Afrika-Cup Wettanbieter: Wer in 2026 eine deutsche Erlaubnis hat und was das kostet

Updated Oktober 2026
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Ein „Afrika-Cup 2026“ hat nie stattgefunden, und das Turnier, das so wirbt, existiert auch nicht. Die letzte Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, die nächste ist für den 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Wer also nach „Afrika-Cup Wetten 2026“ sucht, sucht in Wahrheit zwei Dinge: einen Anbieter, der das Turnier im Programm hat, und einen Vergleich, der ohne Gewinngarantie auskommt. Genau darum geht es auf dieser Seite.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Was den Afrika-Cup als Wettobjekt ausmacht

Der Afrika-Cup ist kein europäisches Standardprogramm. Er wird von der CAF organisiert, wurde 1957 erstmals ausgetragen und seit 2019 mit 24 Mannschaften gespielt. Auf sieben Titeln sitzt Ägypten, 18 Tore in seinem Turnierverlauf hat Samuel Eto’o erzielt. Die Verschiebung der Ausgabe 2025 in den marokkanischen Winter – Grund war eine Terminkollision mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 – hat den Rhythmus sichtbar verändert: Ab 2028 soll der Wettbewerb nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Spielstruktur ist Gruppenphase plus K.-o.-Runde, sechs Vierergruppen, die beiden Gruppenersten ziehen weiter, dazu die vier besten Gruppendritten, danach K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Für Wetten bedeutet das: Eine breite Gruppenphase mit klar favorisierten Mannschaften, gefolgt von einer K.-o.-Runde, deren Spiele live oft schwer zu lesen sind.

Was die letzte Ausgabe offenbart hat

Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Marokko mit 1:0 nach Verlängerung. Was danach geschah, ist Wettgeschichte im rechtlichen Sinn: Die CAF wertete die Partie rund zwei Monate nach Schlusspfiff mit 3:0 für Marokko, weil senegalesische Spieler nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Brahim Díaz wurde Torschützenkönig mit fünf Toren, Nigeria sicherte sich im Elfmeterschießen gegen Ägypten den dritten Platz. Wer auf den Turniersieger setzte, lag mit Senegal am Ende richtig – aber nur, weil das nachträglich von der FIFA nicht anerkannte Ergebnis stand.

Wer aus einer solchen Ausgabe Regeln für die nächste ableitet, baut auf Treibsand. AFCON 2027 wird nicht 1:1 wiederholen, was AFCON 2025 geliefert hat. Was sich überträgt, sind die Wettmechanismen: Turniersieger, Gruppensieger, einzelne Spiele, Torschützen – Märkte, die jeder lizenzierte Anbieter auf seinem Wettprogramm hat.

Einordnung in das Programm der Anbieter

Der Afrika-Cup belegt bei den zehn Anbietern, die auf der Whitelist stehen, ein typisches Schicksal. Außerhalb des Turniers taucht er maximal in der Langzeitwette auf, während der Endrunde wandert er auf die Hauptseite. Die Frage „wer hat die meisten Märkte?“ ist deshalb weniger entscheidend als die Frage „wer hat AFCON 2027 schon im Wettprogramm, sobald die Qualifikation absehbar ist?“. Wer mehrere Monate vor Turnierbeginn Wetten anbietet, verschiebt das Risiko auf den Wettenden – und der Wettende bemerkt das erst, wenn die Quote 8,00 auf einen Außenseiter plötzlich zu 4,50 wird.

Rechtslage in Deutschland: Wer Sportwetten anbieten darf

Sportwetten an deutsche Endkunden sind seit dem 1. Juli 2021 ausschließlich mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle erlaubt. Die Erlaubnis folgt § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und wird bundesweit einheitlich vergeben; die Aufsicht teilen sich GGL und die zuständigen Landesbehörden. Was die meisten Suchenden nicht wissen: Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Kraft. Sie ist weder eine Genehmigung noch ein Schutz, sie ist ein Werbeargument.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die Whitelist leistet und was nicht

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist das einzige verlässliche Prüfinstrument. Sie führt in der Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge – darunter siebenundzwanzig Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts – die Whitelist führt auch die Domain, die Erlaubnis hat.

Die Eintragung enthält den Inhaber mit Firma und Sitz, die Domain und die Erlaubnisart. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis wird neu befristet. Die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, niemals ein Enddatum. Wer ein Enddatum nennt, erfindet es – das Datum steht dort nicht.

