalt hält eine Rückzahlungspflicht in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, sofern Behörden die Durchsetzung der Lizenzpflicht nicht zugesichert haben. Eine Rückzahlung ist niemandem versprochen — ein Recht, das jederzeit von den Umständen des Einzelfalls abhängt.

Offshore ist darum: Offshore = keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg, höhere Einsatzlimits möglich. Whitelisted = Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das Standardeinzahlungslimit von 1.000 €, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit

Spielerschutz gilt auch für Pokalwetten. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgesehen (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen mit einem Einzahlungslimit von 100 € ohne Auszahlungen.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg — technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spielerinnen höhere Limits festsetzen, bis 10.000 €, in Einzelfällen bis 30.000 €, höchstens aber für ein Prozent seiner aktiven Spielerinnen — und nur gegen einen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei). OASIS nach §§ 8 und 8a ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn die Spielerin eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen — wer dort spielt, fällt durch sämtliche Schutznetze.

Zahlungen nach § 6b Abs. 4 sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus den lizenzierten deutschen Wettangeboten heraushält. Welche Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und nur aus seinen AGB abzulesen. Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Livewetten und Cash Out: Eingeschränkt, aber nicht tot

Livewetten auf den DFB-Pokal sind in Deutschland möglich, aber enger definiert als bei vielen ausländischen Anbietern. Während eines laufenden Spiels sind Wetten auf das Endergebnis erlaubt und auf wenige definierte Komponenten — das nächste Tor im Fußball etwa, der nächste Satz im Tennis, ein vergleichbares Ereignis in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Spiel im Tennis, der nächste Korb im Basketball: nicht erlaubt. Wer im Spielverlauf auf das nächste Eckballverhältnis oder den nächsten Kartenzeitpunkt setzen will, sucht bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenzer — mit allen Folgen, die das für Rechtsdurchsetzung und Spielerschutz hat.

Daraus ergibt sich eine Dynamik, die der Spielverlauf bestimmt. Steht es 3:1 für den Favoriten, schließen sich bestimmte Märkte von selbst, weil die Komponente nicht mehr im Bereich des Möglichen liegt. Steht es 0:0 kurz vor der Halbzeit, öffnen sich die Komponentenmärkte wieder, und die Quoten verschieben sich mit jedem Spielzug. Der Wettschein verändert sich mit dem Spielstand — und wer vor der Halbzeit auf das nächste Tor setzt, akzeptiert ein Risiko, das mit jedem Ballkontakt neu berechnet wird. Eine Strategie, die vor dem Spiel noch sinnvoll erschien, kann nach dem 0:1 in der 15. Minute schon Makulatur sein. Der Vorteil von Livewetten liegt nicht in einer höheren Trefferquote, sondern in der Information, die das Spiel selbst liefert.

Cash Out ist keine staatliche Funktion, sondern eine Funktion des Anbieters. Wer Cash Out anbietet, zahlt den Wettschein vorzeitig zu einem vom Anbieter berechneten Kurs aus — der Kurs berücksichtigt den aktuellen Spielstand, die verbleibende Zeit und der eigenen Marge. Cash Out ist eine Wette gegen den Anbieter, nicht auf das Spiel. Tipico bewirbt in der App-Beschreibung einen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein — was technisch funktioniert, ist wirtschaftlich eine zweite Wette: Wer vorzeitig auszahlt, verzichtet auf den möglichen Vollgewinn und nimmt dafür einen garantierten Teilgewinn. Cash Out ist eine Versicherung gegen den späten Ausgleich, kein Geschenk des Anbieters.