Welche Wetten erlaubt sind

Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Livewetten dürfen während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten in Sportarten gesetzt werden, in denen solche Ereignisse selten sind – beim Fußball das nächste Tor, beim Tennis der nächste Satz; nicht erlaubt: der nächste Punkt im Tennis, der nächste Korb im Basketball. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateur), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Auf sozialpolitische Ereignisse darf nicht gewettet werden.

Esports fällt durch dieses Raster. Die GGL stellt fest, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind – Esports ist als Sport nicht anerkannt, eine lizenzierte Esports-Wette existiert in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten äußert sich die Aufsicht nicht abschließend, hier gilt: nichts behaupten, was nicht belegt ist.

Cash Out ist statistisch weder verboten noch vorgeschrieben; es ist ein Produktmerkmal jedes Anbieters, der es anbietet. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses – ein Cash Out vor dem Schlusspfiff ist also gar nicht möglich. Eine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette gibt es im deutschen Sportwettenrecht nicht.

Wer wirbt, haftet

Werbung für Sportwetten ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV ausschließlich Inhabern einer Erlaubnis gestattet. Das Werbeverbot von 06:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung einer Begegnung in demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV kennt keine Klausel, die einen Sportwettenbonus der Höhe oder den Umsatzbedingungen nach begrenzt – das regelt jeder Anbieter in seinen eigenen AGB.

Wer ohne deutsche Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Strafrechtlich drohen dem Veranstalter bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe (§ 284 StGB), dem Werbenden bis zu einem Jahr. Die Teilnahme wird nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet – Verfolgungen einzelner Spielender sind in der Praxis nicht etabliert, was kein Freifahrtschein ist, aber auch keine Dramatisierung erlaubt.

Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich die Möglichkeit bejaht, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Haben Behörden zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein Leser sollte auf eine solche Ausnahme spekulieren, und keine Seite verspricht eine Rückzahlung.

Was sich für Spielende ändert

Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, bekommt OASIS-Sperrdatei-Anbindung, ein zentrales Einzahlungslimit über die LUGAS Limitdatei und eine vollwertige Verifizierung (§ 6a GlüStV). Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, bekommt nichts davon – und muss damit rechnen, dass sein Geld im Streitfall außerhalb des deutschen Rechtswegs steht.

Spielerschutz: Was eine deutsche Erlaubnis konkret bedeutet

Die deutsche Erlaubnis ist mehr als ein Stempel auf der Seite. Sie zieht Spielerschutz nach sich, der auf drei Säulen ruht: Identitätsprüfung, Einzahlungslimit und Sperrdatei. Was das in der Praxis heißt, fühlt sich beim ersten Klick wie Gängelung an; es ist die Folge europäischer Regulierung mit deutlichem deutschen Akzent.

Ein Konto pro Anbieter, vollständige Verifizierung

Seit dem Inkrafttreten des GlüStV 2021 gilt: Ein Spielender, ein Konto pro Anbieter, voll verifiziert vor der ersten Auszahlung (§ 6a GlüStV). In der Übergangsphase – und nur dort – darf ein Anbieter bis zu 72 Stunden Spiel ohne abgeschlossene Verifizierung ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Wer diese Phase überschreitet, ohne die Verifizierung abzuschließen, wird gesperrt. Nicht jeder Anbieter nutzt die 72-Stunden-Frist; einige schalten das Konto erst nach Vorlage des Ausweisdokuments frei.

Das monatliche Einzahlungslimit

Das Standardlimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg. Das funktioniert technisch über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter darf auf Antrag ein höheres Limit gewähren – bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundinnen und Kunden – aber nur gegen nachweisbaren wirtschaftlichen Hintergrund, nicht gegen Selbsterklärung. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen Schutzfrist.

Für Spielende mit kleinem Budget ist das eine harte Linie: 1.000 € ist bei einer durchschnittlichen Wettquote von 1,90 und einem üblichen Einsatz von 10 € schon nach hundert Wetten pro Monat erreicht. Wer mehr riskieren will, muss den wirtschaftlichen Hintergrund belegen – Gehaltsabrechnung, Steuerbescheid, Vermögensnachweis. Was wie Schikane aussieht, ist ein Mechanismus, der genau diejenigen schützt, die ihn am wenigsten wollen.