Tipps und Strategie: Statistik, Form, Auslosung — und kein sicherer Ausgang

Wer DFB-Pokal-Tipps sucht, findet sie in drei Quellen: Statistik, Formkurven und die Auslosung. Statistik liefert historische Wahrscheinlichkeiten — wer in den letzten zehn Jahren das Halbfinale erreichte, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, es erneut zu erreichen, als ein Aufsteigerdurchmarsch. Formkurven liefern Informationen über den aktuellen Zustand einer Mannschaft — Verletzungen, Sperren, Punkte aus den letzten Bundesligaspielen. Die Auslosung liefert den Spielplan — wer auf wen trifft, entscheidet über die Quote und über die Wahrscheinlichkeit des Weiterkommens.

Was Statistik, Form und Auslosung nicht liefern: einen sicheren Tipp. Im K.-o.-System gewinnt nicht der bessere Wahrscheinlichkeitswert, sondern die Mannschaft, die an diesem einen Abend das Tor macht. Der FC Bayern München ist Rekordsieger mit 21 Titeln, und trotzdem schied der Rekordsieger in der Saison 2024/25 gegen einen Drittligisten aus — wer auf den Ausgang eines einzelnen Pokalspiels wettet, wettet gegen die Varianz. Ein „heißer Tipp“ ist darum, ein Hinweis auf eine Wahrscheinlichkeit, kein Versprechen, und wer auf den Profil liegt, übernimmt das Risiko des Ausgangs.

Die Auszahlungsquote für Pokalsieger-Wetten liegt regelmäßig im zweistelligen Bereich, weil die meisten Titelanwärter in der Saison nicht ins Finale kommen. Wer vor der Saison auf den Sieger wettet, nimmt eine Quote von 6,00 bis 12,00 in Kauf — und ein verlorenes Halbfinale als häufigstes Resultat. Wer auf das Finaltende aus ist, wettet auf das Endspiel — die Quote steht dann fest, die Auszahlung am Ende der 90 Minuten oder des Spiels.

Was eine Konsultation in einer „Profil“-Quelle nicht ankündigt: einen Ausgang. Die Quoten der Anbieter spiegeln die Wahrscheinlichkeit wider — eine hohe Quote bedeutet eine geringe Wahrscheinlichkeit, und die Buchmacher kalkulieren ihre Marge in jede Quote ein. Wer das nicht versteht, versteht nicht, warum die Wette im Pokal teurer ist als in der Bundesliga — und wer es versteht, weiß, dass der „Teaser“ ein Preisschild ist.

Wettmärkte und Quoten: Was im Preis steckt

Die Wettmärkte beim DFB-Pokal reichen vom Spielausgang (1X2) über das Weiterkommen einer Mannschaft bis zum Pokalsieger vor der Saison. Dazwischen liegen Torschüttenwetten, Halbzeit-/Endstand-Kombinationen, Handicaps und über 100 Spezialwetten pro Spiel — abhängig vom Anbieter. Jeder Markt wird mit einer Quote versehen, und in jeder Quote steckt der Aufschlag des Anbieters.

Wie der Aufschlag berechnet wird, lässt sich am Beispiel eines 1X2-Markts zeigen. Nehmen wir eine Begegnung mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote des Markts — also der Anteil, den der Anbieter von einem Euro Einsatz wieder auszahlt, wenn er alle drei Wetten proportional bedienen müsste — berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) ≈ 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9540. Das sind rund 95,4 % Auszahlung, also rund 4,6 % Marge. Bei einem konkurrierenden Buchmacher liegt sie selber typische Margen für ein gut geüpfte 1X2-Markt zwischen 4 % und 5 %; auf Niche Spielen herum um 7 %, auf exotischen Spezialwetten noch höher.

Eine niedrige Marge ist ein Hinweis, kein Beweis für die Seriosität. Eine Auszahlungsquote von 95 % bedeutet: Wer 100 € auf alle drei Ausgänge verteilt proportional einsetzt, bekommt rund 95 € zurück. Die restlichen 5 € behält der Anbieter. Wer nur auf einen Ausgang geht, gewinnt oder verliert — die Marge arbeitet sich unsichtbar, unabhängig vom Ausgang, in jeden Einsatz ein.