OASIS und der Panikbutton

OASIS, das Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – ohne Wartezeit, ohne Begründung, ohne Rückfrage. Beide Mechanismen greifen nur, wenn der Anbieter an OASIS angeschlossen ist; Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind nicht angeschlossen.

Paralleles Spielen ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei): Man kann nicht bei Anbieter A und Anbieter B gleichzeitig aktiv Wetten platzieren, ohne dass die Limitdatei das mitbekommt. Das ist kein Dekor, das ist Mechanik.

Zahlungen und Auszahlungsweg

Einzahlungen erfolgen ausschließlich von einem Zahlungskonto auf den Namen der spielenden Person, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Kryptowährungen und anonyme Zahlungsmittel fallen durch dieses Raster – genau der Mechanismus, der sie aus lizenzierten deutschen Wetten heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB; ein Leser, der mit Paysafecard einzahlen will, prüft das vor der Registrierung in der jeweiligen Banking-Übersicht.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Was hier nicht steht: dass ein Anbieter die Auszahlung aus regulatorischen Gründen verweigern darf – wer die Verifizierung nicht abschließt, bekommt kein Geld ausgezahlt.

Sportwettensteuer: 5,3 %, wer sie zahlt, steht nicht im Gesetz

Die Wettsteuer, §§ 16-25 RennwLottG, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der spielenden Person (§ 19). Was im Marketing fehlt: Die Frage, ob und wie der Anbieter sie an die Kundinnen und Kunden weitergibt, ist dessen eigene Entscheidung. Manche Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“ und verzichten intern auf den Ausgleich; andere ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab und rechnen mit einer reduzierten Quote; wieder andere schreiben sie dem Wettschein als Position zu. Was das für die effektive Quote bedeutet, ist im Einzelfall zu prüfen.

Wer die Steuer selbst rechnen will: 10 € Einsatz mit Weitergabe in Form einer Reduktion entspricht bei einer angezeigten Quote von 2,10 ungefähr 9,49 € effektivem Einsatz und damit einer Auszahlung von etwa 19,92 € statt 21,00 € – ein Verlust, der über das Jahr auf vierstellige Beträge anwachsen kann.

Wettarten und Quoten: Was der Afrika-Cup auf dem Wettschein hergibt

Wer Afrika-Cup wetten will, hat eine kleinere Auswahl an Märkten als bei Bundesliga oder Champions League – aber ausreichend, um taktisch zu arbeiten. Drei Märkte prägen das Bild.

Turniersieger und Gruppensieger: Langzeitwetten mit langem Atem

Turniersieger-Wetten auf den Afrika-Cup öffnen Monate vor Beginn der Endrunde. Die Quote auf einen klaren Favoriten (Elfenbeinküste, Senegal, Marokko, Nigeria, Ägypten) liegt meist zwischen 4,50 und 7,00, Außenseiter wie die Komoren oder Kap Verde notieren dreistellig. Der Vorteil: Eine Wette mit 20 € Einsatz auf Quote 6,00 zahlt 120 € zurück, wenn Senegal tatsächlich gewinnt. Der Nachteil: Das eingesetzte Geld ist über Monate blockiert, und das Turnier kann auf dem Weg ausfallen – Verletzung, Sperre, politische Krise.

Gruppensieger-Wetten haben einen kürzeren Zeithorizont. Eine Wette auf den Sieger der Gruppe A steht typischerweise sechs Wochen vor Turnierstart fest und wird drei Wochen vor Spielbeginn ausgewertet. Risikoärmer als Turniersieger, aber im Ertrag niedriger.

Spielausgang und beider Teams treffen

Das Standardprogramm jedes Anbieters: 1X2 auf Einzelspiele, also Sieg Heimteam, Unentschieden, Sieg Auswärtsteam. Bei Afrika-Cup-Spielen sind Quoten auf das Unentschieden oft besonders hoch, weil die Mannschaftsstärken innerhalb der Gruppe enger beieinander liegen als bei europäischen Top-Ligen. Wer das erkennt, baut Kombinationen mit niedriger Gesamtquote und hoher Auszahlung – oder umgekehrt.

„Beide Teams treffen“ – ja/nein – ist bei Afrika-Cup-Spielen weniger zuverlässig als bei europäischen Top-Ligen. Mannschaften wie Marokko oder Senegal spielen oft auf Sicherheit und 0:0-Ergebnis; Spiele der Elfenbeinküste gegen ein Underdog-Team zeigen regelmäßig torreiche zweite Halbzeiten. Wer hier seine Quote sucht, schaut auf die Heimquote und das durchschnittliche Torverhältnis der beteiligten Mannschaften in der vorangegangenen WM-Qualifikation.

Torschützen und Handicap: Märkte mit dünner Datenbasis

Torschützenwetten auf den Afrika-Cup sind auf populäre Namen konzentriert: Salah, Mané, Díaz, Osimhen. Die Quoten sind früh hoch (zwischen 8,00 und 25,00), fallen aber, sobald die erste Runde läuft – was taktisch nutzbar ist, wenn man die Tippstrategie frühzeitig festlegt. Problem: Die Datenbasis pro Spieler ist kleiner als in europäischen Ligen, Verletzungs- und Sperreninformationen oft erst spät verfügbar.

Handicap-Wetten (Asiatisches Handicap, europäisches Handicap) werden von den meisten Anbietern angeboten, allerdings mit höheren Margen als bei Standardmärkten. Wer das nicht beachtet, zahlt den Aufpreis ohne den Vorteil der besseren Information.

Livewetten: Eingeschränkt, aber nutzbar

Livewetten auf den Afrika-Cup sind in Deutschland nur erlaubt auf das Endergebnis und auf das nächste Tor oder den nächsten Satz – Letzteres beim Fußball das nächste Tor, beim Tennis der nächste Satz. Nächste Ecke, nächste Karte, nächste Auswechslung sind nicht erlaubt. Was die deutschen Lizenzauflagen Livewetten antun, ist eine echte Einschränkung: Wer aus dem europäischen Ausland mit anderen Anbietern vergleicht, sieht mehr Märkte.

Praktische Konsequenz: Wer bei einem lizenzierten deutschen Anbieter Livewetten platzieren will, achtet auf Anbieter mit guter Cash-Out-Option. Der Cash Out ist nicht verboten, und er kompensiert teilweise die eingeschränkte Marktpalette – wenn der Anbieter ihn zu vernünftigen Bedingungen anbietet.

Was die Marge über einen Anbieter verrät

Ein Anbieter, der im Afrika-Cup 1X2-Quoten zu 1,90 / 3,40 / 4,00 anbietet, hält 8,4 % des Marktumsatzes als Marge ein. Ein Konkurrent, der 1,95 / 3,30 / 3,80 anbietet, hält nur 5,2 %. Über ein Jahr mit 1.000 € Einsatz bedeutet der Unterschied etwa 32 € – wenig auf den ersten Blick, aber exakt das, was die Entscheidung zwischen zwei lizenzierten Anbietern am Ende ausmacht. Eine einzelne Quote auf ein einzelnes Spiel ist nicht entscheidend, eine konsistente Quote über das Turnier ist es.

Die folgende Rechnung gehört zu den wenigen Aussagen, die eine Seite zum Afrika-Cup wirklich treffen kann. Sie zeigt, was die Marge konkret bedeutet, und sie nutzt ausschließlich Annahmen, die jede Leserin sofort nachvollziehen kann:

Angenommen, ein Buchmacher bietet auf ein ausgeglichenes Afrika-Cup-Spiel die Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg an. Dann ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) einen Wert von ungefähr 0,93 bis 0,94 – was einer Marge von etwa 6 bis 7 % entspricht. Bei einem typischen Spiel mit 100 € Gesamtumsatz über alle drei Ausgänge bedeutet das einen Erwartungswert des Buchmachers zwischen 6 und 7 €, und einen Erwartungswert des Spielenden von 93 bis 94 € als Auszahlung. Die Schwankung der Marge zwischen 5 % und 8 % entspricht im günstigsten Fall rund 3 € Unterschied pro 100 € Einsatz – exakt der Spielraum, in dem sich lizenzierte deutsche Anbieter unterscheiden.

Wer die Marge seines Anbieters prüfen will, nimmt drei Quoten, addiert die Kehrwerte, dividiert 1 durch die Summe – das ist die Auszahlungsquote; 100 minus die Auszahlungsquote ist die Marge. Das dauert 30 Sekunden und entscheidet im Zweifel zwischen zwei Angeboten.