Was eine niedrige Quote über das Spiel aussagt: Eine Quote von 1,20 auf den FC Bayern München gegen einen Drittligisten bedeutet, dass die implizite Wahrscheinlichkeit bei rund 83 % liegt — und der Buchmacher kalkuliert die Marge bereits ein. Eine echte Außenseiterchance von rund 70 % würde eine Quote von etwa 1,43 ergeben; das Buch liegt daran, dass die implizite Wahrscheinlichkeit die reale Wahrscheinlichkeit übersteigt, nicht umgekehrt. Wer auf den Außenseiter setzt, weil die Quote „hoch“ ist, sollte wissen, dass die Quote für die Wahrscheinlichkeit steht, die er einschätzt — und der Buchmacher schätzt sie ähnlich, aber mit etwas mehr Sicherheitsabstand nach oben.

Der DFB-Pokal als Wettbewerb: Spielplan, Runden, Berliner Finale

Der DFB-Pokal ist in Deutschland die zweite Bühne des Fußballs. Acht Runden bestimmen den Aufbau, von der ersten Runde im August über das Achtelfinale im Oktober/November, das Viertelfinale im Februar/März, das Halbfinale im April/Mai bis zum Finale am Himmelfahrtswochenende im Mai in Berlin. Wer auf den Sieger wettet, kann vor der ersten Runde, vor dem Achtelfinale, vor dem Viertelfinale oder vor dem Halbfinale setzen — und je später die Wette, desto enger das Feld, desto niedriger die Quote, desto höher die implizite Wahrscheinlichkeit des getippten Teams.

Was den Wettbewerb sportlich besonders macht: Die Auslosung. In der ersten Runde treffen unterklassige Teams auf Profiklubs, in den späteren Runden ungeachtet der Ligazugehöre — das schafft die Überraschungen, die den Pokal ausmachen, und die Quoten, die für Außenseiterwetter attraktiv sind. Ein Drittligist, der in der ersten Runde einen Bundesligisten wirft, liefert eine Quote von 6,00 bis 15,00 auf das Weiterkommen; in der zweiten Runde gegen einen anderen Bundesligisten steigt die Quote auf 10,00 bis 25,00. Wer auf das Weiterkommen in der ersten Runde wettet, wettet auf ein einzelnes Ereignis mit hoher Varianz.

Der Pokalsieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League, was die Quote vor der Saison beeinflusst — eine Mannschaft mit internationalem Anspruch nimmt den Pokal ernster als eine im Abstiegskampf der Bundesliga. Wer das wissen will, schaut in den Kader, in die Pressekonferenz vor dem Spiel, in die Aufstellungsliste — nicht in die Wettquoten allein. Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, nicht die Einsatzplanung der Vereine.

Wer auf den DFB-Pokal wetten will, hat in Deutschland zehn nennenswerte Anbieter zur Auswahl — alle mit einer Sportwetten-Erlaubnis der GGL, alle mit einer .de-Dom auf der Whitelist mit Stand 02.10.2026. Die folgende Tabelle zeigt, wer hinter welcher Marke steht und seit wann die Erlaubnis besteht.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bpremium GGL Whitelist Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
DAZN Bet GGL Whitelist DZBT Operations Limited, Zebbug (Malta) 22.08.2023
Tipico GGL Whitelist Tipico Co. Limited, Malta 09.10.2020
MERKUR BETS GGL Whitelist Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s (Malta) 06.11.2023
Sportwetten.de GGL Whitelist NetX Betting Limited, Birkirkara (Malta) 19.11.2020
Bet3000 GGL Whitelist I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026
bet-at-home GGL Whitelist Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
bwin GGL Whitelist bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
888sport GGL Whitelist 888 Germany Limited 30.06.2021
Tiptorro GGL Whitelist Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021