Turnierplan und Daten: Wann der Afrika-Cup in den Buchmacher-Programmen steht

AFCON 2027 läuft vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Die Qualifikation hat 54 Mannschaften gemeldet. Was das für Wettende bedeutet: Die Qualifikationsspiele verteilen sich über mehrere Wochenblöcke ab dem späteren 2026-Jahr, die Endrunde selbst konzentriert sich auf vier Wochen Sommer.

Wer Wetten auf das Turnier platzieren will, hat zwei Zeitfenster. Das erste sind die Qualifikationsspiele: Hier sind die Quoten oft höher als bei der Endrunde, weil die Buchmacher die Mannschaftsstärken weniger präzise einschätzen können und Inanspruchnahme der Wetten niedriger ist. Das zweite ist die Endrunde selbst: Hier sind die Erkenntnisse über die Mannschaftsformen gefestigter, was die Margen der Wettanbieter in der Regel enger und die Quoten wettbewerbsfähiger macht.

Ein Beispiel aus der Geschichte: Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen, nachdem das Turnier wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Sechs Vierergruppen, Gruppenerste und -zweite kamen weiter, dazu die vier besten Gruppendritten, danach K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Das Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Die Verschiebung von 2025 auf den Winter war ein Sonderfall und wird sich für AFCON 2027 so nicht wiederholen – die Sommerplanung ist robuster. Trotzdem bleibt das Risiko sportpolitischer Verschiebungen bestehen; wer langfristig auf den Turniersieger setzt, sollte sich diese Möglichkeit offenhalten.

Anbieter im Vergleich: Wer AFCON 2027 anbietet, ohne die Lizenz zu verlieren

Alle zehn Anbieter in diesem Vergleich stehen auf der Whitelist der GGL (Stand 2. Oktober 2026). Was sie unterscheidet, ist nicht die Lizenz – die haben alle – sondern das, was sie aus ihr machen: Quotenniveau, Marktpalette, Live-Funktionen und Bonushöhe. Die folgende Übersicht sortiert alphabetisch, nicht nach Empfehlung.

Anbieter Whitelist-Status Inhaber und Erlaubnis seit
AdmiralBet Whitelist – Sportwetten Greentube Betting Malta Limited (Sportwetten seit 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024)
ODDSET Whitelist – Sportwetten ODDSET Sportwetten GmbH (Sportwetten seit 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022)
888sport Whitelist – Sportwetten 888 Germany Limited (Sportwetten seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022)
bet-at-home Whitelist – Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited (Sportwetten seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022)
VBet Whitelist – Sportwetten SCGO Limited (Sportwetten seit 05.12.2023)
Betano Whitelist – Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited (Sportwetten seit 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022)
Sportingbet Whitelist – Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited (Sportwetten seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Tipico Whitelist – Sportwetten Tipico Co. Limited (Sportwetten seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022)
Winamax Whitelist – Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) (Sportwetten seit 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022)
Betway Whitelist – Sportwetten Betway Limited (Sportwetten seit 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022)

Die Übersicht zeigt die Erlaubnis, nicht die Güte der Quote. Wer die Margen der einzelnen Anbieter vergleichen will, prüft die Quoten im Wettprogramm selbst – die Seite liefert hierzu keine eigenen Werte, weil einzelne Quoten einem konkreten Spiel zugeordnet sind und sich nicht übertragen lassen.

AdmiralBet – etablierte Erlaubnis, schmale Datenbasis im Fußball

AdmiralBet tritt in Deutschland mit einer Whitelist-Erlaubnis an, die seit Oktober 2020 läuft, mit zwei Folgeerlaubnissen 2022 und 2024. Der Inhaber Greentube Betting Malta Limited gehört in den Konzernverbund der Novomatic-Gruppe – was die Marke zu einem der wenigen etablierten österreichisch-deutschen Anbieter macht, dessen Erlaubnis tiefer in den Markt zurückreicht als bei vielen Wettbewerbern.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Wer einen Anbieter sucht, der nicht zu den hippen Marken gehört, aber mit deutscher Erlaubnis arbeitet, findet hier eine solide Adresse. Was fehlt, ist eine breite öffentliche Selbstdarstellung – anders als Betano oder Tipico tritt AdmiralBet medial zurückhaltender auf. Die Wettprogramm-Tiefe bei afrikanischen Fußballturnieren ist auf den ersten Blick schmal, aber das gilt für fast alle Anbieter außerhalb der absoluten Top-Marken.

Verdikt: Wer etablierte Whitelist-Erlaubnis schätzt und auf eine mittelgroße Marktpalette angewiesen ist, findet hier einen Anbieter ohne Schnörkel. Wer maximale Marktvielfalt erwartet, prüft die Konkurrenz.

ODDSET – staatliche Lizenz, stationäre Wurzeln

ODDSET wird vom ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der staatlichen Lotteriegesellschaften. Die Erlaubnis stammt vom 18. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022; die Aufsicht liegt bei der GGL, die ihren Sitz in Halle hat. Das Profil ist konservativ: Weniger Werbedruck, dafür eine klare Lizenzhistorie und ein stationäres Vertriebsnetz über die Lotto-Annahmestellen.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das Doppelte: einen Anbieter, der in der Fläche präsent ist, aber im Online-Markt nicht zu den Innovationsführern gehört. Wer Wert auf die Kombination von Online-Wetten und Annahmestelle legt, etwa für die Quittungsausgabe in Papierform, hat hier eine Adresse. Wer einen modernen Livewetten-Anbieter sucht, wird anderswo fündig.

Verdikt: Solide Adresse für Wettende, die einen Anbieter mit Lotto-Hintergrund der schnellen Online-Marke vorziehen – die Quoten sind eher auf konservative Spielertypen zugeschnitten, die Limits dafür klar strukturiert.

888sport – britisch-gibraltarische Holding, deutsche Erlaubnis

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die deutsche Erlaubnis trägt 888 Germany Limited und stammt vom 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Das Profil: ein Casino-Anbieter, der mit seinem Sportwettenangebot das Gesamtportfolio abrundet – das ist Konzernstrategie, nicht Spezialisierung.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Die Quote steht, das Wettprogramm ist da, aber die Marke 888sport ist im deutschen Sportwetten-Markt nicht dominierend. Die spielende Person findet das Standardprogramm, das Cash-Out üblich, einen einfachen Bonuskatalog – ohne dass 888sport bei einer einzelnen Sportart den Ton angibt.

Verdikt: Für Leserinnen, die bereits 888-Casino-Konten haben und ein zweites Konto mit deutscher Erlaubnis führen wollen, eine logische Ergänzung. Wer speziell auf Afrika-Cup-Wetten setzt, prüft die Marktpalette vor der Registrierung.

bet-at-home – österreichisch-maltesische Wurzeln, deutsche Erlaubnis

bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben; die Erlaubnis läuft seit dem 2. November 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Konzern ist im österreichisch-maltesischen Sportwetten-Geschäft seit Jahren aktiv und hat seine deutsche Lizenz verlässlich erneuert.

Für Afrika-Cup-Wetten heißt das: ein Anbieter, der weniger medial auftritt als Tipico oder Betano, aber im Wettprogramm solide ist. Wer die Erfahrung von bet-at-home aus Österreich oder Malta kennt, weiß was er bekommt – eine durchschnittliche Palette, eine seriöse Lizenz, keine Exklusivität. Wer maximale Marktvielfalt will, findet sie hier nicht.

Verdikt: Wer einen Anbieter mit ruhigem Profil und verlässlicher Lizenz sucht, ohne den Marketing-Overload der Top-Marken, ist hier richtig. Der Bonus-Katalog ist im Branchenvergleich bescheidener – was weniger Versuchung, weniger Verlust bedeutet.

VBet – neue Erlaubnis, schmales Profil

VBet trägt in Deutschland eine Whitelist-Erlaubnis der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, ausgestellt am 5. Dezember 2023. Das ist die jüngste Erlaubnis der hier verglichenen Anbieter. Die Marke tritt international als Sponsor von Sportligen und mit einer eSport-Ausrichtung auf; in Deutschland hat sie sich bisher noch keine breite Marktstellung erarbeitet.

Für Afrika-Cup-Wetten heißt das: VBet ist auf der Whitelist, die Lizenz ist sauber, aber das Profil im deutschen Markt ist schmaler als bei Tipico oder Betano. Wer bereits VBet-Kunde ist oder einen Anbieter mit internationaler Ausrichtung sucht, findet hier eine Alternative. Wer maximalen Marktumfang erwartet, prüft das Wettprogramm vor der Registrierung – VBet ist in Turnierwetten nicht in jeder Saison führend.