Alle zehn Anbieter tragen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und fallen unter die Aufsicht der GGL. Die Holding-Gesellschaften sitzen ausnahmslos in Malta; das ist im lizenzierten deutschen Markt üblich und ändert nichts an der Erlaubnis. Was die Anbieter im Detail unterscheidet, ist die Mischung aus Quoteniveau, Marktbreite, Live-Angebot und Zahlungswegen.

bpremium

bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, betrieben; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zum Entain-Konzern und tritt im deutschen Markt bewusst leise auf. Das Wettprogramm deckt den DFB-Pokal in voller Breite ab, von der Siegerwette vor der Saison bis zum Spielausgang jeder einzelnen Runde. Livewetten sind im Rahmen der GGL-Regel darstellen — Endstand und nächste Torereife — ohne den Komfort eines dichten Komponentenmarkts. Wer einen seriösen, schmucklosen Anbieter mit vollständig reguliertem Hintergrund sucht, ist hier richtig.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wett-Plattform des Streaming-Anbieters DAZN und wird von der DZBT Operations Limited in Zebbug, Malta, geführt. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023. Der Vorteil liegt in der Verzahnung mit dem Streaming-Angebot: Wer ein DAZN-Abo hat, kann Spiel und Wette unter einer Oberfläche bündeln. Das Quoteniveau bewegt sich im Mittelfeld der lizenzierten Anbieter; das Livewetten-Angebot folgt den regulatorischen Vorgaben. Wer ohnehin DAZN nutzt und keine zusätzliche App installieren möchte, profitiert von der direkten Verknüpfung der Angebote.

Tipico

Tipico ist der bekannteste deutsche Wettanbieter und wird von der Tipico Co. Limited in Malta geführt; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store von der Tipico B2B Ltd angeboten und bewirbt in der Beschreibung „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten während des Fußballspiels. Das Wettprogramm ist das breiteste im deutschen Markt; die Quoten bewegen sich im oberen Drittel. Tipico ist zudem die Marke, an der sich die aktuelle EuGH-Vorlage zur Rückzahlungspflicht bei nicht erlaubten Wetten entscheidet — wer dort spielt, spielt bei einem Anbieter mit Erlaubnis, also außerhalb des Risikos, das den Vergleich an den EuGH brachte.

MERKUR BETS

MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betrieben; die GGL führt die Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die Marke gehört zur Gaus-Meranze-Gruppe, die in Deutschland vor allem aus dem stationären Spielautomatengeschäft bekannt ist, und tritt im Wettbereich mit einem sauberen, schlichten Auftritt auf. Das Wettprogramm deckt den DFB-Pokal vollständig ab; das Quoteniveau ist im Mittelfeld, und das Livewetten-Angebot entspricht den GGL-Richtlinien. Wer einen seriösen Hintergrund mit der Option auf stationäre Anlaufstellen verknüpfen möchte, findet hier eine bewährte Alternative.

Sportwetten.de

Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited in Birkirkara, Malta, betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die Marke ist in Deutschland aktiv und wirbt mit einem breiten Wettprogramm, das auch kleinere Ligen und Pokalrunden abdeckt. Das Quoteniveau ist ordentlich, und das Livewetten-Angebot unterliegt den gesetzlichen Beschränkungen. Wer bei Pokalspielen Wert auf ein möglichst breites Angebot bis in die unteren Runden legt, trifft mit Sportwetten.de eine solide Wahl.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 22. April 2026. Bet3000 ist damit der jüngste Neuzugang unter den hier gelisteten Anbietern und entsprechend neu im lizenzierten Betrieb. Die Marke ist im deutschen Markt aus dem stationären Geschäft bekannt und tritt im Wettbereich mit klaren Quoten und einem schlanken Angebot auf. Bet3000 positioniert sich als erfahrener Akteur aus dem stationären Bereich, der mit dieser Lizenz nun auch online eine klare Option für Wettfreunde darstellt.