Verdikt: Eine Lizenz, die seit Dezember 2023 besteht, aber noch nicht den Bekanntheitsgrad der etablierten Marken hat. Wer einen zweiten Anbieter parallel nutzt, kann VBet als Ergänzung führen – als Hauptkonto eher nicht erste Wahl.

Betano – breite Live-Übertragung, Bet Builder als Verkaufsargument

Betano trägt eine Erlaubnis der Betkick Sportsbetting Limited seit dem 19. Februar 2021 mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in ihrer Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das Profil: ein Anbieter mit hoher Investition in Live-Übertragung und ein modernes Produkt, das mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette kombiniert.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Betano hat Cash Out und einen Bet Builder, was bei afrikanischen Turnieren nicht selbstverständlich ist. Die Live-Übertragung erstreckt sich nicht immer auf den Afrika-Cup – das hängt von den Übertragungsrechten ab –, aber das Übrige ist da.

Verdikt: Wer auf das moderne Wettprodukt mit Cash Out und Bet Builder Wert legt, findet hier den passenden Anbieter. Wer eher diskret spielt, kann mit der Markenpräsenz Schwierigkeiten haben – Betano tritt laut auf.

Sportingbet – Konfigurator+ als technisches Argument

Sportingbet trägt die Erlaubnis der Sportingbet (Deutschland) Limited seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Im Wettangebot bewirbt die Marke einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, dazu ein Sportartenportfolio von Fußball über Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts bis Snooker. Die Marke positioniert sich zwischen Mainstream und Spezialist.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: ein Standardprogramm mit einer zusätzlichen Live-Komponente. Der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien – was bei Afrika-Cup-Turnieren nützlich ist, wenn mehrere Spiele parallel laufen. Wer darauf angewiesen ist, hat hier eine Adresse.

Verdikt: Für Wettende, die mehrere Konfigurator-Optionen vergleichen wollen, eine sinnvolle Alternative zu den absoluten Top-Marken – auch wenn man sich beim Quotenniveau eher im Durchschnitt bewegt.

Tipico – die bekannteste Marke, BGH-Fall als offene Frage

Tipico trägt die Erlaubnis der Tipico Co. Limited seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Die App wird im Apple App Store von Tipico B2B Ltd angeboten und nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Marke ist im deutschen Markt führend bei Präsenz und Markenbekanntheit.

Über Tipico läuft zugleich das laut § 7 zitierte BGH-Verfahren: Am 25. Juli 2024 hat der BGH dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Das betrifft die deutsche Erlaubnis von Tipico nicht direkt – die Erlaubnis besteht seit 2020 –, berührt aber das Vertrauen in den Markt insgesamt.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Wer einen Anbieter mit höchster Markenpräsenz und maximalem Funktionsumfang sucht, ist bei Tipico richtig. Wer die EuGH-Entscheidung abwarten will, kann auf Alternativen ausweichen. Was weder die eine noch die andere Position ändert: Die deutsche Erlaubnis ist seit 2020 lückenlos dokumentiert, und die Folgeerlaubnis von 2022 bestätigt die Spielberechtigung nach den neuen Regeln.

Verdikt: Anbieter mit der höchsten deutschen Markenpräsenz und einem breiten Produkt. Die offene EuGH-Frage betrifft die Phase vor der deutschen Erlaubnis – ein Unsicherheitsfaktor, der aber die aktuelle Lizenz nicht entwertet.

Winamax – „0 % Wettsteuer“ mit Odoxa-Beleg, Studienverweis

Winamax trägt die Erlaubnis der WINAMAX (Société anonyme) seit dem 29. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Im Footer der Website bewirbt sich der Anbieter mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage ist belegt durch eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Was die Werbung nicht sagt: Der 45-%-Anteil bezieht sich auf den ersten Platz in einem Mehr-Anbieter-Vergleich – nicht auf einen uneinholbaren Vorsprung.

Über Winamax ist zudem Winamax TV verfügbar – Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL. Für Afrika-Cup-Spiele fehlt dieser Stream – die Übertragungsrechte liegen typischerweise bei Sendern wie ESPN oder beIN, nicht beim Buchmacher.

Verdikt: Wer auf eine Wettsteuer-Übernahme durch den Anbieter Wert legt und eine breite Tennis- und Fußball-Live-Übertragung erwartet, findet bei Winamax ein passendes Angebot. Wer speziell auf Afrika-Cup-Live-Streams hofft, schaut in die Realität der Übertragungsrechte.

Betway – Cash Out und Konfigurator+ im App-Profil

Betway trägt die Erlaubnis der Betway Limited seit dem 9. März 2021 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die App wird im Apple App Store als „Betway Sports Live Sportwetten“ geführt.

Für Afrika-Cup-Wetten bedeutet das: Betway hat Cash Out und einen Konfigurator+ – beides Selbstdarstellung der App, nicht immer auch bei jedem Turnier einsetzbar. Wer die Funktionspalette nutzt, sollte vor der Wettannahme prüfen, ob Cash Out für das gewählte Ereignis verfügbar ist.

Verdikt: Ein Anbieter mit klar definiertem Funktionsumfang, der sich für Wettende eignet, die mehrere Märkte parallel kombinieren wollen – und die das Quotenniveau im Blick behalten, das regelmäßig zur Spitzengruppe aufschließt; den Bonus-Katalog muss man im Auge behalten.

Häufig gestellte Fragen zum Afrika-Cup und Wettanbietern in Deutschland

Wonach lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup wirklich vergleichen?

Vergleichen lässt sich entlang von vier Achsen: deutsche Erlaubnis auf der Whitelist, Quote und Marge bei Afrika-Cup-Spielen, Marktvielfalt bei Turnier- und Einzelspielen, sowie Funktionen wie Cash Out und Konfigurator. Keiner dieser Punkte verspricht einen Gewinn, alle vier helfen dabei, den Anbieter zu finden, der zur eigenen Spielweise passt.

Wann findet der nächste Afrika-Cup statt, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?

Der nächste Afrika-Cup ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die zuletzt zurückliegende Ausgabe lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko; das Turnier war wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer in den Winter verschoben worden.

Wie prüft man, ob ein Anbieter auf der Whitelist der GGL steht?

Die Whitelist ist auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder unter glücksspiel-behoerde.de abrufbar. Sie führt Inhaber, Domain und Ausstellungsdatum der Erlaubnis; die Gültigkeit der Erlaubnis bemisst sich nach den gesetzlichen Bestimmungen der GGL, nicht nach einem auf der Whitelist genannten Datum. Wer dort nicht steht, hat keine deutsche Erlaubnis – alle anderen Aussagen einer Anbieter-Website sind Marketing.

Wie wirkt sich die Wettsteuer von 5,3 % auf die effektive Quote aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der spielenden Person. Ob sie an die Kundinnen und Kunden weitergegeben wird, ist Anbieter-Sache: Ein Anbieter, der die Steuer trägt, kann die Quote nominell höher anzeigen; ein Anbieter, der sie abzieht, reduziert die effektive Auszahlung – die Werbeaussage „0 % Wettsteuer“ ist also kein Geschenk, sondern Teil des Angebots.

Welche Umsatzbedingungen gelten bei Willkommensangeboten für Turnierwetten?

Die Höhe des Bonus, der Multiplikator für den Mindestumsatz und die Frist stehen ausschließlich in den AGB des jeweiligen Anbieters. Üblich sind ein mehrfacher Umsatz des Bonus innerhalb von 30 bis 90 Tagen zu Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00; wer unter dieser Mindestquote wettet, zählt den Umsatz nicht. Ohne diese Bedingungen wäre der Bonus kein Bonus, sondern eine Subvention.

Warum zählt eine Lizenz aus Malta oder Curaçao in Deutschland nicht als Nachweis?

Eine Lizenz aus einem anderen EU-Land oder aus Drittstaaten gilt in Deutschland nur, wenn die GGL eine Anerkennung ausgesprochen hat – was bei Malta und Curaçao nicht der Fall ist. Eine solche Lizenz ist nicht ungültig, sie ist irrelevant für den deutschen Markt. Wer dort spielt, ist nicht strafbar, aber ungeschützt: OASIS, LUGAS und die deutsche Aufsicht greifen nicht.

Inhalt erstellt vom Team «grandslamwetteninfo.com»