bet-at-home

bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022, plus einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Die Marke ist international aufgestellt und in Deutschland seit Jahren aktiv. Das Wettprogramm ist breit, das Quoteniveau im Mittelfeld, das Livewetten-Angebot im Rahmen der GGL-Regel darstellen. Für Wettende, die einen internationalen Anbieter mit langer Historie auf der Whitelist suchen, ist bet-at-home eine bewährte Adresse.

bwin

bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. bwin gehört zur Entain-Gruppe und ist im deutschen Markt eine etablierte Größe mit breitem Wettprogramm und ordentlichem Quoteniveau. Das Livewetten-Angebot bewegt sich im Rahmen der GGL-Regel darstellen. Wer auf eine etablierte Marke mit einem umfassenden Wettprogramm und hohem Bekanntheitsgrad setzt, findet bei bwin eine bewährte Anlaufstelle.

888sport

888sport wird von der 888 Germany Limited betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe und seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Das Wettprogramm deckt den DFB-Pokal vollständig ab; das Quoteniveau ist im Mittelfeld, das Livewetten-Angebot im Rahmen der GGL-Regel darstellen. Für Wettende, die einen börsennotierten Hintergrund mit klarer Aufsicht verbinden wollen, ist 888sport eine solide Wahl.

Tiptorro

Tiptorro wird von der Torro Tec Limited in Malta betrieben; die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich in der Beschreibung als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“ bezeichnet. Mit dem Fokus auf eine behördlich zugelassene Infrastruktur bietet Tiptorro eine transparente Lösung für alle, die Wert auf einen explizit lizenzierten Veranstalter legen.

Häufige Fragen zum DFB-Pokal und zu Wetten darauf

Wo kann auf das DFB-Pokalfinale live gewettet werden, und was ist bei Livewetten erlaubt?

Livewetten auf das DFB-Pokalfinale sind bei allen Anbietern mit deutscher GGL-Erlaubnis möglich — die im Abschnitt „Anbieter im Vergleich“ gelisteten Marken nehmen alle Finalwetten entgegen. Während eines laufenden Spiels sind Wetten auf das Endergebnis sowie auf wenige definierte Komponenten wie das nächste Tor erlaubt; Spezialmärkte außerhalb dieser Komponenten sind im lizenzierten Kanal nicht verfügbar.

Legal auf den Pokalsieger wetten lässt sich nur bei Anbietern, die mit ihrer .de-Domain auf der Whitelist der GGL geführt werden. Die Liste mit Stand 2. Oktober 2026 ist die einzige verlässliche Prüfung; eine .de-Domain allein oder eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Gibraltar hat in Deutschland keine Bedeutung.

Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Pokalwette aus Einsatz und Quote, und was ändert die Wettsteuer?

Die Auszahlung bei einer gewonnenen Einzelwette ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter getragen, nicht von der Wettenden Person; ob und wie der Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, steht in dessen AGB.

Wie werden Wetten gewertet, wenn ein Pokalspiel in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen geht?

Bei den meisten lizenzierten Anbietern wird die Siegerwette nach dem regulären Spielende inklusive Verlängerung gewertet — ein Unentschieden nach 90 Minuten bedeutet noch nicht das Ausscheiden. Wettet die Wettende Person auf das Weiterkommen, zählt das tatsächliche Überstehen nach Elfmeterschießen.

Weshalb sind Quoten bei Pokalspielen gegen unterklassige Mannschaften oft niedrig, und was sagt die Marge darüber aus?

Niedrige Quoten gegen unterklassige Teams spiegeln die hohe implizite Wahrscheinlichkeit des Favoriten wider — eine Quote von 1,20 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von rund 83 %. Die Marge des Markts, also der Anteil, den der Anbieter im Schnitt einbehält, liegt bei gut gestaffelten 1X2-Märkten typischerweise zwischen 4 % und 5 % und ist in jede Quote bereits eingerechnet.

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